Bundeswehr-Karriereberatung: Das erste Beratungsgespräch

Bundeswehr-Karriereberatung: Das erste Beratungsgespräch

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Datum:
Ort:
Düsseldorf
Lesedauer:
3 MIN

Die Bundeswehr zählt zu den größten Arbeitgebern Deutschlands und bietet mehr als 1.000 Karrieremöglichkeiten. Damit Bewerbung und Berufseinstieg gelingen, stehen die Karriereberaterinnen und Karriereberater der Bundeswehr Interessierten deutschlandweit mit Rat und Tat zur Seite.

Christine Hauptmann erklärt in ihrem Büro dem Interessenten Michael Stankowski das Bewerbungsverfahren bei der Bundeswehr.

Der Weg zur Bundeswehr beginnt in Karriereberatungsbüros der Bundeswehr.

PIZ Personal/Tobias Kliesing

Der Weg zu einer Karriere bei der Bundeswehr beginnt für viele in einem der Beratungsbüros der Bundeswehr. In Düsseldorf befindet sich dieses im Erdgeschoss der Bundesagentur für Arbeit. Dort in einem von sechs Büros arbeitet die 31-jährige Christine Hausmann als Karriereberatungsoffizier. Vor rund eineinhalb Jahren hat sie die Leitung des Beratungsbüros übernommen. Zu ihrem Beratungsteam gehören zwei Beratungsfeldwebel und eine zivile Karriereberaterin, die Beamtin im gehobenen Dienst der Bundeswehr ist. Damit alles rund läuft, unterstützen zwei Mannschaftssoldaten das Beratungspersonal. Das ist auch gut so, denn schließlich informieren die Beraterinnen und Berater täglich eine Vielzahl von Interessierten und unterstützen sie bei ihren Bewerbungen.


Blick über die Schulter enes Interessenten, der auf einem Tablet bundeswehrkarriere.de besucht.

Oft der Erstkontakt: Auf www.bundeswehrkarriere.de können Interessierte ein Beratungsgespräch mit der Karriereberatung der Bundeswehr vereinbaren.

PIZ Personal/Andreas Metka

,,In der Regel erfolgt der Erstkontakt über das Internet. Auf der Karriereseite Bundeswehr befindet sich der Beratungsstellenfinder. Über diesen können die Interessenten dann mit uns Kontakt aufnehmen. Das geht telefonisch oder über ein Kontaktformular“, sagt Frau Hauptmann Hausmann. Anschließend erhalten diese einen Termin für das Erstberatungsgespäch.

So war es auch beim 19-jährigen Michael Stankowski. Wir begleiten ihn in seinem ersten Beratungsgespräch bei Christine Hausmann.  

Erstes Beratungsgespräch

Als Erstes spricht die Karriereberaterin mit Stankowski darüber, ob er besondere Interessen oder einen bestimmten Berufswunsch bei der Bundeswehr hat. „An dieser Stelle kann ich bereits feststellen, wie gut sich der Interessent auf das Gespräch vorbereitet hat und wie sehr er für einen Beruf bei der Bundeswehr motiviert ist. Ein Job bei der Bundeswehr ist schließlich etwas Besonderes und zum Soldatenberuf gehören auch Auslandseinsätze“, sagt Hausmann nach dem Gespräch.

Michael Stankowski möchte gerne in die Feldwebellaufbahn eintreten, die der Meisterebene entspricht. Da er jedoch über ein Abitur verfügt, stehen ihm grundsätzlich alle Möglichkeiten in der Bundeswehr offen. Deshalb stellt ihm Christine Hausmann auch Alternativen vor. Schließlich können bis zu drei Wünsche in dem Bewerbungsbogen angegeben werden, zum Beispiel auch als Offizier. In welcher Laufbahn er beginnen kann, wird sich beim Auswahlverfahren, dem Assessment, in einem der Karrierecenter der Bundeswehr herausstellen.

Die Bundeswehr bietet viele Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, erst mal in einer anderen Laufbahn zu starten, falls es nicht gleich mit der Feldwebeleignung klappt. Hausmann erklärt: „Der Freiwillige Wehrdienst kann für Sie von Vorteil sein. Schließlich können Sie so für eine festgelegte Zeit erst mal in die Bundeswehr hinein schnuppern. Später können Sie sich dann entscheiden, ob Sie bleiben wollen oder nicht.“

Christine Hausmann erklärt in ihrem Büro dem Interessenten Michael Stankowski das Bewerbungsverfahren der Bundeswehr.

Karriereberatungsoffizier Christine Hausmann erklärt in ihrem Büro dem Interessenten Michael Stankowski das Bewerbungsverfahren der Bundeswehr.

PIZ Personal/Tobias Kliesing

Körperliche Eignung

Dann erkundigt sich Hauptmann Hausmann bei Stankowski nach gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Allergien. Das ist wichtig, denn bereits eine Lebensmittelunverträglichkeit kann beispielsweise zu einem Ausschluss führen - die Truppenküche kann bei der Zubereitung der Mahlzeiten nicht alles berücksichtigen. „Erst recht nicht, wenn man im Auslandseinsatz ist“, fügt die Soldatin hinzu.

Bewerbungsbogen

Schließlich erklärt Hausmann dem Abiturienten den Bewerbungsbogen. Das hilft nicht nur den Interessentinnen und Interessenten, es spart auch Zeit. Denn die Bewerberinnen und Bewerber sollen den Bogen bei ihrem nächsten Termin im Karriereberatungsbüro möglichst vollständig ausgefüllt wieder mitbringen. Der zweite Termin stellt den Abgabetermin dar. Danach händigt sie Stankowski noch die Auflistung der notwendigen Bewerbungsunterlagen aus und vereinbart gemeinsam mit ihm einen Abgabetermin.

Nach etwa einer Stunde ist das Beratungsgespräch zu Ende. „Mir hat es sehr gut gefallen. Frau Hauptmann Hausmann hat alle offenen Fragen verständlich und ehrlich beantwortet und mich auf die Gefahren des Soldatenberufs hingewiesen. Ich weiß jetzt genau, was ich mit meinem Abschluss bei der Bundeswehr machen kann“, sagt Stankowski nach dem Gespräch.

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von Tobias Kliesing  E-Mail schreiben