Streitkräftebasis

Adventskonzert der Bundeswehr in Bonner Kreuzkirche

Adventskonzert der Bundeswehr in Bonner Kreuzkirche

  • Militärmusik
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
4 MIN
Soldat spricht zum Adventskonzert in einer Kirche vor Besuchern.

Adventskonzert Musikkorps der Bundeswehr in der Kreuzkirche in Bonn

Bundeswehr/Stefan Müller

Die Kreuzkirche in der Bonner Innenstadt öffnete am Montagabend des 2. Dezember wieder ihre Türen, um mehr als 600 Gäste zum traditionellen Adventskonzert des Generalinspekteurs der Bundeswehr mit dem Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg zu empfangen.
Bereits zum 11. Mal waren zahlreiche Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher der Einladung gefolgt, um sich zu Beginn der Adventszeit eine musikalische Auszeit und Einstimmung auf die festlichen Tage nehmen zu können. Schirmherr des veranstaltenden Soldatenhilfswerkes der Bundeswehr e.V.eingetragener Verein ist der Generalinspekteur der Bundeswehr. In dessen Namen begrüßte sein Vertreter, Generalleutnant Markus Laubenthal, das Publikum. Er dankte für die fortwährende Unterstützung der guten Sache durch den Erlös dieses jährlichen Konzertabends, welche wichtige Projekte der vielfältigen Arbeit des Soldatenhilfswerkes möglich macht. Die Maßnahmen kommen Soldatinnen und Soldaten zugute, welche aus verschiedenen Gründen in Not geraten sind. Für einsatzgeschädigte Kameradinnen und Kameraden wird beispielsweise ein Programm mit tiergestützter Therapie angeboten.

Ensembles eröffnen das Konzert

Blick auf Blasmusiker beim Adventskonzert in einer Kirche vor Publikum

Adventskonzert Musikkorps der Bundeswehr in der Kreuzkirche in Bonn

Bundeswehr/Stefan Müller

Das große Blechbläserensemble des Musikkorps der Bundeswehr eröffnete das Adventskonzert mit einer Bearbeitung des ersten Satzes aus Johann Sebastian Bachs drittem „Brandenburgischen Konzert“ als barocke und festliche Einstimmung auf das folgende Programm.
Der Leiter des Musikkorps, Oberstleutnant Christoph Scheibling, dirigierte nicht nur die folgenden Musikstücke, sondern leitete mit besinnlich-heiteren Geschichten rund um das Jesuskind von einem Stück zum anderen über. 
Als zweites Werk stand mit dem „Adagio for Strings“ op. 11 von Samuel Barber ein aus einer ganzen Reihe von Kinofilmen bekanntes, hochemotionales Musikstück auf dem Programm. Interpretiert wurde die Bearbeitung dieses eindrücklichen Stückes vom Klarinettenchor, den gesamten Klarinetteninstrumenten des Musikkorps von der Es- bis zur Kontrabassklarinette. Die tragende Akustik der Kreuzkirche unterstützte den warmen Sound der Besetzung und führte die Zuhörerinnen und Zuhörer in meditative Momente.

Festliche Klänge durch verschiedene Musikstile

Blick auf Musiker beim Adventskonzert in einer Kirche vor Publikum

Der Klarinettenchor des Musikkorps der Bundeswehr unter der Leitung von Oberstleutnant Scheibling Adventskonzert Musikkorps der Bundeswehr in der Kreuzkirche in Bonn

Bundeswehr/Stefan Müller

Das Sinfonische Blasorchester in großer Besetzung nahm die Zuhörerinnen und Zuhörer danach mit der Komposition „Festival Fanfare for Christmas“ von John Wasson mit in die Advents- und Weihnachtszeit. Die festliche Klangpracht wurde besonders durch die insgesamt vier Solo-Trompeten auf den gegenüberliegenden Emporen entfaltet. So konnten sich die in diesem Arrangement verarbeiteten weihnachtlichen Melodien besonders gut entfalten. 
Dass ein Blasorchester auch hervorragend originale Chormusik interpretieren kann, war danach in der Bearbeitung der Motette op. 74 Nr. 2 „O Heiland reiß die Himmel auf“ von Johannes Brahms zu hören. Die wunderbare Komposition des Meisters der Romantik über das gleichnamige bekannte Adventslied wurde durch den Arrangeur Jan Willems ausgezeichnet auf die vielfältigen Klangfarben eines großen Blasorchesters übertragen. Stilecht und eindrücklich interpretiert durch das Musikkorps der Bundeswehr unter der Leitung von Oberstleutnant Scheibling. 
Ein sicherlich sehr selten zu hörendes Werk in Adventskonzerten stand mit der folgenden „Weihnachtlichen Festmusik“ aus der Feder von Gerhard Baumann auf dem Programm. Der namhafte Komponist und Arrangeur fertigte bis zu seinem Tod 2006 eine Vielzahl an Werken für Blasorchester an. Hierbei schöpfte er aus der jahrzehntelangen Tätigkeit als Militärkapellmeister und Leiter des Zentralen Orchesters der ehemaligen Nationalen Volksarmee. Die „Weihnachtliche Festmusik“ über Themen von Felix Mendelssohn Bartholdy und Georg Friedrich Händel überraschte mit eindrucksvollen, erfrischenden Instrumentationen und Klangkombinationen und schien der besonderen Akustik sowie dem Farbenreichtum des Musikkorps auf dem Leib geschrieben zu sein.
Die darauf gespielte „Suite de Noël“ des französischen Komponisten Robert Fienga vereinte klassische, jazzige und zeitgenössische Stile und brachte den Konzertbesucherinnen und - besuchern eine Sammlung von teils bekannten Weihnachtsmelodien in einem wiederum andersartigen Gewand zu Gehör. 

Benefizkonzert zum Advent mit beachtlichem Spendenergebnis

Blick von der Kanzel einer Kirche in den Raum mit Publikum

Adventskonzert Musikkorps der Bundeswehr in der Kreuzkirche in Bonn

Bundeswehr/Stefan Müller

Wenn mach einer an Weihnachten und die passende (klassische) Musik denkt, darf die Ballettmusik zu „Der Nussknacker“ von Peter Tschaikowsky nicht fehlen. Das Meisterwerk des russischen Komponisten gehört in der Weihnachtszeit so selbstverständlich auf die Spielpläne der Opernhäuser, wie Lebkuchen zu einem festlichen Weihnachtstisch und die gleichnamige Geschichte um den Mäusekönig in eine weihnachtliche Lesestunde. Die Besucherinnen und Besucher des Bonner Adventskonzertes erlebten an diesem Abend die Aufführung der Suite für großes Blasorchester aus der Feder von Jörg Murschinski. Der versierte Arrangeur klassischer Werke für Blasorchester hatte sich einige Sätze und Tänze aus der Gesamtkomposition ausgewählt und meisterhaft instrumentiert. Erstklassig gespielt vom Musikkorps der Bundeswehr unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Scheibling, welcher beim „Tanz der Zuckerfee“ auch als Solist an der charakteristischen Celesta zu erleben war. 
Den begeisterten Applaus belohnte das Musikkorps der Bundeswehr mit der Zugabe „Unsere schönsten Weihnachtslieder“ von Stefan Schwalgin und entließ die Besucherinnen und Besucher in den adventlichen Abend. 
Das diesjährige Adventskonzert ergab ein Spendenergebnis von zirka 14.500,- Euro und kommt der Arbeit des Soldatenhilfswerks zugute. 
 

von Jürgen Albrecht  E-Mail schreiben

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