Aufstieg für Angestellte – Praktikum in der Flugbereitschaft

Aufstieg für Angestellte – Praktikum in der Flugbereitschaft

  • Karriere
  • Personal
Datum:
Ort:
Köln-Wahn
Lesedauer:
2 MIN

Aufstiegsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven machen die Bundeswehr zu einem attraktiven Arbeitgeber. Die Vorbereitung zur verwaltungseigene Fachprüfung II ist der Aufstiegslehrgang für Angestellte in der Bundeswehrverwaltung. Sarah Waber nimmt daran teil und absolviert gerade die praktischen Anteile. Hier lernt sie Dienststellen und Aufgaben, Menschen und Berufsbilder – die ganze Vielfalt der Bundeswehr – kennen.

In der Zahlstelle ist immer was los. Waber und Neumann zählen Geld

Aufstiegslehrgang mit viel Praxiserfahrung: In der Flugbereitschaft lernt Sarah Waber den Alltag in einer Zahlstelle kennen

Bundeswehr/Miriam Altfelder

Der Tag im Stab der Flugbereitschaft ist aber auch für Sarah Waber etwas Besonderes: „Hier kann ich mal wirklich sehen, was ganz praktisch hinter den Dingen steht, die wir im Unterricht kennenlernen“, meint die 29-jährige Angestellte, die einen Aufstieg in den vergleichbar gehobenen Verwaltungsdienst anstrebt. Vieles, was vorher abstrakt und theoretisch wirkte, werde hier greifbar und bekomme „ein Gesicht“.

Kein alltäglicher Arbeitsplatz, selbst in der Bundeswehr

Stabsfeldwebel Stephan Neumann, bei dem sie heute in der Zahlstelle hospitiert, lächelt meist – außer wenn es ums Geld geht. Da wird der sonst stets zu Scherzen aufgelegte Rechnungsführer ernst: „Wir statten hier unter anderem Flugzeugführer mit Handgeld aus. Größere Geldmengen, auch in Fremdwährungen“, mehr verrät er nicht.

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Abflug in den Einsatz: Von Köln-Wahn aus starten viele Versorgungsflüge in Krisenregionen und für die Auslandseinsätze der Bundeswehr

2016 Bundeswehr / Christian Thiel

Auslandseinsätze, Evakuierungsmaßnahmen oder einfach der ganz alltägliche Wahnsinn auf Flugplätzen, an die sich normale Airlines nur selten verirren. Vieles, was die Bundeswehr weltweit leistet, wird hier auf einmal ganz konkret. Denn das Handgeld dient nicht nur dazu, das Catering für die Fluggäste an auch entlegensten Zielflughäfen sicherzustellen, sondern auch für Notfälle und unvorhersehbare Situationen, in denen auch keine Kreditkarte mehr hilft.

Ein Pilot erhält vor dem Abflug sein Handgeld in der Zahlstelle der Flugbereitschaft

Der „Flug in den Süden“ ist hier nicht „all inclusive“: Mit dem Handgeld sind die Piloten auch an den entlegensten Flughäfen zahlungsfähig

Bundeswehr/Miriam Altfelder

Enge Zusammenarbeit mit der Truppe

Waber ist hier zum ersten Mal in einem rein militärischen Umfeld unterwegs. Vorher war sie vier Jahre lang im Bundessprachenamt, einer zivilen Dienststelle der Bundeswehr, die für Sprachausbildung, Übersetzungen und Dolmetschen zuständig ist. „Die Bundeswehr lernt man dort gut kennen, hat mit vielen Bereichen Kontakt, aber eben meist am Rechner oder Telefon“. Hier freut sie sich auf neue Einblicke in den Alltag an einer Schnittstelle zwischen Verwaltung und Streitkräften.

Die Rechnungsführer im Stab der Flugbereitschaft sind Soldatinnen und Soldaten, gehören aber zum zivilen Bundeswehrdienstleistungszentrum (BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum) Köln. Früher war dieser Bereich als „Truppenverwaltung“ bekannt. Beschäftigte in Uniform und zivil arbeiten hier eng zusammen.

Einblick in künftige Aufgaben

Die Bundeswehrdienstleistungszentren versorgen die Truppe vor Ort mit Material und Serviceleistungen, damit diese ihren Auftrag erfüllen kann. Eine wichtige Aufgabe und vielleicht auch ein zukünftiger Arbeitsplatz für Waber, die sich bereits auf kommende Herausforderungen freut: „Die Praxisphase will ich nutzen, um mir ein möglichst breites Bild von den Aufgaben in der Bundeswehrverwaltung zu machen.“

Geländebetreuung in Wunstorf

Von der Geländebetreuung bis zu Haushalt und Personal: In den BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum arbeiten Soldaten und zivile Beschäftigte eng zusammen, um den Bedarf der Truppe zu decken

2016 Bundeswehr/Marcus Rott

Wie es weitergeht:

Nach dem Bundeswehrdienstleistungszentrum in Köln wird Sarah Waber jetzt das Karrierecenter der Bundeswehr in Düsseldorf kennenlernen. Ab April wird es dann am Bildungszentrum der Bundeswehr in Berlin-Grünau noch einmal theoretisch und der Aufstiegslehrgang geht in seine letzte Phase: Am Ende steht die verwaltungseigene Fachprüfung und – Erfolg vorausgesetzt – eine vielversprechende Karriere in der Bundeswehrverwaltung.

von Ulrich Veen  E-Mail schreiben