Sanitätsdienst

Prüfen – Rufen – Drücken

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  • Medizin & Gesundheit
  • Sanitätsdienst
Datum:
Ort:
Bundesweit
Lesedauer:
3 MIN

Es sind drei einfach Schritte, die Leben retten. Und jeder kann helfen. Wenn Menschen ohne medizinische Ausbildung einen anderen Menschen durch die Kompression des Herzens das Leben retten, spricht man von Laienreanimation. Der Deutsche Rat für Wiederbelebung hat diesem Thema eine ganze Woche gewidmet: Die Woche der Wiederbelebung. Und der Sanitätsdienst der Bundeswehr ist dabei.

Ein Soldat kniet über einer Puppe und übt die Kompression des Herzens.

Bei der Laienreanimation liegt der Fokus auf der Kompression des Herzens. Sie soll so lange durchgeführt werden, bis Fachpersonal die bewusstlose Person übernehmen kann.

Bundeswehr/Marco Dorow

Plötzlicher Herzstillstand ist die dritthäufigste Todesursache weltweit. Bereits nach drei bis fünf Minuten beginnt das Gehirn ohne eine ausreichende Sauerstoffversorgung unwiderruflich Schaden zu nehmen. Der Tod oder eine lebenslange Behinderung können das Ergebnis einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff sein. Dabei kann eine zügig begonnene Wiederbelebung durch umstehende Beobachterinnen oder Beobachter die Chance auf ein Überleben verdoppeln bis verdreifachen. Um das Bewusstsein für dieses Thema zu wecken, hat der Deutsche Rat für Wiederbelebung die Woche der Reanimation ausgerufen. Diese Organisation ist eine Expertenkommission, die aus vielen Arbeitsgruppen besteht und die Zusammenarbeit zwischen Verbänden und Personen, die sich mit den verschiedenen Aspekten der Wiederbelebung befassen, unterstützt, fördert und harmonisiert. Außerdem findet am 16. Oktober 2021 der jährliche „World Restart a Heart Day“, der weltweite Tag der Wiederbelebung, statt. Eine Initiative, um das Thema außerklinischer Herzstillstände in der Gesellschaft immer wieder in den Fokus zu rücken.

Ein Tag, um Leben zu retten

Der Aktionstag steht ganz im Zeichen der „Laienreanimation“, also der Wiederbelebung durch medizinisch nicht ausgebildete Helfer. Diese sollen in möglichst großer Anzahl in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult werden, um helfen zu können, wenn Hilfe gebraucht wird. Hierfür veranstalten seit 2018 die nationalen und teils internationalen Fachgesellschaften zur Wiederbelebung an diesem Tag sowie in den Wochen davor und danach, weltweit diverse Aktionen, wie beispielsweise kostenlose Auffrischungskurse an öffentlichen Plätzen.

Woche der Wiederbelebung

Bei wem der letzte Erste-Hilfe-Kurs in Vorbereitung auf den Führerschein schon etwas länger zurückliegt, bekommt die Möglichkeit zur Auffrischung auch hierzulande - trotz der aktuellen Corona-Situation – auf verschiedenen Veranstaltungen. Vom 20. bis 26. September 2021 ruft der Deutsche Rat für Wiederbelebung hierzu erneut zur jährlichen „Woche der Wiederbelebung“ auf und plant diverse Aktivitäten in ganz Deutschland. Auch der Sanitätsdienst wird diese Woche unterstützen und sieben Tage lang Informationen und Berichte rund um das Thema Laienreanimation veröffentlichen.

„Jeder kann Leben retten“

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Das deutsche Motto zum „World Restart a Heart Day“ könnte treffender nicht sein. Denn jeden kann es treffen, ob als Retter oder Retterin, als Betroffene oder Betroffener. Leider wird in zu wenigen Fällen mit der Wiederbelebung durch umstehende Beobachter begonnen. Ziel ist es, die Zeit bis die Rettungsdienste eintreffen, mit einer Herzdruckmassage zu überbrücken. Wie von Flottillenarzt Dr. Christoph Jänig, Oberarzt des Rettungsdienstes des BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz betont, gilt dabei der entscheidende Grundsatz: „Falsch macht nur, wer nichts macht“.

Erste Hilfe  eine Herzensangelegenheit

Das Mantra „Falsch macht nur, wer nichts macht“ bekommt jeder Soldat in der Ausbildung zum Einsatzersthelfer A in der Grundausbildung eingeimpft. Und auch danach ist eine jährliche Auffrischung der Kenntnisse in Selbst- und Kameradenhilfe zum Erhalt der individuellen Grundfertigkeiten vorgegeben. Auf höchstem professionellen Niveau wird Notfallmedizin, als einer der Schwerpunkte des Sanitätsdienstes, in den Sanitätsregimentern, den Sanitätsstaffeln Einsatz und den Bundeswehrkrankenhäusern trainiert und ausgeübt. Nur so kann eine auf den Einsatz ausgerichtete Militärmedizin zu einer optimalen Versorgung der Kameraden und Kameradinnen in den Auslandseinsätzen führen. 

von Dr. Sven Kühn

Alles zur Woche der Wiederbelebung

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