Making of - digitale Karrieremesse

Die erste selbst organisierte virtuelle Karrieremesse „Dimension Luft" brachte die Bundeswehr im Oktober an den Start. Hier schauen wir hinter die Kulissen und berichten über die Menschen hinter der Messe, die Vorbereitungsphase, das Drehen von Jobporträts. Schauen Sie mit uns über die Schultern der Messe-Macher.

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Bundeswehr

Was war die Onlinemesse „Dimension Luft"?

Ihr Wohnzimmer hatte die Dimension Luft auf dem Marinefliegerstützpunkt Nordholz, ihr Zuhause war im digitalen Raum. Bei der ersten Onlinemesse der Bundeswehr konnten Zuschauer und Zuschauerinnen Anfang Oktober via Live-Stream und in 360-Grad-Ansicht Einiges bestaunen: Vom Transportflugzeug A400 M über den Kampfjet Eurofighter, den Hubschrauber NHNATO-Helicopter-90, die Regierungsmaschine Global 6000 bis hin zum Marinehelikopter Sea Lion.

Getreu dem Motto „Drei Uniformen - eine Bundeswehr“ beteiligten sich Heer, Luftwaffe und Marine und zeigten welche Berufsbilder es bei ihnen in der Dimension Luft gibt. Luftfahrzeugbesatzungen und technisches Personal berichtete in Live-Sessions von ihrer Arbeit und ihren Fluggeräten. Wer dadurch Lust bekam, selbst in die Dimension Luft zu starten, hatte die Chance direkt mit Karriereberatern und Karriereberaterinnen im Chat zu sprechen. Und auch für allgemeine Fragen zum Dienstalltag und natürlich zur zivilen und militärischen Karriere gab es am virtuellen Messestand Antworten.

Wir blicken hinter die Kulissen: Wer sind die Menschen hinter der Messe? Wie wurde die Messe organisiert? Wie viel Stunden wurde gefilmt? Wie viele Berufe hat die Bundeswehr in der Dimension Luft? All das und noch viel mehr erfahren Sie hier.

Im Video erklären der Recruiting-Chef der Bundeswehr und die Messestandleiterin die Hintergründe zu Entstehung der Online-Karrieremesse.
Datum:
  • 10.000 Meter Kabel

  • 600 Gigabyte Filmmaterial

  • 48 Jobporträts

Die Messe-Macher

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Der Problemlöser

„Unser Karrieretruck bietet der Veranstaltung eine Plattform“, sagt Oberstabsgefreiter Engin Yildiz. Er baut den 40 Tonnen schweren Truck auf, fährt ihn und kümmert sich um die Technik.

Ein Soldat in Flecktarn-Uniform vor dem Karrieretruck

Die Cable-Guys

WLAN-Ausfall! Oberstabsgefreite Andre Hempel und Kai Wellenberg retteten den Live-Stream - mit LAN-Kabeltrommel folgten sie dem Moderations-Duo im strömendem Regen auf Schritt und Tritt.

Ein Soldat mit Kabel in der Hand vor einem Helikopter

Der Mann mit dem Stream

„Wir drehen 360-Grad-Videos und senden den Live-Stream“, erklärt Eric Küpper seine Rolle für die digitale Übertragung der Dimension Luft. Er hatte viel Spaß am Projekt.

Ein Mann mittleren Alters in Lederjaacke

Die mit den Antworten

„Ich arbeite hier im Team von Karriereberatern aus ganz Deutschland“, sagt Luisa Bertenrath. Bei ihrer ersten Messe beantwortet sie Fragen von Interessierten zu Karrieremöglichkeiten.

Eine junge Frau an einem Laptop

Der 360-Grad-Mann

„Jeder Handgriff muss sitzen“, sagt Profi-Kameramann Johannes Schmülling. Der 25-Jährige dreht bei der Dimension Luft per 360-Grad-Kamera, sodass Besucher und Besucherinnen gefühlt live dabei sind.

Ein junger Mann hält eine futuristische Videokamera

Der Moderator

„Ich habe meinen Traumjob gefunden“, sagt Oberstleutnant Holger Dick (li.). Als Moderator sprang er ins kalte Wasser, war drei Wochen unterwegs, drehte Jobporträts über Berufe rund ums Fliegen.

Ein Kamerateam mit einer Gruppe von Menschen

Der Mann im Live-Chat

Fragen zu Technik oder Pilotenkarriere beantwortet Hauptbootsmann Sebastian Hänsel. „Das Interesse ist auf jeden Fall da, das zeigen die vielen fachbezogenen Fragen."

Ein junger Soldat sitzt am Laptop

Die Insta-Queen

Live im 360-Grad-Stream und auf Instagram? Kein Problem für Moderatorin Hauptmann Jana Ludwig. "Neben den Live-Sessions, erstelle ich auch Content für Social Media", sagt sie.

Eine Soldatin macht von sich und zwei Piloten ein Selfie.

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  • 10 Wochen Vorbereitung

  • 7000 Gramm Kameragewicht

  • 40 Karriereberater im Einsatz

Großgerät interaktiv

Sechsmal täglich berichteten Live-Schalten vom Flugplatz in Nordholz. Wir zeigen den Blick von oben auf die Dimension Luft. So sah es aus in Nordholz: Rund um den großen Karrieretruck der Bundeswehr acht Waffensysteme aus der Dimension Luft von Marine, Luftwaffe und Heer. Beim Klick auf die Exponate gibt's weitere Infos zu den Luftfahrzeugen.

Im Vordergrund Hubschrauber, im Hintergrund Flugzeuge der Bundeswehr

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ein hubschrauber im flug
Bundeswehr/Darius Retzlaff

Der H145 LUH SARSearch and Rescue

Im grellen Gewand präsentiert sich der Rettungshubschrauber auf der Messe. Das Auffällige gehört bei dem Rettungshubschrauber dazu. Er hat einen Luftrettungsmeister mit an Bord, davon gibt es in der Bundeswehr insgesamt nur zwölf.

Ein Hubschrauber steht auf einem Rollfeld. Seine Außenhaut ist im Tarnfleckmuster angemalt.
Bundeswehr/Darius Retzlaff

Der NHNATO-Helicopter-90

Das Zuhause des Doorgunners: der Allzweckhubschrauber NHNATO-Helicopter-90. Fliegen kann der Helikopter bei jedem Wetter, bei Tag und bei Nacht. Nicht nur Kampfeinsätze fliegt er, auch bei Not- und Katastrophenhilfe unterstützt er.

Ein Helicopter steht auf einem Transportwagen.
Bundeswehr/Darius Retzlaff

Der EC 135

Das "Fahrschulauto" für Flugschülerinnen und -schüler. In der Grundausbildung zum Hubschrauberführer und zur Hubschrauberführerin erlernen die Schüler das fliegerische Handwerk.

Ein kleiner Hubschrauber steht auf einem Flugplatz. Er ist halb abgedeckt mit einer Plane.
Bundeswehr/Darius Retzlaff

Der H145M LUH SOFLight Ulility Helicopter – Special Operation Forces

Leise und schnell kam der Mehrzweckhubschrauber auf der Messe an. Gerade wegen dieser Eigenschaften ist er genau auf die Spezialkräfte zugeschnitten. Die waren leider nicht vor Ort.

Ein Marinehubschrauber steht auf einem Rollfeld
Bundeswehr/Darius Retzlaff

Der Sea Lynx Mk88A

Wenig Platz auf einem Schiff? Kein Problem, der Bordhubschrauber passt trotzdem noch rein. Der Helikopter gilt als der lange Arm seiner Fregatte und hilft bei der U-Boot-Jagd.

ein großes flugzeug vor aufgehender sonne

Bundeswehr/Darius Retzlaff

Der Airbus A400M

Der A400M aus Wunstorf war das größte Luftfahrzeug auf der Dimension Luft. In dem Transportflugzeug finden bis zu 114 Personen Platz. Sogar Kampfhubschrauber, wie der Tiger, sind schon mitgeflogen.

Ein LKW-Anhänger steht neben seiner Zugmaschine, beide sind in Polygonmuster.
Bundeswehr/Darius Retzlaff

Der KarriereTruck

Das Herz der Veranstaltung war der KarriereTruck. Im oberen Stock befanden sich der Hauptserver und die Regie. Hier wurden Liveschaltungen überwacht, Besprechungen abgehalten, Video und Audio gesteuert.

Ein weißes Flugzeug steht vor einem Hangar. Es hat die Aufschrift "Bundesrepublik Deutschland" über der deutschen Flagge.

Bundeswehr/Darius Retzlaff

Die Bombardier Global 6000

Der nagelneue Langstreckenjet bringt Glanz in die Dimension Luft. Normalerweise fliegen hochrangige Abgeordnete und Delegationen mit dieser Maschine. Seit 2019 sind drei davon bei der Flugbereitschaft des BMVgBundesministerium der Verteidigung in Köln Zuhause.

Ein Tornado steht vor einem Hangar
Bundeswehr/Darius Retzlaff

Der PA-200 Tornado

40 Jahre alt und noch lange kein Oldtimer. Der Tornado aus Jagel liefert Aufklärungsergebnisse in Echtzeit, kann seine Flughöhe auf bis zu 30 Meter verringern und ist bis an die Zähne bewaffnet.

Ein Eurofighter steht vor einem Hangar. Sein Cockpit ist geöffnet und eine Leiter steht davor.
Bundeswehr/Darius Retzlaff

Der Kampfjet Eurofighter

Schnell, schneller, Eurofighter! Das Merkzweckkampfflugzeug fliegt mit Überschall bei Tag und Nacht, bei Regen und Schnee. Er kann auf große Entfernungen und auch im Nahkampf wirken.

Der Marinehubschrauber spiegelt sich in einer großen Pfütze davor.
Bundeswehr/Darius Retzlaff

Der NHNATO-Helicopter-90 NTHNaval Transport Helicopter Sea Lion

Er darf auf der Messe nicht fehlen: das jüngste Mitglied der Helikopterfamilie bei der Bundeswehr. Für seine maritimen Einsätze ist der Mehrzweckhubschrauber gut gerüstet. Viele Sensoren und eine Harpune unterscheiden ihn vom NHNATO-Helicopter-90 des Heeres.

Ein großes Flugzeug mit Propellern steht vor einem Hangar.
Bundeswehr/Darius Retzlaff

Die P-3C Orion

Mit dem Seefernaufklärer kann die Besatzung auf dem Meer selbst abgetauchte U-Boote ausmachen. Das "fliegende Auge" kann mit seiner speziellen Ausstattung aber auch lauschen und fühlen.

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  • 24 Hauptrotorblätter

  • 12 Reifen am A400M

  • 3 Uniformen - eine Bundeswehr

Eins, zwei, drei – Action! Hinter den Kulissen eines Jobporträts

360-Grad-Videos ermöglichen den Betrachtenden ein „Eintauchen“ in die gefilmte Umgebung. Diesen realitätsnahen Zugang nutzte die Bundeswehr, um Besuchern der ersten virtuellen Karrieremesse „Dimension Luft“ in Nordholz ein besonderes Erlebnis zu bieten. In kurzen Jobporträts wurden Berufe in der Bundeswehr virtuell präsentiert. Besucherinnen und Besucher der Messewebsite konnten fast 50 Spezialistinnen und Spezialisten der Bundeswehr an ihren Arbeitsorten besuchen – hautnah und in ihrer „natürlichen“ Umgebung.

Schon einige Wochen vor der Messe, war ein gemeinsames Produktionsteam der Bundeswehr und der Firma Viscon in ganz Deutschland unterwegs, um die 360-Grad-Jobporträts rechtzeitig fertigzustellen. Wir erzählen wie das ablief.

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  • Ein Soldat steht vor einem Flugzeug und weist einen Techniker für einen Filmdreht ein. Man schaut über die Schulter der Kamera.
    01

    Ankunft am Drehort

    09:37 Uhr: Ankunft am Drehort. Das gemischte Team aus Bundeswehrangehörigen und zivilen Mitarbeitenden der Firma Viscon hat hier bereits die ersten Hürden hinter sich. Denn auch wenn ein Drehteam für ein Sonderprojekt vor der Tür steht, gelten die strengen Sicherheitsregeln der Bundeswehr. Und hier, in der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung in Köln-Wahn, sind sie besonders streng.

    Denn dies ist nicht nur ein militärischer Sicherheitsbereich, sondern auch ein Flughafen, für den die üblichen Verfahren beim Betreten gelten. Die Sicherheitskontrolle kennt man von privaten Reisen, aber hier mussten diesmal nicht nur diverse Rucksäcke, Tascheninhalte und Handys durch die Schleuse, sondern außergewöhnliche und nicht ganz alltägliche Aufnahmetechnik.

  • Ein Soldat blickt energisch in die Kamera, zeigt auf den Betrachtenden. Verschwommen im vorderen rechten Bildrand, die Kamera.
    02

    "Hi, ich bin Holger Dick!"

    „Eins, zwei, drei. Action!“ Die Ansage von Moderator Oberstleutnant Holger Dick kennt man von Filmsets. Sofort beginnt die Action nicht nur vor der Kamera, sondern auch dahinter. Das Team setzt sich in Bewegung, Akteure und Moderator gehen voran, immer dicht gefolgt von der Kamera und im Hintergrund die „Technik“.

    In einer kurzen Moderation begrüßt Dick das Publikum und stellt den nächsten Arbeitsplatz vor: „Hi, ich bin Holger und ich bin heute in der Flugbereitschaft in Köln-Wahn! Ich zeige euch heute mal, was eine Flugzeugbesatzung der Global 6000 macht.“

    Damit bei diesem Take alles reibungslos funktioniert, war allerdings einiges an Vorbereitung nötig.

  • In einer Flugzeughalle unterhalten sich Schauspieler und Kameramann. Um sie herum das Filmteam.
    03

    "Immersiv" mit 360-Grad

    Denn die Jobporträts werden nicht als normale Imagefilme abgedreht, sondern in 360-Grad-Technik. Das besondere dieser auch als „immersiv“ bezeichneten Videos ist die Möglichkeit, die Perspektive beim Betrachten zu wechseln. Betrachtenden wird so ein Erlebnis geboten, das als Immersion also ein Eintauchen in die Szene, beschrieben wird. Die Umgebung wird sichtbar und die Betrachtenden können sich im wahrsten Sinne des Wortes am Arbeitsplatz der Portätierten umsehen.

    Die Aufnahme in 360-Grad-Optik wird durch mehrere Kameras möglich, die gleichzeitig verschiedene Blickwinkel aufnehmen, aus denen dann der Rundum-Blick entsteht. In Wahn dreht Klaus Schmalenbach mit einem Modell mit zwei Kameralinsen. Für ein vorbereitetes Video sei das die bessere Wahl, erläutert der leitende Ingenieur der Firma Viscon, der heute auch der Mann hinter der Kamera ist.

  • Nahaufnahme des Kopfteils der 360-Grad-Kamera. Auf einem Stabende sind zwei Linsen entgegengesetzt angebracht.
    04

    DIe Kamera führt Regie

    Im Gegensatz zu den Live-Aufnahmen während der Onlinemesse, werden die heute gedrehten Videosequenzen nachbearbeitet. Um die 360 Grad komplett abzudecken, überlappen sich die Sichtfelder der Kameralinsen. Dadurch entstehen in diesen Schnittstellen-Bereichen Unregelmäßigkeiten, die nachträglich bearbeitet werden. Beim Livedreh erledigte das eine Software, aber die hohe Qualität der Jobporträts erreicht man nur mit nachträglicher Bearbeitung. Beim „Stitching“ werden dann alle Unregelmäßigkeiten nachträglich entfernt und es entsteht eine hochwertige Rundumsicht.

    Der Kameramann ist deshalb zugleich auch Regisseur, denn durch seine Bewegungen bestimmt er den Weg, den auch der virtuelle Betrachter später gehen wird. Der allerding kann sich umschauen. Also muss der Kameramann schon beim Dreh daran denken, was im 360-Grad-Bereich der Linsen zu sehen ist.

  • EIn Techniker und der Kameramann betrachten die Kamera. Der Kameramann hat eine Hand am Display und bedient etwas.
    05

    Alles auf einer Schulter

    Immer wieder checkt der Techniker die Kamera, denn hier liegen Last und Verantwortung auf einer Schulter. Das gesamte Material für die Filme wird von einer einzigen Kamera geliefert, die deshalb immer einsatzbereit sein muss. Um die rund sieben Kilo schwere Kamera zu heben, hat der Kameramann ein Tragegestell mit gefedertem Arm. Nur so sind die dynamischen Aufnahmen möglich, die für die Jobporträts gefordert sind.

    Alexander Benge von Viscon sorgt für die technische Logistik der 360-Grad-Kamera. Denn beim 360-Grad-Dreh gibt es Besonderheiten: Der Zeitplan ist eng getaktet und weil nur eine Kamera im Einsatz ist, braucht das Team ständigen Support. Frische Akkus, Hilfe beim An- und Ablegen des Stützkorsetts für den Kameraarm und einen Techniker, der im Notfall bereitsteht und immer genau weiß, was zu tun ist.

    Auch der Moderator und seine Interviewpartner müssen genau wissen, was zu tun ist, wie sie sich vor der Kamera bewegen und was sie im Interview gefragt werden. Denn die Akteure sind natürlich echte Soldaten, die heute zum ersten Mal vor einer Kamera stehen.

  • kamera und zwei menschen in einem flugzeug
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    "Wo sitzt eigentlich die Kanzlerin?"

    Am Anfang stehen deshalb kurze Vorgespräche mit den Akteuren, denn Moderator und Porträtierte treffen sich heute zum ersten Mal. Kurzes Kennenlernen, aber Dick kommt schnell zur Sache: „Was müssen sie genau tun, um ihre Geräte zu bedienen? Welchen Weg nehmen sie, wenn sie hier ankommen?“ Und natürlich, denn wir sind ja im VIP-Flieger für die Bundesregierung: „Wo sitzt eigentlich die Kanzlerin?“

    Einiges kann im Vorfeld geklärt werden, aber viele Fragen ergeben sich erst, wenn man tatsächlich am Ort des Geschehens ist. Also eigentlich genau die Überlegung, die auch zur Idee mit den 360-Grad-Videos geführt hat: „Wir wollen dem Betrachter das Gefühl geben, die Szene hautnah zu erleben, nah dran zu sein an den Personen, Geräten und Aufgaben, mit denen man hier jeden Tag zu tun hat,“ erläutert Dick.

  • Ein Techniker greift in eine offene Wartungsklappe und erklärt mit Blick zum Moderator. Am Bildrand, Moderator und Kameramann.
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    Und jetzt noch mal ganz anders!

    Bei den Vorgesprächen gibt es dann auch die erste Überraschung: Der ursprüngliche Plan funktioniert nicht. Die Reihenfolge der Porträts muss spontan geändert werden. Macht nix, denn spontan muss man sein und hat dafür auch die technische Ausstattung. Statt eines Drehbuchs hat das Kamerateam ein Display, mit dem gerade gedrehte Szenen betrachtet und geprüft werden können – nicht selten heißt es dann nicht „noch mal neu“, sondern „jetzt noch mal ganz anders“!

    Diesmal geht es aber nicht nur um eine neue Einstellung. Der Strom für die Kabine wird über das Hilfstriebwerk des Fliegers erzeugt und im Außenbereich versteht man dann kaum sein eigenes Wort. Aber ohne Strom kann der Flugbegleiter die Ausstattung der Kabine nicht vorstellen. Schnell ist klar: Der Techniker kommt zuerst, dann der Pilot, dann – bei eingeschaltetem Hilfstriebwerk – der Flugbegleiter.

  • Esrada sitzt an einem Tisch im Flugzeug, vor ihm Dokumente in denen er blättert. Er schaut nach links zu einem Gesprächspartner.
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    Der Mann mit den Storyboards

    Christopher Estrada bringt das aber nicht ins Schwitzen: Der Hauptfeldwebel ist einer der Organisatoren für den Dreh in Köln-Wahn und Mann im Hintergrund. Er macht Termine, kümmert sich um Unterkunft und Catering, ergänzt Storyboards und findet auch bei aufkommender Hektik immer eine Lösung – und manchmal auch ganz spontan neue Piloten, während die eingeplanten Darsteller plötzlich zum Rettungseinsatz fliegen.

    In den Storyboards sind grundlegende Regieanweisungen enthalten, nicht in Form eines festen Drehbuchs, sondern eher ein Katalog von Inhalten: „Die Szenen sind individuell, kein Beruf ist wie der andere, aber bestimmte Inhalte wollen wir einheitlich vermitteln“, erklärt Estrada. Fragen nach der Ausbildung, zum Karriereweg und den Besonderheiten des Berufs findet man in allen Jobporträts. Das Endprodukt soll das Berufsbild nicht nur vorstellen, sondern auch praktische Tipps für Interessierte enthalten.

    Daneben kommt natürlich auch das Persönliche nicht zu kurz. Dabei erfährt man dann unter anderem, dass die Bombardier Global 6000 der „Düsenjäger unter den Passagiermaschinen“ ist. Und der Flugbegleiter kann sich vorstellen, auch mal hauptberuflich an einem Bundeswehr-Messestand zu arbeiten.

  • Kameramann und Mediendesignerin blicken auf das Display der Kamera. Der Kameramann zeigt darauf und erklärt etwas.
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    Fertig: Das Jobporträt ist im Kasten

    Ein Schwerpunkt der Jobporträts liegt auf technischen Berufen. Kein Wunder, schließlich geht die Reise in die „Dimension Luft“. Auch mit Hilfe der 360-Grad-Videotechnik wurde die Messe trotz Corona zu einem Erfolg – vielleicht ein Modell für die Zukunft. Dick ist optimistisch: „Das ist die Zukunft, mit dieser Technik können wir unseren Interessenten etwas Neues bieten und unsere Berufe präsentieren.“

    Aber vorher muss das Video noch nachbearbeitet werden. Noch während des Drehs schaut sich Sarah Schmalenbach die ersten Ergebnisse an. Nach dem „Stitching“ und dem Schnitt der besten Szenen ist ein weiteres Jobporträt für die virtuelle Messe fertig. Die Zeit drängt, aber das Ergebnis überzeugt. So nah dran war man noch nie, wenn die Bundeswehr ihre Berufe vorstellt.

    von Ulrich  Veen  E-Mail schreiben
  • 16 Personen können an Bord des NH90 mitfliegen

  • 540 km fliegt der Sea Lynx vollgetankt

  • 3 Personen können den A400M allein fliegen

Fliegen für die Marine

Eine Seeluftstreitkraft, zwei Geschwader. Die Marineflieger aus Nordholz fliegen sowohl mit Hubschraubern, als auch mit Flugzeugen. Sie können U-Boot-Jagd, Seefernaufklärung, SARSearch and Rescue, Transport und Überwachung großer Räume auf See. Der Sea Lynx ist der kleinste der Marinehelikopter. Auf den Flügen sind zwei Piloten und ein Operator an Bord. Doch auch das Bodenpersonal ist wichtig. Einer von ihnen ist Oberbootsmann Onur Manyas.

Onur Manyas, Oberbootsmann, ist Fluggerätemechaniker für den Sea Lynx Hubschrauber.

ein grauer Hubschrauber steht auf einem Flugfeld. Darauf ist der Schriftzug "Marine" zu lesen.
Man blickt über die Schulter eines Soldaten hinaus zum Fenster. Dahinter ist ein startender Helikopter über Wasser zu sehen.
Tanken, das hydraulische Fahrwerk und die Mechanik der Flugsteuerung sind meine Aufgaben. Oberbootsmann Onur Manyas

Den Koloss der Luftwaffe steuern

Er bewegt sich mit viermal 11.000 PS durch die Lüfte: der Airbus A400M. Das Transport- und Tankflugzeug fasst bis zu sechs Geländewagen vom Typ Wolf. Die lange Stange, die über das Flugzeug hinausragt ist übrigens für die Luftbetankung von anderen Propellermaschinen oder sogar für Jets gedacht. Im Cockpit sitzt Oberleutnant Felix S.

Ein großes graues Flugzeug vor aufgehender Sonne.
Wir fliegen Personal und Material in Einsätze wie Mali, Afghanistan oder den Irak. Oberleutnant Felix S.

Als Co-Pilot hat Oberleutnant Felix S. schon 850 Flugstunden auf diesem Flugmuster gesammelt.

Ein großes graues Flugzeug von vorne.

Das Rückgrat der Hubschrauberflotte im Heer

Der NHNATO-Helicopter-90 ist einer der drei Hubschrauber des Heeres. Er ist ein echter Alleskönner: Ob Tag oder Nacht, Regen, Schnee oder Sand, der NHNATO-Helicopter-90 fliegt. Zu der Standardbewaffnung gehören zwei schwere Maschinengewehre. Diese werden von den Bordschützen bedient.  Oberstabsgefreiter Jan S. ist so ein „Doorgunner“.

Ein Soldat lehnt auf seiner Waffe in einem Hubschrauber.

Als Doorgunner beschützt Oberstabsgefreiter Jan S. Luftfahrzeug und Besatzung.

Ein grüner NH90-Hubschrauber steht auf einem Flugfeld
Der Heck-Rotor eines NH90 Hubschraubers.
Wir gehören zu den Spezialkräften. Der Job ist körperlich und geistig anspruchsvoll. Oberstabsgefreiter Jan S.

Hinter den Kulissen

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Die Redaktion des PIZ Personal war in der Dimension Luft live dabei und warf einen Blick hinter die Kulissen - und zwar gleichzeitig an der Nordseeküste und am Tegernsee.

  • Zwei Männer in Fliegerkombi stehen vor einem Auto. Darauf ist der Schriftzug Cross Servicing zu lesen.
    • Karriere
    • Personal

    Cross Servicing - Das Begrüßungskomitee

    Ohne sie darf keiner landen. Das Team Cross Servicing fertigt Gastflugzeuge ab und hat am Vortag der Dimension Luft alle Hände voll zu tun.

    • Nordholz
  • Ein Soldat in hellblauem Uniformhemd sitzt vor einem PC und tippt auf der Tastatur.
    • Karriere
    • Personal

    Karriereberatung aus 800 km Entfernung

    Virtuell zur Karriere bei der Bundeswehr beraten geht von überall. Wir schauen zwei Karriereberatern aus Bayern über die Schulter.

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