Sanitätsdienst

Medizinische Hilfe auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Medizinische Hilfe auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

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Datum:
Ort:
Weißkeißel
Lesedauer:
2 MIN

Das Team des Sanitätsunterstützungszuges Weißkeißel sorgt für die medizinische Betreuung der Soldatinnen und Soldaten während der Übungen. Leutnant zur See Daniel Wünsche ist Zugführer. Der 43-Jährige koordiniert seit Oktober vergangenen Jahres das Sanitätspersonal auf Deutschlands fünftgrößtem Truppenübungsplatz .

Ein Mann steht an einem Sanitätsfahrzeug der Bundeswehr

Leutnant zur See Daniel Wünsche führt den Sanitätsunterstützungszug auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen

Bundeswehr/LKdoSN

Wenn auf deutschen Truppenübungsplätzen geübt wird, sind Sanitätskräfte auch dabei. Sie sind vor Ort, um bei Bedarf umgehend notfallmedizinische Hilfe leisten zu können. Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz koordiniert Leutnant Wünsche den Einsatz von 34 Sanitäterinnen und Sanitäter. Die ausgebildeten Notfall- oder Einsatzsanitäter gehören bei allen Übungen auf dem Truppenübungsplatz fest zur Planung dazu. „Falls etwas passiert, übernehmen wir vor Ort die Erstversorgung. Vor Ort sichern wir die Vitalfunktionen des Patienten. Danach übernimmt der Rettungsdienst und bringt den Verletzten in ein ziviles Krankenhaus zur weiteren Behandlung“, erklärt Wünsche.

Gut ausgestattet für den Notfall

Im Vordergrund liegen medizinische Instrumente, dahinter stehen Soldaten in einem Container

Sanitätssoldatinnen und -Soldaten der Bundeswehr sind auf einen medizinischen Notfall gut vorbereitet

Bundeswehr/LKdoSN

Sieben Zweitonner-Krankenkraftwagen und zwei Fahrzeuge vom Typ Mercedes Benz G280 gehören zum Team des Sanitätsdienstes auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz. „Wenn wir als Sanitäter bei einer Übung vor Ort sind, haben wir neben dem Rettungsrucksack noch diverse andere medizinische Geräte dabei, um effizient Notfallmedizin am Unfallort betreiben zu können.“ Bis zu 1.700 Soldatinnen und Soldaten können gleichzeitig auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz üben. „Wenn der Platz voll belegt ist, sind wir mit bis zu sechs Teams teilweise im Tag- und Nachtdienst draußen, um im Notfall vor Ort zu sein“, erzählt Wünsche.

„Ich stimme mich eng mit dem militärischen Einplaner auf dem Truppenübungsplatz ab, denn für einen sicheren Übungsbetrieb ist es entscheidend, dass wir gleich da sind, falls wir benötigt werden“, erzählt Wünsche von seiner Arbeit. Sowohl nationale als auch internationale übende Truppe wird durch den Sanitätsdienst auf dem Truppenübungsplatz versorgt. Zwei Ärzte gehören ebenfalls zum medizinischen Team auf dem Truppenübungsplatz.

Zur Person

Leutnant zur See Wünsche dient seit 25 Jahren bei den Streitkräften. Als 18-Jähriger startete der geborene Sachse 1996 direkt nach dem Abitur im Sanitätsdienst. Nach Stationen als Krankenpflegehelfer, Taucherarztgehilfe und Rettungssanitäter kam er 2020 im Juli auf den Truppenübungsplatz. Im Jahr 2000 hat er eine zivile Ausbildung zum Laborassistenten absolviert. Dann entschied sich Wünsche 2016 für den Wechsel in die Laufbahn der Fachdienstoffiziere und begann 2017 mit der dreijährigen Ausbildung im niedersächsischen Faßberg. Heute wohnt er im sächsischen Neugersdorf.

Investition in die Infrastruktur

Ein Gebäude-Rohbau, daneben zwei Soldaten

Leutnant zur See Daniel Wünsche (rechts) koordiniert den Bau des neuen Unterkunftsgebäudes

Bundeswehr/LKdoSN

Gerade ist Wünsche neben seinem Dienst als Zugführer auch noch eine Art Bauleiter. Für 21 Kameradinnen und Kameraden des Truppenübungsplatzes entsteht im Lager Haide ein neues Unterkunftsgebäude. In dem zweistöckigen Haus werden moderne Zimmer mit Aufenthaltsbereich, TV, Kühlschrank, Bad und WC eingerichtet. Fertig wird die neue Unterkunft voraussichtlich im Sommer 2022. In dem neuen Haus soll dann das Stammpersonal, das auf dem Truppenübungsplatz eingesetzt ist, untergebracht werden.

von Cornelia Riedel

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