Sanitätsdienst

Blutspendeaktion in der Evenburg-Kaserne trotz COVID-19-Pandemie

Blutspendeaktion in der Evenburg-Kaserne trotz COVID-19-Pandemie

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Datum:
Ort:
Leer
Lesedauer:
2 MIN

Das Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst „Ostfriesland“ (KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst) in Leer führt regelmäßig in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRKDeutsches Rotes Kreuz) Blutspendeaktionen durch. Die aktuelle Blutspendeaktion fand allerdings unter besonderen Rahmenbedingungen statt. Wichtigste Aufgabe neben der Gewinnung von Blut war die Vermeidung der Verbreitung des SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom-CoV-2 Virus.

Soldaten auf Liegen halten Abstand zueinander beim Blutspenden

Abstand halten beim Blutspenden in der Mehrzweckhalle in der Leeraner Evenburg-Kaserne

Bundeswehr/Martina Hilbig

Dem Kommandeur des Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst „Ostfriesland“ (KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst), Oberstarzt Dr. Jens-Peter Evers, ist es seit jeher ein Anliegen, seine Soldatinnen und Soldaten zur Blutspende zu motivieren. Daher finden in der Leeraner Evenburg-Kaserne mindestens quartalsweise Blutspendeaktionen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRKDeutsches Rotes Kreuz) statt. Dabei werden zwischen 200 und 280 Blutkonserven gewonnen.  Die Leeraner Soldatinnen und Soldaten spenden regelmäßig. Trotz der Covid-19 Krise bedingten Abstellungen vieler Soldaten aus Leer in die Bundeswehrkrankenhäuser und trotz der Tatsache, dass derzeit viele Soldaten aus dem KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst ebenfalls im Homeoffice arbeiten, war auch jetzt die Spendebereitschaft ungebrochen hoch. Viele Soldatinnen und Soldaten waren eigens für die Aktion angereist.

Warum Blutspende ausgerechnet jetzt?

Der Kommandeur liegt auf einer Liege und bekommt Blut abgenommen

Der Kommandeur des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst, Oberstarzt Dr. Jens-Peter Evers, geht mit gutem Beispiel voran und spendet sein Blut

Bundeswehr/Martina Hilbig

Einige Blutbestandteile haben nur eine begrenzte Haltbarkeit und können daher nur eine gewisse Zeit gelagert werden. Thrombozyten sind beispielsweise nur vier bis fünf Tage einsetzbar. Arzneimittel aus Blutspenden sind für viele Patientinnen und Patienten lebensnotwendig. Im Kontext der Verbreitung des Coronavirus sind in den vergangenen Wochen Blut- und Plasmaspenden deutlich zurückgegangen, weil weniger Freiwillige bereit sind, Blut zu spenden, Unsicherheiten bestehen und zum Beispiel Schulen nicht mehr für die Blutspendeaktionen verfügbar sind. Es gibt derzeit keinen Hinweis, dass SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom-CoV-2 durch Blut übertragbar ist. Das Robert-Koch-Institut, das Paul-Ehrlich-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben daher gemeinsam empfohlen, gerade jetzt zur Blutspende zu gehen. Dieser Empfehlung ist das KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst gefolgt.

Aktion erfolgreich trotz umfangreicher Vorsichtsmaßnahmen

Ein Mitarbeiter vom DRK misst die Temperatur bei einer Soldatin.

Bereits am Eingang wird die Körpertemperatur der Blutspenderinnen und Blutspender gemessen

Bundeswehr/Martina Hilbig

Die besondere Herausforderung bestand darin, Maßnahmen zu ergreifen, um eine mögliche Virusausbreitung zwischen den Spendern und zwischen Spender und DRKDeutsches Rotes Kreuz-Personal auszuschließen. Es durften keine Warteschlagen entstehen, es mussten die Mindestabstände zwischen den Spendern eingehalten werden und selbst die Kugelschreiber für das Ausfüllen der Spendedokumentationen wurden nicht weitergereicht. Ergänzend wurde eine Untersuchungsstation vorgeschaltet, bei der die Körpertemperatur derjenigen gemessen wurde und ein spezieller COVID-19Coronavirus Disease 2019-Check durchgeführt wurde. Die Aktion war insgesamt mit 174 Spendern ein voller Erfolg, resümierten der Gebietsreferent des Blutspendedienstes des DRKDeutsches Rotes Kreuz Wilfried de Buhr und der Kommandeur des KdoKommando SESSchnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst. Beide sind jedoch froh, wenn die zukünftigen Blutspenden wieder unter den „normalen“ Bedingungen durchgeführt werden können.

von Wolfgang Ebbo Harms  E-Mail schreiben

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