Streitkräftebasis

Genf-Seminar

Genf-Seminar

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Ein blauer Helm, Barett und Schirmmütze liegen auf sandigem Boden

Die Farbe hellblau ist die Farbe der Peacekeeper der Vereinten Nationen.

Bundeswehr/Marcus Schaller

Kriege haben Grenzen und Menschlichkeit steht über politischen Interessen. Mitte des 19. Jahrhunderts ein revolutionärer Gedanke. Wahrscheinlich konnte es nur in der Schweiz gelingen eine solche Idee in Form der Genfer Konventionen auch zu kodifizieren und mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz eine Institution zu gründen, die sie auch durch- und umsetzt. 
Warum die Schweiz, warum Genf? Neutralität ist keine Schwäche, sondern ermöglicht es unterschiedlichsten Parteien sich gesichtswahrend, unter reduziertem öffentlichen Interesse auf pragmatische Lösungen zu einigen. Diese Neutralität haben auch über 200 internationale Institutionen als Standortvorteil erkannt und Genf zu einem Zentrum multilateraler Diplomatie gemacht. Zukunftsthemen – wie z.B. die Regulierung autonomer Waffensysteme innerhalb der Certain Conventional Weapons (CCW)-Konvention – werden in Genf verhandelt, bevor die internationale Öffentlichkeit sie diskutiert. 
Mit Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation oder der Welthandelsorganisation haben sich entscheidende Akteure einer Global Governance am Genfer See angesiedelt. Und z.B. die Gespräche zu einer syrischen Nachkriegsverfassung zeigen den Stellenwert Genfs für die Verhandlung schwierigster Themen, auch zwischen verfeindeten Parteien. Wer internationale Politik verstehen will muss nach Genf. 
Mit dem „Genf-Seminar“ wollen wir untersuchen, was Genf für internationale (Sicherheits-)Politik zu einem der entscheidenden Orte macht und mit Entscheiderinnen und Entscheider, Vertreterinnen und Vertreter von Think Tanks und NGOsNon-governmental organization vor Ort das Gespräch suchen, um aus erster Hand zu erfahren, wie die Zukunft internationaler Politik aussehen könnte, die in unterschiedlichsten Formaten fortwährend in Genf verhandelt wird.