Mein damaliger Lehrgang war noch als klassischer Heereslehrgang angelegt. Den Schwerpunkt bildete die Bündnis- und Landesverteidigung, der eurozentrierte Ansatz dominierte. Unser bis dahin umfangreichster Auslandseinsatz, UNOSOM II in Somalia, lief ja gerade erst an. Heute legen wir im Lehrplan viel mehr Wert auf Krisenmanagement und Internationalität, gewichten Planungsprozesse und deren Einordnung in den politisch-strategischen Rahmen wesentlich stärker. Hinzu kommt die zunehmende Akademisierung, etwa mit dem Masterstudiengang „Militärische Führung und Internationale Sicherheit“. Wie sich dies auswirkt, ist noch unklar. Fest steht aber: Die akademische Qualität unserer Absolventinnen und Absolventen ist außerordentlich hoch.