Andreas-Christian Tübler hat ein offenes Ohr für Akademieangehörige
Mich haben in Afrika die Kinder berührt, die uns freudig begrüßt haben. Es waren zum Teil Kinder, die beispielsweise durch eine Augenkrankheit blind waren. Die haben sich natürlich gefreut, wenn wir ihnen Bonbons geschenkt haben, aber die hingen nicht an unserem Rockzipfel und bettelten nicht permanent. Das war eine ganz besondere und berührende Situation. Grundsätzlich fand ich es schön, wie uns die Menschen wahrgenommen haben: Die Soldaten wurden in der Regel als Helfer – als Freunde – angesehen. Wir haben auch Gottesdienste vor jedem Arbeitseinsatz, also dem Aufbau von Zeltstädten, gefeiert. Das war vor allem in Liberia so. Die innere Fröhlichkeit der afrikanischen Menschen, trotz des Schicksals, trotz der Armut, trotz der Krisen, ist ganz bewegend. Das ist auch das, was mich nach wie vor prägt. Die Mentalität der Afrikaner, das Leben zu feiern, ist etwas, was wir uns eigentlich abgucken könnten.