Unsere Organisation

So organisieren wir unsere Arbeit.

Das Grob-Organigramm des Bundessprachenamtes
Pixabay

Drei Abteilungen ein Ziel

Die Arbeit im Bundessprachenamt gliedert sich in drei Abteilungen: Zentrale Angelegenheiten, Sprachausbildung und Sprachmittlerdienst. Außerdem gibt es den Beauftragten für die Angelegenheiten des Militärischen Personals und einen Leitungsstab.

Mehr zur Arbeit der drei Abteilungen

Die Abteilung Sprachausbildung übernimmt mehrere Aufgaben:

  • Fremdsprachliche Ausbildung für das Personal des Bundes und der Länder in über 50 Sprachen
  • Ausbildung in Deutsch als Fremdsprache für jährlich etwa 700 ausländische Soldatinnen und Soldaten sowie Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer aus rund 60 Nationen
  • Entwicklung von Grundlagen für die Sprachausbildung
  • Erstellung von Lehr-, Lern- und Prüfmitteln
  • Fachkontakte zu Ausbildungseinrichtungen und Hochschulen im In- und Ausland

Hierzu stehen ca. 400 Lehrkräfte, Wissenschaftliche Fachkräfte, Fremdsprachenassistentinnen und Fremdsprachenassistenten sowie Verwaltungspersonal an über 30 Dienstorten zur Verfügung.

Die Abteilung gliedert sich in zwei abteilungsübergreifende Dienstleistungen erbringende Referate, Grundsatzangelegenheiten und Grundlagen der Sprachausbildung, sowie 12 ausbildende Referate.

Detaillierte Informationen zu den Lehrgängen und Ansprechstellen finden Sie hier.

Der Auftrag der Abteilung Sprachmittlerdienst umfasst:

  • Fertigung von Übersetzungen für Auftraggeber vor allem aus dem Geschäftsbereich des Verteidigungsministeriums
  • Dolmetscheinsätze für die Bundeswehr
  • Erarbeitung und Bereitstellung von Terminologie für die Bundeswehr
  • Erprobung und Einführung computerunterstützter Übersetzungshilfen und maschineller Übersetzungssysteme
  • Mitwirkung in nationalen und internationalen Sprachpflege- und Sprachnormungsgremien
  • Kooperation mit Sprachen- und Übersetzungsdiensten des In- und Auslandes

Die Abteilung gliedert sich in 16 Referate: zwei sind mit steuernden, koordinierenden und abteilungsweit unterstützenden Funktionen betraut, während die weiteren vierzehn in erster Linie die Übersetzungs- und Dolmetschaufträge aus dem gesamten Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung wahrnehmen.

Zum Teil sind die Referate in der Zentrale in Hürth beheimatet, zum Teil aber auch als dezentrale Referate bzw. Referatsanteile bei verschiedenen Kommandobehörden und Einrichtungen der Bundeswehr untergebracht. Dort erbringen sie die von diesen Stellen benötigten fremdsprachlichen Dienstleistungen bedarfsgerecht direkt vor Ort.

Detaillierte Informationen zu unseren Dienstleistung und Ansprechstellen finden Sie hier.

Die Aufgabe der Abteilung Zentrale Angelegenheiten liegt in der zentralen Erbringung administrativer Dienstleistungen für die Abteilungen Sprachausbildung und Sprachmittlerdienst.

Aufgeteilt in vier Referate werden folgende Sachbereiche unterschieden und wahrgenommen:

  • zentrale Angelegenheiten des Bundessprachenamtes, Innere Organisation, allgemeine Verwaltungs- und Rechtsangelegenheiten, Haushalt, Sicherheit und Datenschutz, Personalangelegenheiten und Fortbildung
  • ITInformationstechnik-Administration und Bild- und Tonstelle
  • Innerer Dienst mit Unterkunfts- und Liegenschaftsverwaltung, Poststelle, Flottenmanagement und Bibliothek
  • Führung und Betreuung von Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmern aus aller Welt

Organigramm des Bundessprachenamtes

Lesen Sie hier nach, wie sich die Abteilungen um Bundessprachenamt gliedern.

Organigramm des Bundessprachenamtes : Organigramm des Bundessprachenamtes PDF, nicht barrierefrei, 29 KB
Eine Abbildung des Organigramms.

Dienst leisten, dort wo Sprachkompetenz gebraucht wird

Eine Karte mit den Standorten des Bundessprachenamtes.

Die Standorte des Bundessprachenamtes.

Bundessprachenamt

Die etwa 1.000 Beschäftigten des Bundessprachenamtes arbeiten an rund 60 Standorten in ganz Deutschland: von der Zentrale in Hürth bis Dresden, von Flensburg bis Oberammergau. Diese dezentrale Leistungserbringung – ganz nah am Bedarfsträger – ist ein wesentliches Qualitätselement der Arbeit des Bundessprachenamtes. Dementsprechend sind ungefähr die Hälfte der Beschäftigten dezentral als Übersetzerinnen und Übersetzer unmittelbar bei Kommandos sowie anderen Dienststellen und als Lehrkräfte in Ausbildungseinrichtungen der Teilstreitkräfte eingesetzt. Dies sorgt dafür, dass die dortigen Bedarfe bestmöglich bedient werden können.

Die Standortkarte als Download.

Im Interview

Was heißt eigentlich Beauftragter für Angelegenheiten militärischen Personals beim Bundessprachenamt? Was tut man dabei? Die Antworten darauf gibt Oberstleutnant Ralph Oberländer höchstpersönlich.

5 Fragen an Ralph Oberländer

Beauftragter für Angelegenheiten Militärischen Personals, Oberstleutnant

Oberstleutnant Ralph Oberländer am Redepult.

Herr Oberländer, was macht eigentlich ein Beauftragter für Angelegenheiten militärischen Personals beim Bundessprachenamt?

Als Beauftragter für die Angelegenheiten des militärischen Personals führe ich fünf Inspektionen und bin Disziplinarvorgesetzter für die meisten soldatischen Lehrgangsteilnehmenden am Bundessprachenamt. Die Bundeswehr bezeichnet das als truppendienstliche Führung. Das beinhaltet disziplinare Entscheidungen, aber auch so schöne Aufgaben, wie Beförderungen. Sowie sämtliche anderen Aspekte der Personalführung.

Oberstleutnant Ralph Oberländer am Redepult.

Ihnen unterstehen fünf Inspektionen, was sind deren Aufgaben?

Ohne die Frauen und Männer der Inspektionen, könnte ich meinen Auftrag gar nicht erfüllen. Sie setzen die Dinge vor Ort um, seien das fast 2 Beförderungen pro Woche oder über 40 Auslandsumzüge im Jahr. Je eine Inspektion ist an den Sprachenzentren in Ellwangen, Münster und Naumburg angesiedelt, da könnte ich schon auf Grund der Distanz gar nicht als unmittelbarer Vorgesetzter agieren und werde von den Inspektionschefs unterstützt. In der Zentrale in Hürth sind zwei Inspektionen: Die erste Inspektion führt und betreut die deutschen Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer, die zweite Inspektion die ausländischen Lehrgangsteilnehmenden, die am Bundessprachenamt deutsch lernen.

Oberstleutnant Ralph Oberländer am Redepult.

Was heißt denn Betreuen und Führen konkret?

Nun, Betreuung heißt bei uns beispielweise, dass wir im Jahr an die 100 Exkursionen machen. Das ist bei uns besonders, denn sie richten sich an die ausländischen Gäste. Die Lehrgangsteilnehmer aus aller Welt sollen die Bundesrepublik näher kennen lernen. Dafür fahren wir zu staatlichen oder kulturellen Institutionen oder zu Gerichtsverhandlungen. Bei uns haben aber auch schon ausländische Kameraden Schwimmen gelernt.

Oberstleutnant Ralph Oberländer am Redepult.

Unterscheiden sich dazu die Aufgaben von Inspektionen, die für deutsche Lehrgangsteilnehmende zuständig sind?

Ja durchaus. Für deutsche Soldatinnen und Soldaten kommt es darauf an, die individuellen Grundfertigkeiten (IGF) aufrecht zu erhalten und weitere militärische Ausbildungsinhalte zu vertiefen. So führt die I. Inspektion regelmäßig militärisches Schießen und Märsche durch. Dies sorgt dafür, dass militärische Lehrgangsteilnehmende am Bundessprachenamt reibungslos in die anschließenden Verwendungen in der Bundeswehr übergehen können.

Maßnahmen der politischen Bildung gibt es aber auch für die Lehrgangsteilnehmenden aus der Bundeswehr. Häufig entstehen solche Maßnahmen auf Wunsch der Lehrgangsteilnehmenden und haben einen Bezug zur Sprachausbildung oder den Folgeverwendungen. Natürlich unterstützen meine Frauen und Männer auch dabei.

Oberstleutnant Ralph Oberländer am Redepult.

Im Vergleich zu Ihren anderen Verwendungen in der Bundeswehr: Was ist das Besondere am Dienst als Beauftragter für die Angelegenheiten des militärischen Personals?

Im Gegensatz zu meinen bisherigen militärisch geprägten Verwendungen zum Beispiel als Bataillonskommandeur, kommt es als Beauftragter für die Angelegenheiten des militärischen Personals am Bundessprachenamt sehr darauf an, die Aspekte ziviler Führung in das eigene Handeln einzubeziehen. Ich habe viel Kontakt mit zivilen Beschäftigten der Bundeswehr. Das sind Referatsleitungen im Bundessprachenamt, Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer in den unterschiedlichsten Bereichen. Aber auch die Führung des Hauses ist zivil und auch unser Gespräch gerade, führe ich ja mit dem zivilen Pressesprecher des Amts. Das ist für einen Stabsoffizier eine Herausforderung - ich habe das immer als persönlich bereichernd und auch eine wohltuende Arbeitsatmosphäre empfunden. Mich hat die Arbeit persönlich weiter gebracht. Zum Ende meiner Dienstzeit waren die fünf Jahre als Beauftragter für die Angelegenheiten des militärischen Personals am Bundessprachenamt eine sehr schöne Abrundung.

Oberstleutnant Ralph Oberländer am Redepult.

Mehr zu unserer Arbeit

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