Streitkräftebasis

Stammzellspender: Helden des Alltags

Stammzellspender: Helden des Alltags

  • Menschen
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Osterholz-Scharmbeck
Lesedauer:
2 MIN

Hauptfeldwebel Pastoors ist Soldat an der Logistikschule der Bundeswehr und Stammzellspender. Er hat Post von der DKMS erhalten und könnte mit seiner Spende Menschenleben retten.

Der Stammzellspender, ein Soldat in ziviler Kleidung, bei der Blutentnahme.

Hauptfeldwebel Pastoors an der Apheresemaschine. Hier musste sich der Stammzellspender in Geduld üben, da dies bis zu fünf Stunden dauern kann.

Bundeswehr/Sebastian Pastoors

Hauptfeldwebel Sebastian Pastoors ist Soldat an der Logistikschule der Bundeswehr, eine Ausbildungsstätte der Streitkräftebasis. Nach seinem erlernten Zivilberuf als Elektroinstallateur wurde er als Wehrpflichtiger von der Bundeswehr eingezogen, hat sich weiterverpflichtet und ist mittlerweile in seinem 17. Dienstjahr. Pastoors engagiert sich ehrenamtlich in einer Rettungshundestaffel. Was macht ihn nun zum „Helden des Alltags“?

Als die Mutter von Pastoors vor einigen Jahren die Diagnose Leukämie erhielt, entschloss er sich aktiv zu werden und sich als Spender registrieren zu lassen. Während seine Mutter den Kampf gegen die Leukämie verlor, ist jedoch zu hoffen, dass durch die passende Spende anderen das Leben gerettet wird. Hauptfeldwebel Pastoors ist seither registrierter Stammzellspender.

Was ist die DKMS?

Vor einigen Wochen erhielt er einen Anruf von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, DKMS. Die DKMS ist eine gemeinnützige GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung, die Stammzellspender registriert, mit dem Ziel, weltweit Blutkrebspatienten mithilfe einer Stammzelltransplantation eine Chance auf ein „zweites“ Leben zu ermöglichen.

Post von der DKMS

Ein Soldat in der Uniform einer Rettungshundestaffel.

Hauptfeldwebel Pastoors engagiert sich nach Dienstschluss in einer Rettungshundestaffel.

Bundeswehr/Sebastian Pastoors

Er könnte als passender Stammzellspender in Frage kommen, so sprach die DKMS Hauptfeldwebel Pastoors an. Ein Blutentnahmeset wurde von der DKMS zur genaueren Gewebemerkmaltypisierung an das Sanitätsversorgungszentrum Osterholz-Scharmbeck geschickt. Ein paar Tage später kam das Ergebnis: Sebastian Pastoors ist tatsächlich ein möglicherweise passender Spender. Vier Tage vor, sowie am Tag seiner Spende, injizierte sich der Hauptfeldwebel unter Anleitung täglich vier Spritzen. Die eigentliche Spende, eine periphere Stammzellspende mittels Apherese, erfolgte zwei Wochen nach dem Ergebnis.

Fünf Stunden für ein ganzes Leben

Ein Soldat steht auf einer Rasenfläche vor einem Baum.

Berufssoldat Sebastian Pastoors ruft zur Stammzellspende auf.

Bundeswehr/Sebastian Pastoors

Am Tag der Spende wurde Pastoors mithilfe zweier Venenkatheter an seinen Armen an eine Apheresemaschine angeschlossen. Das Blut wird dabei aus einem Arm entnommen und zentrifugiert. Die Bestandteile seines Blutes werden dadurch räumlich nach ihrer Dichte getrennt, sodass die benötigten Blutstammzellen zielgerichtet „abgesaugt“ werden können. Nach der Filterung werden die einzelnen Blutbestandteile wieder miteinander vermischt und das Blut wird in den anderen Arm zurückgeführt.

Typischerweise läuft das gesamte Blut des Spenders etwa viermal durch die Apheresemaschine, was drei bis fünf Stunden dauert. Das Volumen des entstehenden Apheresats ist abhängig von der Konzentration der benötigten Zellen im Blut des Spenders. Sollte das Volumen nicht ausreichend sein, muss der Vorgang eventuell am Folgetag wiederholt werden. Kurz nach seiner Spende wurde Sebastian Pastoors mitgeteilt, wo auf der Welt der Empfänger/die Empfängerin seiner Spende lebt und nun mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Chance auf ein zweites Leben erhalten wird.

von Brian Melzer, Sebastian Pastoors   E-Mail schreiben

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