Streitkräftebasis

Aufbau Logistikregiment 1: Mit Herz, Hand und Verstand

Aufbau Logistikregiment 1: Mit Herz, Hand und Verstand

  • Logistik
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Magdeburg
Lesedauer:
3 MIN

Der Aufbaustab des Logistikregiment 1 der Streitkräftebasis arbeitet an den Voraussetzungen für die Indienststellung des neuen Verbandes am 24. September 2020. Hierfür müssen unter anderem ITInformationstechnik-Arbeitsplätze und eine Stabsdienstordnung vorbereitet werden. Bereits jetzt wird die Ausbildung für den Folgeauftrag NRFNATO Response Force ab dem 1. Januar 2022 geplant.

Gesprächsszene

Die Angehörigen des Aufbaustabes Logistikregiment 1 arbeiten eng zusammen. Täglich spricht man sich ab.

Bundeswehr/Christian Wolf

Noch ist nicht viel zu sehen auf den Gängen des ehemaligen Stabsgebäudes des Logistikbataillons 171 in Burg bei Magdeburg. Die meisten Büroräume stehen offen, das Mobiliar vor der Tür. Nur wenige der Arbeitsplätze sind eingerichtet und mit einem Soldaten besetzt. Diese arbeiten aber bereits auf Hochtouren, damit hier der Stab des Logistikregiments 1 und die dazugehörige Stabskompanie am 24. September 2020 in Dienst gestellt werden können. Oberstleutnant Sven Lindemann und seine bisher sechs Kameraden haben einen ambitionierten Zeitplan, denn für die bevorstehenden Herausforderungen gibt es keinen zeitlichen Spielraum – sie sind zum Erfolg verdammt.

Der Auftrag steht fest

Ein Soldat trägt einen Karton

Zupacken – es gibt viel zu tun: Oberstabsfeldwebel André Stelzer packt bei der Einrichtung der neuen Dienstzimmer selbst mit an.

Bundeswehr/Christian Wolf

Seit Januar 2020 steht Oberstleutnant Sven Lindemann in der Verantwortung. „Uns bleibt nicht sehr viel Zeit, um aus einer heterogenen Ausbildungsgruppe eine homogene Truppe zu bilden“, sagt er. Doch bis es so weit sein kann, bleibt noch viel zu tun. Im April 2020 bezog der Aufbaustab seine Heimat in der Clausewitz-Kaserne in Burg, im ehemaligen Stabsgebäude des Logistikbataillons 171. Sieben Soldaten kümmern sich um Planung, Organisation und nicht zuletzt den Aufbau des neuen Stabes. Dienstzimmer müssen gestrichen und möbliert werden. Über 170 ITInformationstechnik-Arbeitsplätze müssen angeschlossen werden. Hierfür arbeitet der Stab um Oberstleutnant Lindemann eng mit dem Objektmanagement und der BWI zusammen. Gleichzeitig muss die Ausbildung bereits geplant werden, um die Verantwortung für den künftigen Auftrag rechtzeitig übernehmen zu können. Denn bereits Anfang März 2021 wird der Stab Logistikregiment 1 als Kernstab der Nationalen Unterstützungskräfte (NUK) an der vorgesehenen Ausbildung teilnehmen.

Eine militärische Heimat

Gruppenfoto der Protagonisten

Sie sorgen gemeinsam für die materielle ITInformationstechnik-Ausstattung und die Betreuung der Nutzer in ihrem Verantwortungsbereich: Stabsunteroffizier Marco Eichert (li.) und Oberbootsmann Hannes Struckmann (re.) sind die ITInformationstechnik-Spezialisten im Aufbaustab.

Bundeswehr/Christian Wolf

Dazu müssen Stab und Stabskompanie bis Oktober 2020 personell aufwachsen. Etwa 150 aktive Dienstposten stehen zur Verfügung. „Wir möchten allen, die neu zu uns kommen von Anfang an eine militärische Heimat bieten“, so Lindemann. Das bedeutet nicht nur, einen Arbeitsplatz vorzufinden. Es bedeutet auch, klar definierte Verantwortlichkeiten und Aufgaben für jeden Einzelnen, eine gut organisierte Aufnahme. Der klassische Laufzettel, wie er jeder Soldatin und jedem Soldaten vom ersten Tag an bekannt ist, muss neu geschrieben werden, ein Telefonverzeichnis mit allen Erreichbarkeiten muss ebenso. Vor allem eine Stabsdienstordnung, welche von Beginn an die Zusammenarbeit im Gefüge regelt – muss neu erarbeitet werden. Hierfür nutzt Oberstleutnant Lindemann die Fähigkeiten seiner Soldaten. Spezialisierung und Erfahrung bilden eine erfolgversprechende Mischung. Ein neuer Truppenteil in den mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis wurde lange Zeit nicht mehr aufgebaut. „Es gibt keine Blaupause für unsere Arbeit hier. Aber dafür haben wir die Chance, alles von Anfang so zu regeln, wie wir uns das vorstellen“, sagt Lindemann. Dazu gehört auch ein Symbol für eine gemeinsame Identifikation, ein Wappen, welches bereits existiert.

Den Folgeauftrag NRFNATO Response Force im Blick

Für das nächste Ausbildungsjahr arbeitet der Aufbaustab bereits an einem Ausbildungs- und einem Urlaubsbefehl. Beides gehört zusammen. Es gilt, keine Zeit zu verlieren. Der Stab wird ab dem 1. Januar 2022 für die NATONorth Atlantic Treaty Organization Response Force (NRFNATO Response Force) in der Stand-up Phase in der Verantwortung stehen. Im März 2021 wird die Truppe erstmals gemeinsam am Logistischen Übungszentrum der Bundeswehr in Garlstedt üben. Dabei fällt der Startschuss für die weiterführende Individual- und Teamausbildung. Die nationale Vorbereitung auf bevorstehenden Aufgaben wird bis Dezember 2021 andauern. Aber auch die Urlaubszeiträume müssen geplant werden, damit die neuen Soldatinnen und Soldaten sich mit ihren Familien auf das kommende Jahr einstellen können.

Der Leiter des Aufbaustabes

Oberstleutnant Sven Lindemann wurde nicht zufällig mit der Leitung des Aufbaustabes Logistikregiment 1 ausgewählt. Er hat Vorerfahrungen in VJTFVery High Readiness Joint Task Force /NRFNATO Response Force sowie in der Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Logistikregiment 17. Zahlreiche Stabsverwendungen in den mobilen Logistiktruppen unter anderm als S3-Stabsoffizier, runden sein Profil ab. Dort war er für die Planung und Ausbildung im Verband zuständig. Darüber hinaus ist er stellvertretender Kommandeur des Logistikbataillons 172 in Beelitz gewesen. Zuletzt war er der Leiter der Einsatzzentrale Logistik im Logistikbataillon 172. Mit der Indienststellung des Stabes wird Oberstleutnant Lindemann der erste stellvertretende Kommandeur des Logistikregimentes 1.

von Christian Wolf  E-Mail schreiben

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