Sanitätsdienst

Verteidigungsministerin besucht Wehrmedizinischen Beirat

Verteidigungsministerin besucht Wehrmedizinischen Beirat

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Datum:
Ort:
Köln
Lesedauer:
2 MIN

Die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, und der Inspekteur des Sanitätsdienstes, Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner, begrüßten den Wehrmedizinischen Beirat am 13. Juli 2021 während eines Truppenbesuches in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn.

Drei Personen sitzen an Tischen

Gute Atmosphäre bei dem Besuch der Verteidigungsministerin vor dem Gremium des Wehrmedizinischen Beirates

Bundeswehr/Michael Laymann

In ihrer Rede betonte die Verteidigungsministerin die Bedeutung des Wehrmedizinischen Beirates für den Sanitätsdienst der Bundeswehr. Dass diese Aussage nicht nur eine Worthülse ist, zeigt, dass sie für diesen Besuch ihren Urlaub unterbrochen hat. Seit 1963 berät der Wehrmedizinische Beirat den Bundesminister oder die Bundesministerin der Verteidigung in wehrmedizinischen Fragestellungen bis heute sehr erfolgreich.

Rettungskette hat hervorragend funktioniert

Die Ministerin lenkte ihren Blick auf aktuelle Themen. Kramp-Karrenbauer lobte den Sanitätsdienst für die hervorragend funktionierende Rettungskette bei dem Anschlag in Mali. Dabei wurden am 25. Juni 2021 zwölf Soldaten verwundet. Auch der Klimawandel wird laut der Ministerin Auswirkungen auf das Gesundheitswesen Deutschlands und damit auch auf den Sanitätsdienst der Bundeswehr haben. Das Beispiel der Coronapandemie hat für Kramp-Karrenbauer gezeigt, dass es eine Zivil-Militärische-Zusammenarbeit geben muss, um Gesundheitskrisen erfolgreich bewältigen zu können.

Der Inspekteur des Sanitätsdienstes sieht in einer professionellen internationalen Zusammenarbeit den Schlüssel, um globale Krisen meistern zu können. Mit der Aufstellung des Multinational Medical Coordination Centre/European Medical Command sieht er den Sanitätsdienst gut aufgestellt. Dennoch sollte der Bereich mit Blick in die Zukunft weiter gestärkt werden.

Der Truppenbesuch

Eine Frau steht vor einer Rettungstrage

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer besichtigt die in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn aufgebaute Rettungsstation

Bundeswehr/Michael Laymann

Neben dem Austausch zwischen den Gremiumsmitgliedern und der Bundeswehr, soll das Expertengremium für dessen Beratung regelmäßig Einblicke in die Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, sowie zur sanitätsdienstlichen Materialausstattung erhalten. Bei dem Truppenbesuch in Köln-Wahn besichtigten die Teilnehmenden unter anderem das fliegende Rettungstransportmittel Airbus A-310 MedEvacMedical Evacuation. Aber auch eine Rettungsstation und verschiedene Sanitätsfahrzeuge konnten die Teilnehmenden hautnah besichtigen.

Vollversammlung

Der Truppenbesuch bildete den Auftakt zum eigentlichen Höhepunkt: der Vollversammlung des Wehrmedizinischen Beirates am 14. Juli. Hier wählen die Mitglieder, in einer alle fünf Jahre stattfindenden Neukonstituierung, ihren Sprecher beziehungsweise ihre Sprecherin.

Die Neukonstituierung war bereits für das Jahr 2020 vorgesehen, musste aber pandemiebedingt verschoben werden. Mit Spannung wurden aber auch die Ergebnisberichte der drei Arbeitsgruppen erwartet. Die Themenfelder reichten dabei von der klinischen Versorgung im Falle der Landes- und Bündnisverteidigung bis zur Umsetzung eines One-Health-Konzeptes. Bei diesem Konzept geht es laut Definition, um „die gemeinsame Anstrengung mehrerer Disziplinen, die auf lokaler, nationaler und globaler Ebene zusammenarbeiten, um eine optimale Gesundheit für Menschen, Tiere und unsere Umwelt zu erreichen“.

Hintergrund

Aufgabe des Gremiums ist es, aktuelle Entwicklungen der Wissenschaft, der Fähigkeits- und Zukunftsentwicklung sowie der Ausbildung aufzugreifen und für die Fähigkeitsentwicklung zu bewerten, konkrete Empfehlungen zur Umsetzung in Fähigkeitsentwicklung und Ausbildung zu erarbeiten und zukünftige Forschungsschwerpunkte für die Gesundheitsversorgung der Bundeswehr zu diskutieren.

von Uwe Henning

Eindrücke des Besuchs