13. März 2020 – Aktuelle Information von der Führungsakademie

13. März 2020 – Aktuelle Information von der Führungsakademie

  • Coronavirus
  • Führungsakademie der Bundeswehr
Datum:
Ort:
Hamburg
Lesedauer:
2 MIN

Stand: 13. März 2020, 14 Uhr

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle an der Führungsakademie der Bundeswehr ist auf sechs gestiegen. Den erkrankten Personen geht es den Umständen entsprechend gut. Der Lehrbetrieb bleibt weiterhin bis zum 20. März 2020 eingestellt. Der Verlauf der Corona-Infektionen wird fortlaufend beurteilt. Lehrgangsteilnehmende mit Dienstantritt Ende März können nach bisherigem Stand wie geplant anreisen.

Die Herausforderungen, die die aktuellen Entwicklungen rund um das Corona-Virus mit sich bringen, betreffen alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und somit auch die Bundeswehr. Dabei haben der Schutz der Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten sowie der zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die bestmögliche Eindämmung der Verbreitung des Virus höchste Priorität.

In diesem Zusammenhang hat die Leitung der Führungsakademie der Bundeswehr am 10. März 2020 nach der Positivtestung von drei Akademieangehörigen entschieden, den Lehrbetrieb der Akademie bis einschließlich Freitag, 20. März 2020, prophylaktisch einzustellen. Dies umfasst die Clausewitz-Kaserne in Blankenese und die Generalleutnant-Graf-von-Baudissin-Kaserne in Osdorf. Zudem werden alle Dienst- und Ausbildungsreisen bis zum 31. März 2020 storniert sowie alle Veranstaltungen an der Akademie bis zum 30. April 2020 abgesagt. Dies betrifft auch den Girls Day am 26. März 2020.

Sicherheitshalber wurden rund 350 Angehörige der Führungsakademie am 09. März 2020 mit der Aufforderung nach Hause geschickt, Außenkontakte zu minimieren und keine öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.
Nach enger Abstimmung mit der zuständigen Überwachungsstelle für öffentlich-rechtliche Aufgaben des Sanitätsdienstes – Nord bleiben die Soldatinnen und Soldaten sowie die zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin zu Hause. Unterkunftspflichtige Soldaten verbleiben in der Kaserne.

Derzeit gibt es zwei weitere am Corona-Virus erkrankte Personen an der Führungsakademie. Nach aktuellem Stand sind es sechs bestätigte und 14 Verdachtsfälle. Keiner dieser Personen befindet sich in einer der beiden Kasernen.

Grundsätzlich wird zwischen zwei Kategorien unterschieden:

  • (1) Personen, die direkten Kontakt zu einem bestätigten Fall haben und
  • (2) Personen, die wahrscheinlich Kontakt zu einer der drei Personen hatten.

Menschen,

  • die der Kategorie 1 angehören, befinden sich in der häuslichen Absonderung und müssen dem zuständigen Arzt einmal täglich den aktuellen Gesundheitszustand mitteilen.

Angehörige der Führungsakademie,

  • die zur Kategorie 2 zählen, befinden sich auch in der häuslichen Absonderung und werden durch die Überwachungsstelle für öffentlich-rechtliche Aufgaben bezüglich ihres individuellen Risikos beraten.

Der Zugang zu den Liegenschaften ist weiterhin gewährleistet. Die Kasernen befinden sich nicht in Quarantäne: So können beispielsweise Zulieferer, Handwerker und weitere berechtigte Personen die Tore passieren. Alle bisherigen Maßnahmen, wie die Einstellung des Lehrbetriebes bis zum 20. März 2020 und die Minimierung des sich vor Ort befindenden Personals, wurde zur Prophylaxe und Eindämmung getroffen.

Die Führungsakademie und ihre Angehörigen werden von der Überwachungsstelle für öffentlich-rechtliche Aufgaben (ÖRA) des Sanitätsdienstes der Bundeswehr Nord fachlich beraten. Zu deren Auftrag zählt die Präventivmedizin und Hygiene.

Zur ÖRA: Link

Die Situation wird ständig neu bewertet, wir werden transparent berichten, wenn sich die Lage verändern sollte.

Wir wünschen allen Betroffenen schnelle Genesung.


Bürgertelefon der Bundeswehr: info@bundeswehr.org


Für Presseanfragen erreichen Sie uns unter 0171-972 53 34

von Pressesprecherin Führungsakademie der Bundeswehr  E-Mail schreiben

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