Sanitätsdienst

Sanitätsdienst arbeitet enger mit BG-Kliniken zusammen

Sanitätsdienst arbeitet enger mit BG-Kliniken zusammen

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Datum:
Ort:
Berlin

Die BG Kliniken und der Sanitätsdienst der Bundeswehr haben vereinbart, bei der Akutversorgung und Rehabilitation ihrer Patienten zukünftig enger zusammenarbeiten. Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung wollen beide Vertragspartner enger zusammenarbeiten.

Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner und Reinhard Nieper sitzen an einem Tisch und unterzeichnen die Erklärung

Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner und Reinhard Nieper bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

Bundeswehr/Steve Eibe

In einem ersten Schritt sollen zunächst die Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Wissenstransfer und Forschung ausgelotet werden. Hierbei stehen das Entwerfen praktischer Lösungen für Probleme in der Notfallmedizin und die Erprobung neuer Behandlungsmethoden in der Rehabilitation im Vordergrund.

Eine gemeinsame Zielgruppe sind Menschen, die sich im Dienst beziehungsweise im Beruf verletzt haben. Diesen gilt es professionell zu verhelfen, um möglichst ohne Einschränkungen in ihr bisheriges Leben zurückkehren zu können. Weiterhin soll auch eine engere Zusammenarbeit einzelner Standorte durch die Verzahnung medizinischer Leistungsangebote geprüft werden. Ziel in der Versorgungsforschung ist hierbei, dass Innovationen schnell bei den Patienten ankommen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wollen beide Partner die Zusammenarbeit nicht auf die lange Bank schieben. Bereits am 13. September 2019 trifft sich die Lenkungsgruppe das erste Mal zu einer Arbeitssitzung.

Personal ist der Schlüssel zum Erfolg

Aber auch aktuellen Herausforderungen wie die Personalgewinnung im Gesundheitswesen wollen BG Kliniken und Bundeswehrkrankenhäuser bald gemeinsam begegnen. Reinhard Nieper ist der Vorsitzende Geschäftsführer der Holding der BG Kliniken.

In seiner Rede betonte er, dass eine starke Partnerschaft mit gemeinsamen Fort- und Weiterbildungsmodellen dazu beitragen kann, die BG-Kliniken und die Bundeswehrkrankenhäuser im Wettbewerb als Arbeitgeber besser zu positionieren. Einen weiteren Vorteil sieht Nieper auch in den standortübergreifenden Rotations- und Hospitationsmöglichkeiten.

Gut aufgestellt vor Ort und in der Fläche

Beide Institutionen sind mit ihren zusammengenommen 18 Einrichtungen auf zwölf Bundesländer verteilt. Die Standorte beider Partner gelten als erste Anlaufstellen für Rettungs- und Notfallmedizin in ihrer Region. An ihren fünf Standorten behandeln die Bundeswehrkrankenhäuser bundesweit rund 60.000 stationäre und fast 400.000 ambulante Patienten pro Jahr.

In den neun Akutkliniken, zwei Kliniken für Berufskrankheiten und zwei ambulante Einrichtungen der Berufsgenossenschaft werden jährlich rund 560.000 Patienten behandelt. Weiterhin engagieren sie sich in den Traumanetzwerken der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und sind auch auf Katastrophen und Großschadensereignisse optimal vorbereitet.

Gemeinsam noch stärker

Dr. Ulrich Baumgärtner, ein Mann Ende 50, graue kurze Haare, kurzer Vollbart, hält beide Hände bei einer Rede auf Brusthöhe.

Engere Zusammenarbeit zum Wohle der Patientinnen und Patienten.

Bundeswehr/Steve Eibe

Die Gemeinsamkeiten der Vertragspartner liegen auf der Hand: BG Kliniken und Bundeswehrkrankenhäuser sind beide auf die Akutversorgung und Rehabilitation von Menschen spezialisiert. Dabei arbeiten die Einrichtungen nicht gewinnorientiert und sorgen für eine bestmögliche Betreuung ihrer Patienten nach höchsten medizinischen Ansprüchen.

Darüber hinaus übernehmen die BG Kliniken und Bundeswehrkrankenhäuser einen Versorgungsauftrag für die Gesamtbevölkerung und stehen mit ihrer hohen Fachkompetenz Patienten aller Krankenversicherungen offen.

Für Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner, Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr folgen BG Kliniken und Bundeswehrkrankenhäuser einem besonderen Auftrag.

Dr. Ulrich Baumgärtner, Generaloberstabsarzt, Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr
„Eine engere Zusammenarbeit wird dazu beitragen, diesen im Sinne der uns anvertrauten Patienten noch wirksamer und nachhaltiger zu erfüllen.“
von Harald Opitz