Sanitätsdienst
Lehrübung

Leistungsschau des Sanitätsdienstes

Leistungsschau des Sanitätsdienstes

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  • Sanitätsdienst
Datum:
Ort:
Feldkirchen
Lesedauer:
2 MIN

Auf der Informationslehrübung in Feldkirchen präsentierte der Sanitätsdienst der Bundeswehr seine Fähigkeiten. Im Fokus stand dabei die Rettungskette, die den Weg vom Ort der Verwundung bis zur klinischen Versorgung umfasst.

Auf insgesamt zwei Wochen verteilt zeigten die Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsdienstes bei teils heißen Temperaturen die medizinische Versorgung von Verwundeten. Die Veranstaltung richtete sich dabei an aktive Soldatinnen und Soldaten – auch anderer Nationen, Lehrgangsteilnehmende des Generalstabslehrgangs, Militärattachés sowie Vertretende aus Politik, Wirtschaft und Hilfsorganisationen.

Realitätsnahe Darstellung

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Ein Mann in Uniform erklärt auf einer Tribüne vvor Personen etwas

Auch der Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner, begleitete die Informations- und Lehrübung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr

Bundeswehr / Andreas Schmidt
Versorgung von verwundeten Soldaten

Die Rettungskette beginnt bereits am Ort der Verwundung. Erste sanitätsdienstliche Maßnahmen, wie die Blutstillung, müssen sofort erfolgen.

Bundeswehr/Andreas Schmidt
Ein Sanitätsfahrzeug liefert verwundete Soldaten an. Im Hintergrund ist ein Behandlungszelt erkennbar.

Das geschützte Transportfahrzeug GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug Boxer bringt die Verwundeten zur weiteren sanitätsdienstlichen Behandlung in eine Einrichtung der Behandlungsebene 1.

Bundeswehr/Minh Vu
Eine Frau in einem Schutzanzug betreut einen verwundetn Soldaten. Links stehen weitere Personen die zu schauen

Auch die umfangreiche Behandlung von kontaminierten Verwundeten wurde auf der ILÜInformationslehrübung San präsentiert

Bundeswehr/André Werkmeister
Soldaten stehen vor einem Fahrzeug und sind im Gespräch

Auf der Informations- und Lehrübung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr 2022 hatten die Besucherinnen und Besucher genug Zeit für Gespräche mit den Sanitätssoldatinnen und -soldaten

Bundeswehr/Minh Vu
Eine weiße Drohne landet vor einem Zelt

Auch neue Möglichkeiten der Technik wurden auf der ILÜInformationslehrübung San präsentiert. Mit der Drohne können unter anderem Medikamente oder Laborproben bis zu 90 Kilometer weit transportiert werden.

Bundeswehr/Minh Vu

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Generalstabsarzt Dr. Norbert Weller, Chef des Stabes im Kommando Sanitätsdienst, führte die Besucherinnen und Besucher am letzten Tag der Lehrübung durch das straffe Programm. Nach einer kurzen Einführung in die Lage, zeigte das medizinische Personal die Vorgehensweise, wenn Soldatinnen oder Soldaten im Gefecht verwundet werden. Dr. Weller war es wichtig, dass realitätsnahe Bilder gezeigt werden, die sich den Zuschauern einprägen. Die Darstellungen sorgten dafür, dass die Besuchenden schnell mittendrin im Geschehen waren. Mit routinierten Handgriffen versorgten die Kräfte die Verwundeten bis zu ihrem Abtransport mit einem gepanzerten Sanitätsfahrzeug.

Behandlung von kontaminierten Verwundeten

Nicht immer können Verwundete sofort auf den OP-Tisch gelegt werden. Bei kontaminierten Patientinnen und Patienten muss zunächst eine Dekontamination erfolgen. Auch diese konnten die Besuchenden der Lehrübung mitverfolgen. Ohne ausreichend und qualitativ hochwertiges Material wäre eine solche medizinische Versorgung nicht möglich. Daher konnte jeder einen Blick hinter die Kulissen wagen und erfahren, was an Material und Gerät notwendig ist, um die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Diese soll im Behandlungsergebnis dem zivilen Standard in Deutschland entsprechen.

In den dargestellten Szenarien kamen sowohl bereits etablierte Fahrzeuge zum Einsatz, als auch futuristische Elemente wie eine Drohne. Somit können dringend benötigte Materialien, wie zum Beispiel Medikamente, schnell geliefert werden. Das System „Sanitätsdienst“ mit den Regimentern und dem medizinischen Personal aus den Bundeswehrkrankenhäusern entfaltet im Einsatz seine volle Wirkung. Das Feedback aus dem Besucherkreis war überaus positiv. Die Informationslehrübung hat tiefe Einblicke in dieses System und die Organisation der Rettungskette zugelassen.

von Matthias Frank