Sanitätsdienst

Sanitätsdienst startet Umrüstung auf das neue Battle Management System

Sanitätsdienst startet Umrüstung auf das neue Battle Management System

  • Aktuelles
  • Sanitätsregiment 1
Datum:
Ort:
Weißenfels
Lesedauer:
2 MIN

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr startet mit der Umrüstung seiner Fahrzeuge auf das neue Battle Management System (BMS), das neue digitale Führungsinformationssystem der Bundeswehr. In Weißenfels werden aktuell die ersten Fahrzeuge mit neuer Hard- und Software ausgestattet – zur Verbesserung der Führungsfähigkeit erstmals für die beteiligten Kräfte an der NATONorth Atlantic Treaty Organization Response Force (NRFNATO Response Force) 2022-2024. Insgesamt sind im Sanitätsdienst dafür Umbauten in rund 280 Fahrzeugen notwendig.

Ein Soldat zieht mit einem Werkzeug eine Schraube in einem LKW-Fahrerhaus fest

Oberfeldwebel Michael Henning verschraubt die Hardware zwischen den Sitzen im Fahrerhaus

Bundeswehr/Paulina Englowski

Beauftragter für die Umrüstung der Fahrzeuge im Sanitätsdienst ist Oberstleutnant Torsten Haack, Abteilungsleiter G6 im Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung. Im Vorfeld der Umrüstung sorgt er dafür, dass an jedem Fahrzeug ein Qualitätscheck durchgeführt wird. So lässt sich ermitteln, welche Geräte in einem Fahrzeug auszutauschen sind. Nach Bestellung und Lieferung der benötigten Hardware beginnt dann die händische Umrüstung. „Die größte Herausforderung bei der Umrüstung ist die Tatsache, dass die Fahrzeuge an verschiedenen Standorten im Einsatz sind und somit nicht immer zur Verfügung stehen“, betont Haack. So müsse ein Fahrzeug beim Qualitätscheck greifbar sein und zu einem späteren Zeitpunkt wieder für die Umrüstung. Das nehme viel Zeit in Anspruch.

Umrüstung in vollem Gange

Eine LKW-Zugmaschine in Tarnfarben steht auf dem Kasernengelände

Ein Ungeschütztes Transportfahrzeug (UTF) mit 15 Tonnen Nutzlast ist umgerüstet. Anschließend wird die Software getestet.

Bundeswehr/Paulina Englowski

Dennoch läuft alles nach Plan und in Weißenfels ist die Umrüstung in vollem Gange. Es gilt, alle Fahrzeuge umzurüsten, die bei NRFNATO Response Force 2022-2024  eingesetzt werden. Oberfeldwebel Michael Henning ist Elektromechaniker und aktuell für die Einführungsorganisation für das BMS in Munster tätig. Als technischer Berater unterstützt er die Kameradinnen und Kameraden aus Weißenfels bei der Umrüstung. Mit seinem Wissen und technischen Geschick sorgt er für eine schnelle Umrüstung der Fahrzeuge. „Ich zeige, wie es funktioniert, und gebe technische Hinweise, wie es am einfachsten geht. Anschließend können die Kameradinnen und Kameraden die einzelnen Schritte dann selbstständig umsetzen“, so Henning.

Nach jeder Umrüstung erfolgt ein Testdurchlauf

Ein Soldat hält einen Tablet-Stift in der Hand und bedient damit den Touchscreen in einem LKW-Fahrerhaus

Nach dem Einbau der Hardware und dem Aufspielen der neuen Software wird diese vor Ort von den Softwaremanagern getestet

Bundeswehr/Paulina Englowski

Nach dem Einbau der Hardware spielen die Systemadministratoren dann die neue Software auf und prüfen, ob alles funktioniert. Mit einem anschließenden Testdurchlauf wird die Umrüstung eines Fahrzeugs abgeschlossen. Parallel zur Umrüstungsphase wird das Personal geschult, das zukünftig entweder als Administrator, Nutzerbetreuer oder Nutzer eingesetzt wird. Im November 2020 werden die ersten Fahrzeuge des Sanitätsregiment 1 bei der Übung „Kalter Wettiner“ erwartet. Dort wird das neue System erstmalig und gemeinsam mit der Panzergrenadierbrigade 37   getestet.

von Dr. Nadine Seumenicht  E-Mail schreiben

Weitere Eindrücke

Das Battle Management System (BMS) der Bundeswehr

Das Battle Management System ist die neue streitkräftegemeinsame Technologie zur Digitalisierung landbasierter Operationen. Es wird unter anderem in die Panzergrenadierbrigade 37 aus Frankenberg in die Bundeswehr eingeführt. Für die VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023 wird das System erstmalig im Zusammenhang mit Bündnispartnern eingesetzt.
Datum: