Streitkräftebasis

LGAN Ergebnispräsentation: Nationaler Territorialer Befehlshaber teilt seine Expertise

LGAN Ergebnispräsentation: Nationaler Territorialer Befehlshaber teilt seine Expertise

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Sieben Personen sitzen auf der Tribüne im Halbkreis, davor viele Menschen im Publikum.

Panel-Diskussionen bereicherten die Ergebnispräsentation des LGAN 17

Bundeswehr/Beate Schöne

Vom 28. bis 29. August stellte der Lehrgang LGAN 2017 seine Ergebnisse vor. Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis, teilte seine Fachkenntnisse zum Thema „Kritis Schützen verbindet“ in der Rolle als Nationaler Territorialer Befehlshaber in einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde.

Während des Lehrgangs Generalstabsdienst/ Admiralstabsdienst National (LGAN) erarbeiten die Offiziere ein komplexes Thema getreu dem Motto „Denkfabrik“. Am Ende steht traditionell eine Diskussion mit dem Führungspersonal der Bundeswehr. Dieses Jahr fand die Präsentation erstmals in Berlin statt, was dem komplexen Thema und dem starken Interesse mehrere Ministerien und Ressorts geschuldet war. Vom 28. August bis 29. August wurde das Ergebnis des LGAN 2017 mit dem Thema „Nationale Führungsorganisation der Bundeswehr“ dem Auditorium präsentiert, unter Ihnen auch Generalleutnant Martin Schelleis Inspekteur der Streitkräftebasis.

Mut zum Diskurs

Die Eröffnungsrede am ersten Tag hielt Generalmajor Oliver Kohl, Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr. Generalmajor Kohl stellte in seiner Laudatio klar, dass er von seinen Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmern „Mut zum Diskurs“ wünsche. Während des ersten Tages war Generalleutnant Schelleis interessierter Zuhörer und Ideengeber bei den Themen „Führung neu denken“ und „Führung im In- und Ausland“. Am zweiten Tag wurde Generalleutnant Schelleis als Nationaler Territorialer Befehlshaber vom LGAN eingeladen an einem von zwei Panels, so nennt man eine ausgewählte Personengruppe die etwas diskutiert beziehungsweise untersucht, teilzunehmen.

Hochkarätig besetztes Panel

Viele Menschen in Uniformen sitzen in mehreren Reihen

Das Lehrgangsmotto „Frei im Geist – Fest im Entschluss“ stieß auch beim Auditorium auf Zustimmung.

Bundeswehr/Beate Schöne

Das Panel „Kritis Schützen verbindet“ beschäftigte sich mit dem Zusammenspiel von staatlichen Behörden, Ressorts und der zivilen Wirtschaft, die die sogenannte kritische Infrastruktur, die von Elektrizität über Kommunikation bis hin zur Logistik alles abdeckt, gemeinsam schützen und sichern wollen. „Mit dem Weißbuch 2016 haben wir bereits die Basis für eine krisenfeste Zukunft, wir müssen aber weiter an der Umsetzung der dort beschriebenen Maßnahmen arbeiten“ machte Generalleutnant Schelleis deutlich und ergänzte, dass der Wille zu helfen jederzeit vorhanden sei. Jedoch müssten auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden - „Je Früher desto besser!“

Schnelligkeit und Informationsfluss

Drei Soldaten in Uniformen mit Maske und Kapuze verarzten Mann

Während der Übung Toxic Fish 2018 bergen Soldaten unter ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Vollschutz einen Übungspatienten und bringen ihn in ein Sanitätsfahrzeug.

Bundeswehr / Hecker

Damit die Bundeswehr bei Krisenszenarien helfen kann, muss sie rechtzeitig mit einem adäquaten Lagebild informiert werden. Dies unterstrich Generalleutnant Schelleis mit einem fiktiven Szenario: Die Streitkräftebasis verfügt mit den ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehrkräften über eine Weltklassefähigkeit, die nicht nur bei einem Chemieangriff, sondern auch bei einem Chemieunfall und einem daraus resultierenden Krisenszenario wertvolle Hilfestellung leisten könnte. Da in einem solchen Fall Eile geboten sein würde, müsste das Zusammenspiel der Behörden und Ressorts noch besser abgestimmt werden und notwendige Informationen zielgerichteter geteilt werden.



Zwei Männer im Gespräch

Nicht nur zwischen Generalleutnant Schelleis und Generalinspekteur Zorn wird die nationale Krisenfestigkeit auch in Zukunft ein wichtiges Thema sein.

Bndeswehr / Schöne

Die Protagonisten diskutierten über die Erstellung eines gemeinsamen Lagebildes. Dies beinhaltet mehrere Bundesbehörden und auch zivile Einrichtungen, wie zum Beispiel die Telekom im Bereich der Kommunikation. Die Diskussion reichte von der Frage „was“ gemeldet werden solle, bis hin zum mittelfristigen Einsatz einer Künstlichen Intelligenz.

Weiterhin wurde über gemeinsame Übungen beraten. Bei der Aussage von Generalleutnant Schelleis: „Was man nicht übt, das kann man nicht!“ waren sich alle Protagonisten einig. Jedoch gab es unterschiedliche Auffassungen was die aktive Beteiligung der Bürger betrifft, sowie zur Häufigkeit solcher Übungen.

Generalinspekteur Eberhard Zorn hatte nach zwei sehr ergiebigen Tagen der Diskussionen und gegenseitigen Inspirationen das Schlusswort. Auch er verwies hierbei nochmals auf das Weißbuch 2016 und beglückwünschte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des LGAN zu einem sehr gelungenen Abschluss eines hoch brisanten und komplexen Themas. Er zeigte sich begeistert von den Diskussionen und versprach, dass weiterhin an der Krisenfestigkeit gearbeitet werde.



von Deeke Werner  E-Mail schreiben