Ministerin: Führungsakademie ist eine Zukunftswerkstatt

Ministerin: Führungsakademie ist eine Zukunftswerkstatt

  • Sicherheitspolitik
  • Führungsakademie der Bundeswehr
Datum:
Ort:
Hamburg
Lesedauer:
3 MIN

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat an der Führungsakademie der Bundeswehr ihre dritte Grundsatzrede gehalten. Den Besuch am 18. Juni nutzte die Ministerin auch, um sich mit Angehörigen der höchsten militärischen Ausbildungsstätte der deutschen Streitkräfte auszutauschen.

Besuch BMin Verteidigung AKK Führungsakademie BW

Führungsakademie der Bundeswehr
Hamburg, 18.06.2021
Besuch der Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer
Hier:
Gespräch mit Kommandeur der Führungsakademie Generalmajor Oliver Kohl beim Gebäudewechsel.

Führungsakademie der Bundeswehr/Christian Gelhausen

In ihrer Rede vor den Lehrgängen General- und Admiralstabsdienst National (LGAN) und International (LGAI) sagte Kramp-Karrenbauer, unter anderem mit Blick auf das russische und chinesische Streben nach Weltgeltung: „Die internationale Ordnung, auf die wir bauen, steht massiv unter Druck. Das betrifft uns Deutsche direkt. Von unseren Exporten in alle Welt, von freien Märkten und offenen Handelswegen hängen mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland ab. Gerade hier in Hamburg weiß man das, wo die Pötte die Elbe rauf- und runterfahren und wo im Hafen viele Millionen Container umgeschlagen werden.“

Um Sicherheit, Wohlstand, soziale Systeme und die politische Gestaltungskraft zu erhalten, bedürfe es einer technologischen Führungs- und Gestaltungsrolle Deutschlands und Europas. „Dafür müssen wir schneller, innovativer, kreativer, mutiger und vielleicht auch ein Stück cleverer werden.“ Die Führungsakademie wiederum sei eine „zentrale Zukunftswerkstatt der Bundeswehr. Hier werden die Menschen geprägt, die schon bald in verantwortlicher Position über die Geschicke der deutschen Streitkräfte entscheiden.“ Der Hintergrund: Die Akademie mit Sitz in den Elbvororten bildet das angehende militärische, aber auch zivile Spitzenpersonal der Bundeswehr aus. 

In einer hybriden Fragerunde ging die Ministerin auf Fragen nach dem deutschen Engagement im Indopazifik, nach Unterstützung für Ortskräfte der Bundeswehr in Afghanistan sowie dem Aufbau eines Territorialen Führungskommandos ein. Letzteres soll sich künftig um die Koordination der Amtshilfe bei Naturkatastrophen und nationalen Notlagen kümmern. Ein weiterer Punkt war die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU, denn: Am 1. Juli präsentiert der LGAN 2019 zahlreichen hochrangigen Gästen die Ergebnisse seiner zweijährigen Studienphase – zu eben jenem Thema.

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer kündigte an, mit den angehenden General- und Admiralstabsoffizieren im unmittelbaren Dialog zu bleiben. So möchte sie in drei Wochen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des LGAN 2019 die Inhalte ihrer dritten Grundsatzrede vertiefen. „Das unterstreicht die Rolle der Akademie als Denkfabrik. Und als Plattform für den offenen, mutigen Diskurs. Dazu tragen wir auch mit dem German Institute for Defence and Strategic Studies, kurz GIDS, bei“, betonte Generalmajor Oliver Kohl, Kommandeur der Führungsakademie. Bei dem GIDS handelt es sich um eine Kooperation von Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr einerseits und der Führungsakademie der Bundeswehr andererseits. Zu den Aufgaben des Instituts zählen Grundlagenforschung, Analyse und Beratung.

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Generalmajor Kohl und Kramp-Karrenbauer gehen zum nächsten Programmpunkt

Generalmajor Kohl nutzt den Weg auf dem Campus der Führungsakademie der Bundeswehr zum Autausch mit Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer

Führungsakademie der Bundeswehr/Katharina Roggmann
Die Ministerin steht auf dem Podium und hält die Grundsatzrede. Die Offiziere sitzen vor ihr im Auditorium und hören zu

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist überzeugt: „Als Führungskraft zu dienen, das heißt für uns: Dienst an der Zukunft“

Führungsakademie der Bundeswehr/Katharina Roggmann
Der Lehrgangsleiter des internationalen Lehrganges stellte der Verteidigungsministerin das Lehrgangskonzept dar

Oberst i.G.im Generalstabsdienst Wasgindt erläuterte der Ministerin: „Der LGAI ist der einzige Lehrgang in der Bundeswehr, der nur für internationale Teilnehmende konzipiert ist“

Führungsakademie der Bundeswehr/Christian Gelhausen
Vor einem Graphic Recording bringt Oberst i.G. Abed der Verteidigungsministerin das Projekt digitale Ausbildungsakademie näher

Der Direktor Strategie und Fakultäten, Oberst i.G.im Generalstabsdienst Abed, stellte der Ministerin das Projekt digitale Ausbildungsakademie vor: „Wir werden verlieren, wenn wir nicht digitalisieren“

Führungsakademie der Bundeswehr/Christian Gelhausen
Die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer befindet sich in einem Hörsaal

Im Austausch mit den internationalen Offizieren sagte die Verteidigungsministerin: „Die logistische Drehscheibe muss funktionieren. Dabei spielen unsere Bündnispartner und moderne Technologien eine wichtige Rolle“

Führungsakademie der Bundeswehr/Christian Gelhausen

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Während ihres Besuchs in der Clausewitz-Kaserne in Hamburg informierte sich Kramp-Karrenbauer auch über Unterrichtsinhalte: Im Gespräch mit Angehörigen der Akademie erhielt die Ministerin einen Einblick in aktuelle Seminare und Übungen. Im Fokus standen außerdem die Fortschritte der Digitalen Ausbildungsakademie für Lebenslanges Lernen.

Kramp-Karrenbauer betonte: „Die persönliche Weiterentwicklung einer Führungskraft hört für mich nach Abschluss eines Lehrgangs nicht auf, sondern gestaltet sich als lebenslange Aufgabe, um neuen Herausforderungen gewachsen zu sein.“ Für die Zukunft der Bundeswehr sei entscheidend, „dass Führungskräfte das System und sich selbst kritisch-konstruktiv hinterfragen, strategisches Denken entwickeln und sich offen für Neues zeigen. Und das habe ich an der Führungsakademie erlebt.“

Was sie von angehenden General- und Admiralstabsoffizieren erwartet, welche Eindrücke sie nach Berlin mitnimmt, welchen Nutzen die Bundeswehr aus der Führungsakademie als Denkfabrik ziehen kann – darauf antwortet Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer im folgenden Videointerview.

Die Bundesministerin beantwortet im Interview Fragen zu ihrer Grundsatzrede, was sie vom Spitzenpersonal der Bundeswehr erwartet und zum German Institute for Defence and Strategic Studies.
Transkription des Videos
von Mario Assmann  E-Mail schreiben

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