Sanitätsdienst

Corona-Krise: Österreichischer Offizier unterstützt

Corona-Krise: Österreichischer Offizier unterstützt

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Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

In einem Hörsaal in der Koblenzer Falckenstein-Kaserne spricht Oberstarzt Dr. Georg Rosenmayr vor 17 Militärmusikerinnen und Militärmusikern über das Coronavirus. Der österreichische Verbindungsoffizier ist Teil des binationalen Teams, das hier sogenannte „Containment Scouts“ ausbildet.

Österreichischer Offizier steht vor Deutschen Soldaten und unterrichtet. Auf der Tafel hinter ihm steht Covid-19 und Sars-Cov-2

Internationale Zusammenarbeit: Oberstarzt Dr. Georg Rosenmayr spricht über das Coronavirus in der Ausbildung von Containment Scouts

Bundeswehr/Markus Dittrich

“Wie Sie meiner Sprache vielleicht schon entnehmen können, komme ich aus Österreich“, begrüßt der Allgemeinmediziner die Teilnehmenden. Die Musikerinnen und Musiker werden mit der eintägigen Ausbildung auf eine Aufgabe als Unterstützende in einem Gesundheitsamt vorbereitet. Hier können sie dann im Bedarfsfall als „Containment Scouts“ beispielsweise bei der zeitaufwendigen Nachverfolgung von Infektionsketten helfen.

Rosenmayr wurde im Jahr 2017 vom österreichischen Bundesministerium für Landesverteidigung von Wien nach München entsandt. In der Präventivmedizin des Kommandos Sanitätsdienst der Bundeswehr bringt der 60-jährige im Bereich „Medical Intelligence“ seine Fachexpertise ein. „Ich bin Teil eines tollen Teams und freue mich auch in der Ausbildung meine Erfahrung weitergeben zu können.“

Sammeln und Bewerten von Informationen

Dabei ist die Ausbildung der Containment Scouts für das knapp 20-köpfige Medical Intelligence-Team aus München nur eine Zusatzaufgabe. Schwerpunkt des Teams ist das Sammeln und Bewerten von gesundheitsbezogenen Informationen zu den Einsatzgebieten der Bundeswehr. Auf Grundlage dieser Daten stellt das Team Empfehlungen zur Reduzierung von Gesundheitsrisiken bereit. Diese Informationen werden länderspezifisch und für jede Mission einzeln erstellt.

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Dabei steht das Team in engem Austausch mit den Sanitätsdiensten und anderen militärischen und zivilen Dienststellen von Verbündeten und Partnern. Rosenmayr ist beispielgebend dafür. Für den einsatzerfahrenen Arzt ist die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet eine bewährte und langgelebte Tradition. Seit Jahren unterstützen österreichische Sanitätskräfte als Partner die medizinischen Behandlungseinrichtungen in den unterschiedlichen Einsatzgebieten der Bundeswehr.

Positives Feedback

Das Engagement für eine gute Sache bleibt auch Oberfeldwebel Markus Durst nicht verborgen. Der Musiker, der zukünftig Klarinette spielen wird, findet die Ausbildung angesichts der steigenden Infektionszahlen durchaus positiv, um die Gesundheitsämter entlasten zu können. „Ich persönlich hätte mir allerdings noch mehr praktische Inhalte gewünscht.“ Trotz der zahlreichen Informationen rund um das Coronavirus wäre es ihm lieber, wenn ein solcher Einsatz erst gar nicht notwendig wird und die Zahlen wieder fallen.

von Uwe Henning

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