Der Tag, an dem das bessere Deutschland wieder geboren wurde

Der Tag, an dem das bessere Deutschland wieder geboren wurde

Datum:
Ort:
Schwielowsee
Lesedauer:
2 MIN

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Generalleutnant Hans-Werner Fritz redet in der Bornstedter Kirche zu den geladenen Gästen

Generalleutnant Hans-Werner Fritz eröffnet die Gedenkfeier

Bundeswehr/Johannes Gerke

Mit einer Gedenkveranstaltung in der Kirche Bornstedt und in der Henning von Tresckow-Kaserne gedachte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr, gemeinsam mit der Stadt Potsdam, des 70. Jahrestages des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler und des damit zusammenhängenden 70. Todestages von Generalmajor Henning von Tresckow.

Der Einladung zu der Gedenkveranstaltung waren zahlreiche Ehrengäste gefolgt. Unter ihnen auch Nachfahren der Familie Henning von Tresckows. Der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, Generalleutnant Hans-Werner Fritz, eröffnete die Gedenkveranstaltung. In seiner Begrüßungsrede erinnerte er an den „Aufstands des Gewissens“ – das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler, welches sich am 20. Juli 2014 zum 70. Mal jährte - und ehrte jene, die gemeinsam mit Henning von Tresckow im Widerstand gegen den Nationalsozialismus ihr Leben ließen.
Der Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs, hob in seiner anschließenden Rede das mutige Engagement des militärischen Widerstandes im Dritten Reich heraus: „Mit ihrem Attentat haben die Männer des 20. Juli für die Würde und Ehre unseres Landes gekämpft, die ihm das verbrecherische Regime geraubt hatte.“


Dr. h.c. General a.D. Klaus Naumann

Dr. h.c. General a.D. Klaus Naumann erinnert an den Widerstand im 2. Weltkrieg

Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw

Festredner der Gedenkfeier war der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzende des NATO-Militärausschusses General a.D. Dr. h.c. Klaus Naumann. In seiner Gedenkadresse sprach Naumann über die Bedeutung des militärischen Widerstandes für das Wertefundament der Bundeswehr – die Versöhnung von Gehorsam und Gewissen. „Die Soldaten im Widerstand gegen Hitler haben Gewissenstreue bewiesen. Sie sind damit bleibendes Vorbild für die Soldaten von heute geworden. Es ist ihre Gewissenstreue, die als traditionswürdig zu bewahren ist“, sagte Naumann. Der Tag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler sei trotz seines tragischen Ausgangs für die Widerständler in der Rückschau „der Tag, an dem das andere, das bessere Deutschland wieder geboren wurde.“

Rede von General a.D. Dr.h.c. Klaus Naumann (PDF, 86,1 KB)

Seit 1992 ist es Tradition, dass die in der Henning von Tresckow-Kaserne beheimateten Dienststellen der Bundeswehr den Todestag des Namensgebers feierlich begehen. Nicht zuletzt ist der Name von Tresckow auch eng mit Potsdam und der umliegenden Region verbunden. Von 1917 an war Henning von Tresckow einige Zeit in Potsdam stationiert. In der Bornstedter Kirche, in welcher der Hauptteil der Gedenkveranstaltung stattfand, hatten Henning von Tresckow und Erika von Falkenhayn im Jahr 1926 geheiratet.


  • Drei Männer stehen zusammen und unterhalten sich

    Beim Gespräch in der Bornstedter Kirche. Generalleutnant Fritz mit dem Ministerpräsidenten Manfred Stolpe

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw
  • Oberbürgermeister Jann Jakobs steht am Rednerpult

    Die Laudatio. Vorgetragen durch den Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw
  • Dr. h.c. General a.D. Klaus Naumann

    Dr. h.c. General a.D. Klaus Naumann erinnert an den Widerstand im 2. Weltkrieg

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw
  • Geladene Gäste sitzen zahlreich den Kirchenbänken

    Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Manfred Stolpe, im Beisein der Ehrengäste in der Bornstedter Kirche

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw
  • Generalleutnant Fritz mit seiner Ehefrau laufen gemeinsam auf dem Weg zur letzten Ruhestätte von Henning von Tresckow

    Generalleutnant Fritz mit seiner Ehefrau auf dem Weg zur letzten Ruhestätte von Henning von Tresckow

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw
  • Freifrau von Aretin mit Pfarrer Friedhelm Wizisla tragen beide eine weiße Rose

    Eine weiße Rose für das Grab. Freifrau von Aretin mit Pfarrer Friedhelm Wizisla

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw
  • Ehrengäste versammeln sich vor dem Gedenkstein

    Bürgermeister der Stadt Potsdam Jann Jakobs (Mitte) auf dem Weg zum Gedenkstein der Familie von Tresckow

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw
  • Soldaten des Wachbataillon stehen in der Ehrenformation

    Soldaten des Wachbataillon in der Ehrenformation

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw
  • Zwei Soldaten halten einen Kranz zum 70. Todestag von Generalmajor Henning von Tresckow

    Zwei Soldaten des Wachbataillon bei der Kranzniederlegung im Einsatzführungskommando der Bundeswehr

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw
  • Zwei Uniformierte tragen einen Ehrenkranz zum Gedenkstein. Im Hintergrund stehen geladene militärische und zivile Ehrengäste

    Die Ehrenkränze finden ihren Platz vor dem Gedenkstein von Generalmajor Henning von Tresckow

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw
  • Generalleutnant Hans-Werner Fritz steht in der Mitte zwischen zwei Damen und unterhält sich

    Generalleutnant Hans-Werner Fritz im Gespräch

    Bundeswehr/Archiv EinsFüKdoBw


von Michael Baum

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