Ein Pate ist...

Ein Pate ist...

  • LGAI
  • Führungsakademie der Bundeswehr
Datum:
Ort:
Hamburg
Lesedauer:
2 MIN
  • … ein Ansprechpartner für einen internationalen Lehrgangsteilnehmenden.
  • … ein Botschafter Hamburgs, da er seinem Patenoffizier die Stadt näherbringt.
  • … ein Freund, der den ausländischen Soldaten in die Gesellschaft einbindet.
Die Personen trinken Kaffee. Im Hintergrund sieht man Hafenkräne

Eine Patenfamilie trifft sich mit ihrem Patenoffizier und dessen Familie an der Elbe in Hamburg

Führungsakademie der Bundeswehr/Michael Gundelach

Die Patenschaft ergänzt den Lehrgang für Generalstabs- und Admiralstabsdienst International an der Führungsakademie der Bundeswehr. Sie bietet den ausländischen Offizieren die Möglichkeit, über den regulären Ausbildungsbetrieb hinaus die Stadt Hamburg sowie Deutschland, seine Menschen und seine Kultur kennenzulernen. Die Lehrgangsteilnehmenden und ihre Familien werden individuell und informell betreut. Dadurch entsteht ein persönlicher Austausch, womit Patenschaften auch zur Völkerverständigung beitragen.

5 Fragen an Fregattenkapitän Stefan Berger, Tutor Hörsaal Marine im LGAI an der Führungsakademie der Bundeswehr

Fregattenkapitän Stefan Berger blickt in die Kamera

Fregattenkapitän Stefan Berger ist einer von vier Tutoren im Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst International (LGAI)

Führungsakademie der Bundeswehr/Katharina Roggmann

Herr Fregattenkapitän Berger, was zeichnet eine Patin/einen Paten aus?

Die Paten kommen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen in Hamburg. Wir sehen in ihnen in erster Linie Multiplikatoren. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass sich die ausländischen Offiziere in Deutschland wohlfühlen. Bei Treffen festigen sie zum einen die Sprachkenntnisse, zum anderen helfen sie, die deutsche Kultur besser zu verstehen. Dadurch wird auch ein nachhaltiges, positives Bild von Deutschland vermittelt. Ein Patenoffizier, der 2019 am internationalen General- und Admiralstabslehrgang teilgenommen hat, sagte: „Meine Paten sind zu mir wie meine eigenen Eltern.“

Wer darf eine Patin/ein Pate sein?

Die Antwort ist ganz leicht: jeder, der Interesse hat. Für eine Patenschaft gibt es keine formellen Anforderungen. Diese kann frei nach den persönlichen Interessen gestaltet werden. So ist es auch möglich, dass ein Pate mehrere Patenoffiziere betreut. Bewährt hat sich aber das Modell: Ein Pate/eine Patenfamilie kümmert sich um einen Offizier mit oder ohne Familie. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten eine Vertrauensbasis zueinander aufbauen.

Welche Aufgaben hat eine Patin/ein Pate?

Paten schließen ihre Patenoffiziere in Familien- und Freizeitaktivitäten mit ein und stehen ihnen bei alltäglichen Problemen als Ansprechpartner zur Seite. Sie helfen den ausländischen Offizieren und deren Familien dabei, sich in Deutschland und vor allem in Hamburg zurechtzufinden und unterstützen sie, die deutsche Sprache zu erlernen. Der persönliche Kontakt zwischen den Patenoffizieren und den Paten bietet beiden Seiten unzählige Gelegenheiten, einen anderen Kulturkreis zu entdecken. So entstehen auch lebenslange Freundschaften.

Wann beginnt und endet eine Patenschaft?

Die offizielle „Verpatung“ findet jeweils zu Lehrgangsbeginn im Januar statt. In diesem Jahr musste sie jedoch aufgrund der Corona-Lage verschoben werden. Die Patenschaft dauert zunächst ein Jahr und kann für den nächsten Lehrgang und darüber hinaus unbestimmt verlängert werden.                                                                                                        

Wie viel Zeit verbringen die Paten und Lehrgangsteilnehmenden zusammen?

Die Art und den Umfang der Patenschaft bestimmt die Patin/der Pate in individueller Absprache mit dem Patenoffizier.

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Wie werde ich Patin/Pate?

Der LGAI freut sich immer über Freiwillige, die sich gerne für die ausländischen Gäste engagieren wollen. Interessierte können sich an das Geschäftszimmer des LGAI wenden.
Anfragen sind möglich per

Das Team des Lehrgangs Generalstabs-/Admiralstabsdienst International (LGAI) besteht aus dem Lehrgangsleiter und vier Tutoren, die jeweils einem Hörsaal vorstehen. Neben zwei Hörsälen des Heeres, gibt es zudem einen Hörsaal Marine und einen Hörsaal Luftwaffe. Auf diese vier Hörsäle werden die internationalen und deutschen Lehrgangsteilnehmenden aufgeteilt. Der Hörsaal Marine im LGAI 2021 besteht beispielsweise aus elf internationalen Lehrgangsteilnehmenden sowie drei deutschen Stabsoffizieren, die den Tutor im Rahmen ihrer Mentorentätigkeit unterstützen.

Der Tutor führt den Hörsaal und vermittelt -  in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fakultäten an der Führungsakademie - Kenntnisse über Strukturen und Arbeitsweisen der europäischen Sicherheitsstruktur. Die Aufgabe als Tutor fordert einen Führungsstil, der Herz und Verstand der internationalen Lehrgangsteilnehmenden anspricht und persönliche Belange berücksichtigt. In zwölf Monaten werden die Stabsoffiziere so auf ausgewählte Verwendungen im Generalstabs-/Admiralstabsdienst und in Höheren Stäben vorbereitet. Durch Gesprächsbereitschaft, persönliche Zuwendung und partnerschaftliche Zusammenarbeit zeigt der Tutor den internationalen Lehrgangsteilnehmenden darüber hinaus, auch historische und gesellschaftliche Zusammenhänge in Deutschland auf.

Un parrain est

Französische Übersetzung

Un parrain est Un parrain est PDF, nicht barrierefrei, 1,1 MB

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