Sanitätsdienst

Göttinger Klinik erhält Computertomographen

Göttinger Klinik erhält Computertomographen

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Datum:
Ort:
Göttingen
Lesedauer:
3 MIN

Zur Unterstützung der radiologischen Diagnostik von Coronavirus-Verdachtsfällen erhielt die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) am 23. April ein mobiles Computertomograph-Gerät der Bundeswehr. Den Transport und Aufbau des Containers übernimmt das Sanitätsregiment 3 aus Dornstadt, das über die notwendigen Fähigkeiten verfügt.

Soldaten heben den Container mit einem Kran an die vorgesehene Stelle vor der Notaufnahme.

Mit dem mobilen Computertomographen wird die radiologische Diagnostik zur Untersuchung von Coronavirus-Verdachtsfällen der UMG erweitert

UMG/Swen Pförtner

Die Anlieferung und der Aufbau des Computertomographen erfolgte aufgrund eines Amtshilfeantrags der Interdisziplinären Notaufnahme der UMG in Kooperation mit der Stadt Göttingen. Der Computertomograph wird für die Notfalldiagnostik von COVID-19Coronavirus Disease 2019 Verdachtsfällen zur schnellen klinischen Ersteinschätzung durch das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie eingesetzt. „Der Container mit Computertomograph ermöglicht eine konsequente Trennung der Covid-19- und Nicht-Covid-19-Fälle, um den Infektionsschutz für die Notfallpatienten sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsklinik Göttingen sicherzustellen“, so der Direktor des Instituts Prof. Dr. Joachim Lotz.

Enge Verbindung mit dem deutschen Gesundheitswesen

Generalarzt Dr. Bruno Most, stellvertretender Kommandeur des Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung und gleichzeitig Beauftragter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr für die Zivil-Militärische Zusammenarbeit, übergab das mobile Computertomograph-Gerät an die Verantwortlichen der UMG: „Für uns ist dies eine ausgezeichnete Möglichkeit, den engen Schulterschluss, den wir mit dem zivilen Gesundheitswesen haben, in Unterstützungsleistungen zu dokumentieren.“ Für Most ist der Bevölkerungsschutz zwar keine Kernaufgabe des Sanitätsdienstes und der Sanitätsdienst komme nur subsidiär zum Einsatz, aber jedes einzelne Gerät, jedes Fahrzeug, jede Einrichtung und vor allem die exzellent ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seiner Meinung nach eins zu eins in der Unterstützung unserer Bevölkerung einsetzbar. „Das ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des Sanitätsdienstes.“

Generalarzt Dr. Bruno Most im Profil vor dem Roten Kreuz des Containers.

Der stellvertretende Kommandeur Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung und Beauftragter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr für Zivil-Militärische Zusammenarbeit, Generalarzt Dr. Bruno Most, übergibt das CT-Gerät

Bundeswehr/Joachim Ludwig

Glücklich über die Unterstützung

Jedes Jahr studieren Sanitätsoffizieranwärterinnen und -anwärter des Sanitätsdienstes der Bundeswehr als angehende Ärztinnen und Ärzte an der UMG. Vor 28 Jahren hat Generalarzt Dr. Most sein praktisches Jahr in der Radiologie absolviert. Etwas zurückzugeben und der UMG zu zeigen, dass der Sanitätsdienst diese Ausbildung besonders wertschätzt, ist ihm sehr wichtig. Seit Februar arbeitet die Stadt eng mit der Bundeswehr zusammen. Petra Broistedt, Sozialdezernentin der Stadt Göttingen, betonte: „Ich bin äußerst glücklich darüber, dass uns so schnell geholfen wurde. Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.“

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Teamleistung

Für Prof. Dr. Sabine Blaschke, Ärztliche Leitung der Interdisziplinären Notaufnahme, ist die Übergabe ein ganz besonderer Moment: „Wir sind sehr dankbar, dass Sie uns die Möglichkeit geben, die Computertomographie-Diagnostik in die Nähe der Notaufnahme zu bringen, weil wir gerade dort besonders gefordert sind.“ Dadurch können die Patientinnen und Patienten sehr gut voneinander getrennt werden und es kann gleichzeitig für den Mitarbeiterschutz gesorgt werden. Prof. Dr. Joachim Lotz, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, ergänzte: „Wir haben eine riesige Teamleistung von allen Beteiligten gesehen.“ Dabei betont Lotz: „Auch wir werden alles tun, damit Ihre Teamleistung unsere Teamleistung widerspiegelt.“

Generalarzt Dr. Bruno Most steht mit Vertreterinnen und Vertretern der Klinik zusammen.

Übergabe des Computertomographen an die Klinik: Generalarzt Dr. Bruno Most (vorne rechts) mit Petra Broistedt, Prof. Dr. Sabine Blaschke, Prof. Dr. Joachim Lotz und Prof. Dr. Wolfgang Brück (v. r. n. l.).

Bundeswehr/Joachim Ludwig

In einem Punkt sind sich alle Beteiligten sicher: In dieser Ausnahmesituation wird von allen Seiten das Beste für die Patientinnen und Patienten sowie die Mitmenschen unternommen. Der Container wiegt 13,5 Tonnen und verfügt über einen kompletten Mehrzeilen-Computertomographen, einschließlich aller technischen Ausrüstungen für den Betrieb an der UMG. In kurzer Zeit richtete das Baumanagement der UMG unter Leitung von Geschäftsbereichsleiter Klaus Fricke den Stellplatz mit seiner technischen Infrastruktur und dem Zugang zum Container ein. Das Aufbaukommando des Sanitätsregiments 3 baute unter Führung von Hauptfeldwebel Stefanie Jodl am Freitagmorgen den Container mit dem Computertomographen auf und bereitete die Betriebsfähigkeit vor. Nach Abnahme des Aufbaus durch den TÜV und das Gewerbeaufsichtsamt kann der Computertomograph am 28. April, seine Arbeit aufnehmen.

Zum Schutz der Bevölkerung

„Wir sind der Bundeswehr und der Stadt Göttingen sehr dankbar, dass sie uns an der UMG in dieser schwierigen Situation so rasch, kompetent und unkompliziert helfen“, sagte Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes der UMG, über die Amtshilfe der Bundeswehr. Abschließend fasste Generalarzt Dr. Most, der selbst vor 28 Jahren an der UMG studierte, zusammen: „Wir alle stehen Schulter an Schulter und kämpfen gemeinsam gegen Corona zum Schutz unserer Bevölkerung. Das ist uns allen eine besondere Herzensangelegenheit.“

von Michael Zacher und Dr. Nadine Seumenicht sowie Stefan Weller, UMG

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