Sanitätsdienst

Deutsch-französisches Seminar im virtuellen Raum

Deutsch-französisches Seminar im virtuellen Raum

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Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

Das Deutsch-Französische Strategische Seminar gehört zu einer festen Größe in der Zusammenarbeit beider Sanitätsdienste. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch und persönliche Kontakte, der für die Zusammenarbeit so essentiell ist. Doch angesichts der Corona-Pandemie wurde die hochrangige Veranstaltung am 30. November 2020 in den virtuellen Raum gelegt.

Ein französischer Soldat mit einer Mund-Nasen-Bedeckung, zu sehen auf drei Bildschirmen während einer Videokonferenz.

Der Inspekteurs des Sanitätsdienstes der französischen Streitkräfte, Médecin général des armées Dr. Philippe Rouanet de Berchoux mit seinem Team.

Bundeswehr/Markus Dittrich

Bei der mehrstündigen virtuellen Veranstaltung unter Führung des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner, und des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der französischen Streitkräfte, Médecin général des armées Dr. Philippe Rouanet de Berchoux, gab es einen intensiven Austausch über die strategischen Auswirkungen der SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom-CoV-2 Pandemie auf beiden Seiten. Dabei wurden auch mögliche weitere Kooperationsfelder zwischen den beiden Sanitätsdiensten erörtert.

Effiziente deutsch-französische Zusammenarbeit

Ein Soldat sitzt an einem Schreibtisch und unterzeichnet eine Urkunde

Beide Inspekteure unterzeichneten die “Terms of Reference” um die gemeinsamen Projekte zukünftig noch besser steuern und koordinieren zu können.

Bundeswehr/Markus Dittrich

Ein Schwerpunkt des Seminars war die intensive Beleuchtung der sanitätsdienstlichen Arbeitsergebnisse im Rahmen der Arbeitsgruppe Militärische Zusammenarbeit (AG MiLZA). Die Zusammenarbeit innerhalb der Unterarbeitsgruppe Sanität (UAG San) ist sehr facetten- und themenreich. Um die gemeinsamen Projekte zukünftig noch besser zu steuern und zu koordinieren, wurden die sogenannten „Terms of Reference“ von beiden Inspekteuren gebilligt und in Kraft gesetzt. Übereinstimmend schätzten beide Inspekteure die binationale Zusammenarbeit als effizient und gerade in der Krise als sehr belastbar ein. Die Inspekteure vereinbarten auch für die Zukunft einen regelmäßigen Austausch und engen Kontakt.

Neue Führung im französischen Sanitätsdienst

Zwei Soldaten sitzen nebeneinander an Tischen

Auf deutscher Seite nahm neben dem Inspekteur auch der Abteilungsleiter A im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr, Generalarzt Dr. Johannes Backus (rechts) an der Videokonferenz teil.

Bundeswehr/Markus Dittrich

Dr. Rouanet de Berchoux hat das Amt als Inspekteur des Sanitätsdienstes der französischen Streitkräfte seit dem 1. November 2020 übernommen. Generaloberstabsarzt Dr. Baumgärtner wünschte seinem Amtskollegen viel Erfolg in seiner neuen Funktion. Dabei sprach Dr. Baumgärtner auch seinen Dank an die Vorgängerin, Médecin général des armées Dr. Maryline Gygax Généro aus. Personalveränderungen gab es auch bei den Co-Präsidenten der Unterarbeitsgruppe Sanität. Auf französischer Seite wurde Médecin général Dr. Emmanuel Angot als neuer Co-Präsident vorgestellt. Der Abteilungsleiter A des Kommandos Sanitätsdienst der Bundeswehr, Generalarzt Dr. Johannes Backus, hat dieses Amt für den Sanitätsdienst der Bundeswehr inne.

Arbeitsgruppe Militärische Zusammenarbeit

Die Arbeitsgruppe Militärische Zusammenarbeit ist ein seit Jahrzehnten etabliertes Format, bei der auf höchster militärischer Ebene deutsch-französische Projekte und Kooperationen wechselseitig in Frankreich oder Deutschland zusammengetragen und vorangetrieben werden. Sie besteht aus verschiedenen Unterarbeitsgruppen, die alle Bereiche der Streitkräfte abdecken. Die UAG Sanität bildet dabei alle medizinischen Aspekte der Zusammenarbeit ab. Sie selbst besitzt wiederum mehrere Expertenpanels zu verschiedenen Themenfeldern, beispielsweise zur Ausbildung oder Digitalisierung. Diese Expertenpanels sind binational besetzt.

Deutsch-französisches Strategisches Seminar

Das Strategische Seminar ist ein jährlich wechselseitig in Deutschland oder Frankreich stattfindendes Treffen, das den Inspekteuren der jeweiligen Sanitätsdienste die Möglichkeit zur Besprechung von strategischen Themen zum einen und den Abgleich der Entwicklungen aus der AG MilZA zum anderen gibt.

von Christoph Berndt

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