Glücklicherweise gibt es nur wenige Ärzte, die Impfungen ablehnen. Diese Ablehnung fußt aber in aller Regel nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine wichtige Rolle spielen hierbei oft religiöse, weltanschauliche oder philosophische Gründe, manchmal auch schlicht die vermeintliche eigene Erfahrung. Alternative medizinische Ansätze sind aber keineswegs mit der Idee des Impfens unvereinbar. Freiburger Forscher stellten vor einigen Jahren bei einer Befragung von über 200 homöopathisch orientierten Ärzten fest, dass diese die „klassischen“ Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio fast ebenso häufig verabreichen wie ihre schulmedizinisch orientierten Kollegen. Auch bei der Masernimpfung findet mittlerweile – nicht zuletzt auch aufgrund des Masernschutzgesetztes – ein Umdenken statt. Viele naturheilkundlich oder homöopathisch ausgerichtete Ärzte empfehlen inzwischen ausdrücklich diese Impfung.