Andreas-Christian Tübler hat ein offenes Ohr für Akademieangehörige
Das versuchen wir auch im Unterricht in Form einer politischen Ethik zu vermitteln, dass wir versuchen zu klären, das Recht, auch das Menschenrecht, immer gegen den Krieg ist. Und da, wo es nicht der Fall ist, muss man schauen, dass man Strukturen und verschiedene Ebenen schafft, die gegensteuern - wie beispielsweise die Vereinten Nationen oder Rechtssatzungen. Im Unterricht erkläre ich den Soldaten, dass es nur einen Frieden gibt, wenn es ein gerechter Frieden ist. Es ist immer ein Verstoß gegen Gottesordnung und Gottesliebe, wenn man im Einsatz durch Gewalt ums Leben kommt. Das ist die Schwierigkeit, die wir vermitteln müssen und darüber müssen wir sprechen, wobei wir uns als Bundeswehr nur verteidigen. Dann gibt es Sinnfragen, warum lässt Gott das zu und weshalb ist überhaupt das Leid in der Welt. Darüber unterhalten wir uns in Einzelgesprächen oder in kleinen Gruppen.