Online-Weiterbildung zu Terminologiearbeit mit großer Resonanz

Online-Weiterbildung zu Terminologiearbeit mit großer Resonanz

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  • Bundeswehr
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Kommunikation auf unterschiedlichsten Ebenen unter Nutzung von verschiedenen Medien ist ein elementarer Baustein für die Führung und Auftragserfüllung der Bundeswehr. Die Terminologiearbeit der Bundeswehr leistet hierzu ihren Beitrag. Ziel ist es, für die Fachsprache der Bundeswehr einheitliche Begriffsverständnisse zu entwickeln und im Fachwortschatz der Bundeswehr verbindlich festzulegen sowie die deutsche Position in die Terminologiearbeit der NATO einzubringen.

Ordner in einer Schublade

Fachwortschatz der Bundeswehr

Adobestock/Maksym Yemelyanov

Diese Teilaufgabe für die Bundeswehr wird durch ein breites, bundeswehrgemeinsames und multinationales Netzwerk von Fachleuten kontinuierlich gewährleistet. Sie nutzen festgelegte Verfahren und Prozesse und bedienen sich standardisierter Vorgaben.

Anfang Mai fand eine durch das Planungsamt der Bundeswehr initiierte Online-Weiterbildung für das Personal in der Terminologiearbeit statt, unterstützt vom Bundessprachenamt. Insgesamt haben 170 Angehörige des Geschäftsbereichs des Bundesministeriums der Verteidigung an den Modulen teilgenommen.

„Wir wussten aus vielen Gesprächen, dass der Bedarf für eine derartige Weiterbildung existiert. Dass unser Angebot allerdings auf ein so großes Interesse trifft, damit haben wir nicht gerechnet“, so der Referatsleiter für Terminologie im Planungsamt der Bundeswehr, Oberstleutnant i.G.im Generalstabsdienst André Zwiener.

verschiedene Zahnräder greifen ineinander.

Vertiefungsmodule für unterschiedliche Zielgruppen

Pixabay/techologie_ar130405

Die Online-Weiterbildung wurde als Videokonferenz durchgeführt. Neben einem Modul zur Entwicklung eines Grundverständnisses der Terminologiearbeit wurden fünf weitere Vertiefungsmodule für unterschiedliche Zielgruppen angeboten. Diese vermittelten die erforderlichen Grundkenntnisse zu den Prozessen und Verantwortlichkeiten in der Terminologiearbeit der Bundeswehr und der NATO. Die Zielgruppen erstreckten sich von den Angehörigen der Terminologieausschüsse der Bundeswehr über die Verfasserinnen und Verfasser von Dokumenten der Bundeswehr auf allen Führungsebenen bis hin zu den deutschen Vertreterinnen und Vertretern in den verschiedenen Gremien der NATO.

„Wir sind froh, dass wir mit dem Weiterbildungsangebot eine so große Zielgruppe erreichen konnten. Alle relevanten Führungsebenen waren vertreten und wir hoffen, den Teilnehmenden für ihre Aufgaben weitergeholfen zu haben“, äußert sich Zwiener.

Diese Weiterbildung wurde nicht einfach spontan aus dem Boden gestampft. Die Entwicklung begann bereits Mitte letzten Jahres und einzelne Module wurden im Vorfeld erprobt. Alle sechs Module wurden nun erstmals am Stück durchgeführt. Künftig werden sie mindestens zweimal jährlich angeboten, in zeitlichem Zusammenhang mit den Regelversetzungsterminen in der Bundeswehr. So können die neuen Dienstposteninhaberinnen und Dienstposteninhaber zeitnah ein zielgerichtetes Weiterbildungsangebot wahrnehmen.

Buchseite eines Wörterbuchs

Ziel ist es, für die Fachsprache der Bundeswehr einheitliche Begriffsverständnisse zu entwickeln

Pixabay/PDPics

Neben den Online-Weiterbildungen stehen die Module auch zum zeit- und ortsunabhängigem Selbststudium über das Intranet der Bundeswehr zur Verfügung, um individuellen Lernbedürfnissen besser gerecht werden zu können.

„Mit diesem Angebot schließen wir eine schon lange bestehende Weiterbildungslücke für den an der Terminologiearbeit beteiligten Personenkreis. Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung“, betont Oberstleutnant i.G.im Generalstabsdienst Zwiener.