Sanitätsdienst

Sanitätsakademie: Offizierbriefe für Teilnehmende des ersten Fahnenjunkerlehrgangs

Sanitätsakademie: Offizierbriefe für Teilnehmende des ersten Fahnenjunkerlehrgangs

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Datum:
Ort:
München
Lesedauer:
2 MIN

Mit dem Start des Fahnenjunkerlehrgangs an der Sanitätsakademie der Bundeswehr findet erstmals ein Schlüsselelement der allgemeinen truppendienstlichen Offizierausbildung im Zentralen Sanitätsdienst statt. Am 30. März bekam der erste Durchgang der angehenden Führungskräfte den Offizierbrief verliehen.

Vier Soldaten, die jeweils eine Urkunde präsentieren

Die Absolventen des ersten Fahnenjunkerlehrgangs mit ihren Offizierbriefen

Bundeswehr/Julia Langer

Um die truppendienstlichen Fähigkeiten im Sanitätsdienst zu stärken, erfolgte 2015 die Einführung des Werdegangs der Offiziere des Truppendienstes im Sanitätsdienst der Bundeswehr. Bisher fand diese Ausbildung gemeinsam mit allen anderen Heeresuniformträgern zentral im Heer statt. Durch eine Reform der Offizierausbildung liegt der Fahnenjunkerlehrgang für die Offiziere des Truppendienstes im Sanitätsdienst jetzt auch im alleinigen Verantwortungsbereich des Sanitätsdienstes. Ein Gewinn für alle Beteiligten, denn durch dieses Modell lernen die jungen Soldatinnen und Soldaten bereits von der Pike auf die Strukturen und Abläufe des Organisationsbereiches kennen.

Ein besonderer Lehrgang

Ein Soldat an einem Rednerpult

Generalarzt Dr. Mattiesen, stellvertretender Kommandeur der Sanitätsakademie, beglückwünschte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Pilotlehrgangs

Bundeswehr/Julia Langer

Nicht nur aufgrund der Rahmenbedingungen der COVID-19Coronavirus Disease 2019-Pandemie war der Pilotdurchgang ein besonderer Lehrgang. Durch die Einführung dieses Werdegangs wird im Sanitätsdienst eine Fähigkeitslücke geschlossen, betonte auch der stellvertretende Kommandeur der Sanitätsakademie, Generalarzt Dr. Bernd Mattiesen in seiner Rede.

Ein Soldat an einem Rednerpult
Generalarzt Dr. Bernd Mattiesen, Stellvertretender Kommandeur der Sanitätsakademie
"Der Sanitätsdienst braucht Sie und der Sanitätsdienst wartet auf Sie."

Grußworte des stellvertretenden Inspekteurs

Ein großer Saal mit vereinzelten Soldaten darin. Auf einer Leinwand ist ein General am Schreibtisch zu sehen

Der stellvertretende Inspekteur des Sanitätsdienstes, Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps, richtete sich per Videobotschaft an die jungen Soldatinnen und Soldaten

Bundeswehr/Julia Langer

Als besonderes Highlight und als Zeichen der Wertschätzung der erbrachten Leistungen ließ es sich der stellvertretende Inspekteur und Kommandeur Gesundheitseinrichtungen des Sanitätsdienstes, Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps, nicht nehmen, sich per Video mit einer Grußbotschaft persönlich an die Absolventinnen und Absolventen zu richten. In seiner Ansprache machte er deutlich, was er sich von den künftigen Offizieren erwartet: „Seien Sie mutig, Vorbild und verantwortungsbewusst. Bleiben Sie nicht stehen, entwickeln Sie sich weiter“.

Bereit für die nächsten Schritte

In den drei Monaten der Ausbildung an der Sanitätsakademie wurden die Anwärterinnen und Anwärter auch in den Bereichen Menschenführung, Gefechtsdienst, Rechtslehre und Sport ausgebildet. Die neuen Inhalte gilt es nun zu bewahren. Für die Soldatinnen und Soldaten geht es jetzt in die Truppenpraktika bei den Sanitätsregimentern. Dort erhalten sie die Möglichkeit, das Gelernte in der Praxis anzuwenden und zu vertiefen, bevor sie dann ihr Studium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr in München oder Hamburg antreten werden.

von Simon Höpfl

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