Sanitätsdienst

Vertrauen schaffen

Vertrauen schaffen

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  • Sanitätsdienst
Datum:
Ort:
Weißenfels
Lesedauer:
1 MIN

Mit diesem Ziel fand erstmalig eine Zusammenziehung der Einsatzgeschädigten im Standortbereich Weißenfels statt. Am 28. September 2020 traf man sich im Café del Mar in Weißenfels. Eingeladen hatte das Psychosoziale Netzwerk (PSNPsychosoziales Netzwerk).

Frauen und Männer sitzen in kleinen Gruppen in einem Café an Tischen und unterhalten sich.

Im Café haben alle Teilnehmenden der Veranstaltung Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen.

Bundeswehr/Anett Escher

Gastgebende waren der Sozialdienst, zwei Vertretungen des Sanitätsversorgungszentrum Weißenfels, der Truppenpsychologe des Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, die militärische Gleichstellungsbeauftragte, die Lotsin des Sanitätsregiment 1, die katholische Militärseelsorge und der Berufsförderungsdienst. Elf einsatzgeschädigte Soldaten und Soldatinnen folgten dieser Einladung und nutzten die Möglichkeit, miteinander, aber auch innerhalb des PSNPsychosoziales Netzwerk, zu kommunizieren.

Gespräche untereinander im Mittelpunkt

Nach einer gegenseitigen Vorstellungsrunde standen die Gespräche untereinander im Mittelpunkt der Veranstaltung. Hierbei ging es um Themen wie die Bekanntheit der Lotsen am Standort Weißenfels, Möglichkeiten der Teilnahme am Betrieblichen Gesundheitsmanagement, Wahl der Therapieform und den Austausch darüber. Der letzte Teil der zweistündigen Veranstaltung diente dem Feedback. Ein emotionaler Wunsch fast aller Beteiligten bestand darin, größere Akzeptanz in der Truppe zu erlangen.

Erfahrungsaustausch sehr wichtig

Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Dienststellenleitungen in zukünftigen Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch gern gesehen sind. Die einsatzgeschädigten Soldaten und Soldatinnen fühlen sich oftmals nicht als vollwertig anerkannt; dies ergibt sich aus alltäglichen Situationen im Dienstbetrieb bezüglich der Aufgaben und Einsatzgebiete innerhalb einer Einheit. Ein häufig angesprochenes Problem ist die Unsicherheit und Ressentiments von Vorgesetzten. Eine regelmäßige Veranstaltung mit verschiedenen Vortragsanteilen zum Beispiel von der Zentralen Ansprech-, Leit- und Koordinierungsstelle für Menschen, die unter Einsatzfolgen leiden (ZALKZentralen Ansprech-, Leit- und Koordinierungsstelle für Menschen, die unter Einsatzfolgen leiden), ist einstimmig gewünscht worden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Treffen durchweg positiv gesehen wurde, da Berührungsängste abgebaut und Vertrauen aufgebaut werden konnte. Für die Zukunft gilt es, dieses Vertrauen weiter auszubauen und negative Gefühle gegenüber Führungsebenen abzubauen. Dieser Weg sollte mit viel Offenheit gemeinsam beschritten werden.

von Anett Escher

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