Streitkräftebasis

Hilfe in der Not: Bundeswehr im Einsatz in den Hochwassergebieten

Überschwemmte Straßen, eingestürzte Häuser, Menschen in Not: Die Bundeswehr war seit Beginn der Flutkatastrophe in großen Teilen Deutschlands im Dauereinsatz.

Vier Soldaten bauen Gewässerübergang
Bundeswehr/Tom Twardy

Bundeswehr half nach Überschwemmungen

Mehr als nur ein Sommergewitter führte in Teilen Deutschlands Mitte Juli 2021 zu schweren Hochwassern, Erdrutschen und Verwüstungen mit katastrophalem Ausmaß. Bereits am 14. Juli rief Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer den militärischen Katastrophenalarm aus. Die Helferinnen und Helfer der Bundeswehr verlegten in die besonders betroffenen Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Zeitweise sind rund 2.000 Soldatinnen und Soldaten für die betroffenen Menschen im Einsatz.

eine Fahrzeugkolonne der Bundeswehr

Vom Bergepanzer, über Lastwagen bis hin zu Hubschrauber – die Bundeswehr unterstützt auf Anforderung der Landekreise mit Personal und Gerät.

Bundeswehr/Christopher Preloznik

Die Helfenden Hände wurden überall gebraucht. In Lagezentren koordinierten sie schweres Gerät wie Brückenlegepanzer und Räumfahrzeuge, in den Dörfern teilten sie Trinkwasser aus und schippten Schlamm. Die Hilfskräfte vor Ort – beispielsweise das Technische Hilfswerk und die Feuerwehren – wurden so durch Personal, Material und Logistik unterstützt und den Menschen in Not wurde schneller geholfen. Gemeinsam standen alle Helfer an der Seite der Menschen in den Katastrophengebieten.

Ein Lkw der Bundeswehr fährt über eine errichtete Behelfsbrücke im Ahrtal.

Katastrophenhilfe: Bundeswehr beendet Hochwassereinsatz

Die Bundeswehr steht bei Bedarf weiter bereit.

Sofortige Katastrophenhilfe durch die Streitkräfte

Die Menschen vor Ort haben unvorstellbares Leid erlitten. Mit der unbürokratischen Soforthilfe der Bundeswehr konnte dieses zumindest ein wenig abgemildert werden. Zum Beispiel waren im Ahrtal ein Großteil der Brücken durch die Wassermassen zerstört worden. Innerhalb von drei Tagen konnte die Bundeswehr sieben Behelfsbrücken zur Verfügung stellen, um den Verkehrsfluss und damit die Versorgung und Erreichbarkeit vor Ort wieder sicher zu stellen.

Eine Grafik mit den Darstellungen der Hilfeleistung

Übersicht der eingesetzten Kräfte und Mittel während der Amtshilfe nach dem Hochwasser

Bundeswehr

Der fast zweimonatige Einsatz der Streitkräfte gliederte sich dabei in drei Phasen: In der ersten Phase lag der Schwerpunkt auf der Rettung von Menschen – hier wurden vor allem Hubschrauber und geländegängige Fahrzeuge sowie Bergepanzer zum Räumen der Rettungswege eingesetzt. Die zweite Phase kümmerte sich um Stabilisierung, das heißt hier wurde zerstörte oder beschädigte Infrastruktur behelfsmäßig wiederhergestellt. Unter anderem wurden in dieser Phase Kommunikationsnetze mittels Satellitenkommunikationsanlagen bereitgestellt, sowie die Wasser- und Abwasserversorgung, sowie die Versorgung der Bevölkerung mit Verpflegung und Medikamenten sichergestellt. In der dritten und letzten Phase, dem Wiederaufbau, wurden vor allem Straßen und Brücken behelfsmäßig instandgesetzt und in der Folge an Dritte übergeben. Bereits am 16. August 2021 wurde eine von drei Behelfsbrücken vom Typ Medium Girder Bridge an den Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz übergeben. Mit dem Erreichen einer ausreichenden Grundversorgung und der Übernahme der verbliebenen Aufgaben vor Ort durch zivile Kräfte endet der sofortige Katastrophenhilfeeinsatz der Bundeswehr in den Hochwassergebieten.

Im Rückblick

Die Bundeswehr half im Kampf gegen die Flut 2021 in Deutschland.

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Flut 2021: Eindrücke aus den Hochwassergebieten

Die Hochwasserfolgen lassen sich schwer fassen. Mit Bild- und Videoaufnahmen der vor Ort anzutreffenden Begebenheiten werden die großen Herausforderungen der laufenden Aufräumarbeiten und des anstehenden Wiederaufbaus bewusst.

Geräte im Einsatz

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Ein Hubschrauber CH-53 hebt in einer Staubwolke ab.
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CH-53