Software-Roboter unterstützen bei der Erteilung von Fallschirmspringer-Lizenzen

Software-Roboter unterstützen bei der Erteilung von Fallschirmspringer-Lizenzen

  • Luftfahrtamt der Bundeswehr
  • Digitalisierung
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2 MIN

Das Luftfahrtamt der Bundeswehr (LufABw) nutzt seit Anfang Dezember erstmals die robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) für die Erteilung von Fallschirmspringer Lizenzen und ist mit Nutzung dieser digitalen Lösung Vorreiter in der gesamten Bundeswehr. Die erfolgreiche Inbetriebnahme oder auch Go-Live des Pilotprojekts im Rahmen des Gesamtprojekts „Digitalisierung LufABw“ ist für die Bundeswehr ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung.

Abschlusspräsentation LufABw und BWI

Abschlusspräsentation LufABw und BWI

LufABw

Die Lizenzierung von Fallschirmspringern wurde im Dezember auf eine robotergestützte Arbeitsweise umgestellt und ist damit der erste automatisierte Prozess in der gesamten Bundeswehr. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der BWI durchgeführt. Die Automatisierung unterstützt die Mitarbeiter bei repetitiven Aufgaben für die Erteilung von Fallschirmspringer Lizenzen, wodurch sich künftig die Durchlauf- und Bearbeitungszeit des Lizenzierungsprozesses signifikant reduziert. Durch diese digitale Entlastung können sich die Mitarbeiter auf höherwertige Aufgaben konzentrieren. Die finale Kontrolle des Prozesses liegt jedoch, trotz Einsatz der Roboter Software, nach wie vor bei der Fachkraft. Die Digitalisierung soll künftig die Bundeswehr dabei unterstützen, routinierte Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. 

Das Projektteam der BWI

Das Projektteam der BWI

BWI

„Am 6.Dezember haben wir uns nicht nur über den Nikolaustag gefreut, sondern vor allem über den Go Live der ersten robotergestützten Prozessautomatisierungen in der Bundeswehr. Der Mehrwert liegt vor allem darin, dass wir mit RPA den Einstieg in die Digitalisierung und in eine moderne Arbeitsweise begonnen haben, die unsere Mitarbeiter von Routineaufgaben entlasten und sie somit ihre Arbeitskraft den eigentlichen Herausforderungen widmen können“, so Oberst i.G.im Generalstabsdienst Stephan Schröter, Gesamtprojektleiter auf Seiten des LufABw. 

Im nächsten Schritt wird das Projektteam bestehend aus Bundeswehr und BWI weitere Prozesse mittels der robotergestützten Software automatisieren. Die automatisierten Prozesse werden künftig in ein ganzheitliches System zur Lizenzierung von Luftfahrtpersonal einfließen. Das Lizenzierungssystem wird als prozessübergreifendes, integriertes und benutzerfreundliches System mit einer einheitlichen Datenbasis entwickelt. Es löst die teils veralteten, heterogenen Einzellösungen ab. Gesamtziel des Projektes ist es, ein vollintegriertes Arbeiten aller an den Lizenzierungsprozessen beteiligter Stellen unter Federführung des LufABw zu ermöglichen.

Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) Go-Live am 6. Dezember 2019

Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) Go-Live am 6. Dezember 2019

BWI

Als wesentlichen Erfolgsfaktor benennt Oberst i.G.im Generalstabsdienst Schröter die agile Arbeitsweise zusammen mit der BWI in den Räumlichen des LufABw. Die BWI arbeitet an dieser Stelle mit einem 3-stufigen Beratungsansatz und erarbeitet gemeinsam mit den Nutzern der Bundeswehr die passgenaue Lösung. Am Anfang der Digitalisierungsaktivitäten steht immer eine Prozessanalyse und –optimierung. Durch Work-Shadowing und gemeinsame Workshops kann ein optimales Verständnis geschaffen und auf die Entwicklung der Lösung übertragen werden. 

Die Phase 3 des Projektes endete mit einer Abschlusspräsentation am 16.12.2019. Die bisher erreichten Ergebnisse konnten die Verantwortlichen aus dem BMVgBundesministerium der Verteidigung und BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr überzeugen. Der Vorschlag zum weiteren Vorgehen fand großen Zuspruch, so dass der Folgeauftrag kurzfristig erfolgte und das Projektteam nahtlos in Phase 4 starten und die Digitalisierung des LufABw weiter vorantreiben kann.