Brandschutz bei der Bundeswehr: In der Atemschutzwerkstatt

Brandschutz bei der Bundeswehr: In der Atemschutzwerkstatt

  • Brandschutz
  • Personal
Datum:
Ort:
Stetten am kalten Markt
Lesedauer:
2 MIN

Stabsunteroffizier Monja Willmann arbeitet im Bereich Unterstützung an der Schule für ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr und Gesetzliche Schutzaufgaben in Stetten am kalten Markt. In der Atemschutzwerkstatt reinigt und prüft sie die Atemschutzgeräte.

Die Schule ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr und Gesetzliche Schutzaufgaben in Stetten am kalten Markt teilt sich in zwei Bereiche auf: Lehre/Ausbildung und Zentrale Unterstützung. Stabsunteroffizier Monja Willmann arbeitet in der Atemschutzwerkstatt, also in der Unterstützung. „Zuvor habe ich Maler und Lackierer gelernt. Nach meiner Bewerbung als Seiteneinsteigerin hat mir das Karrierecenter der Bundeswehr die Laufbahn der Unteroffiziere empfohlen. Die Feuerwehr fand ich spannend und so habe ich die Ausbildung zum Brandschutzunteroffizier gemacht“, sagt Willmann.

Seit etwas mehr als drei Jahren ist die 28-Jährige nun an der Ausbildungsstätte der Bundeswehr auf der Schwäbischen Alb beschäftigt. In dieser Zeit hat sie ein Praktikum, die Ausbildung zum Stabsunteroffizier im Brandschutz und eine Fortbildung zur Atemschutzgerätewartin absolviert. „Als Atemschutzgerätewartin bin ich verantwortlich für das Material, das die Feuerwehrschule für die Ausbildungen der Brandmeisteranwärterinnen und -anwärter benötigt“, so Willmann.

Brandschützerin Monja Willmann bei der Materialausgabe (Quelle: PIZ Personal/Tobias Kliesing)

Brandschützerin Monja Willmann bei der Materialausgabe (Quelle: PIZ Personal/Tobias Kliesing)

PIZ Personal/Tobias Kliesing


Schwarz-Weiß-Bereich

„Alles, was nach einer Feuerwehrübung zurückkommt, gehört in den sogenannten Schwarzen Bereich. Dort werden von mir die dreckigen Schutzanzüge, aber auch die Atemschutzgeräte eingelagert. Nach einer Brandschutzübung ist alles voller Ruß“, erklärt Willmann. Die Anzüge werden dann gewaschen und Ausrüstungsgegenstände zerlegt und gereinigt. So kann die Atemschutzgerätewartin bei jedem Gegenstand prüfen, ob dieser auch noch ordnungsgemäß funktioniert. Was kaputt ist, wird ausgetauscht. Zudem kümmert sich Monja Willmann darum, dass alle Atemschutzgeräte vorschriftsmäßig befüllt sind und prüft bei jeder Atemschutzmaske, ob sie dicht ist. „Wenn dann alles geprüft und gereinigt ist, wird das Material bis zur nächsten Herausgabe im weißen Bereich gelagert“, ergänzt Willmann.

Monja Willmann skatet gerne mit ihren Inlinern. Im Sommer fährt sie sogar mit den Rollschuhen von Stetten am kalten Markt zur Kaserne. Auf Reaktionsschnelligkeit kommt es in ihrem Beruf auch an. „Ich liebe den Kick und habe keine Angst vor Feuer, aber natürlich Respekt“, so die Brandschützerin. „Für mich gab es während der Ausbildung zur Brandschützerin ein besonders nachhaltiges Erlebnis.“ Da war sie gemeinsam mit anderen Auszubildenden in der Übungsanlage Flash Over. Dort erlebte Willmann eine Feuerwalze, live in einem Container. „Eine Extremsituation, bei der das Feuer über unsere Köpfe rollte. Da habe ich gelernt, wie ich so eine Feuerwalze bekämpfen kann.“

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Stabsunteroffizier Monja Willmann prüft eine Atemschutzmaske. Sie will wissen, ob sie dicht ist.

Stabsunteroffizier Monja Willmann prüft eine Atemschutzmaske. Sie will wissen, ob sie dicht ist.

PIZ Personal/Tobias Kliesing
Stabsunteroffizierin Monja Willmann im weißen Bereich der Atemschutzwerkstatt.

Stabsunteroffizierin Monja Willmann im weißen Bereich der Atemschutzwerkstatt.

PIZ Personal/Tobias Kliesing
Stabsunteroffizier Monja Willmann hängt nach dem Waschen die Chemikalienschutzanzüge zum Trocknen auf.

Stabsunteroffizier Monja Willmann hängt nach dem Waschen die Chemikalienschutzanzüge zum Trocknen auf.

PIZ Personal/Tobias Kiesing

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Monja Willmann hat es geschafft und einen Job bei der Feuerwehr der Bundeswehr gefunden. „Wer sich als Brandschützerin oder Brandschützerd in einem der Karrierecenter der Bundeswehr bewerben möchte, darf keine Angst vor Feuer oder Höhe haben. Schließlich geht es bei uns nicht nur um Brandbekämpfung, sondern auch darum, Menschen zu retten. Dabei müssen Brandschutzkräfte mitsamt der schweren Ausrüstung Personen aus Gebäuden retten können. Da braucht man Kraft und eine Top Kondition“, erklärt die Brandschützerin zum Abschluss.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf den Karriereseiten der Bundeswehr.

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von Tobias Kliesing  E-Mail schreiben