Informationsveranstaltung

Reservistentagung des Ulmer Kommandos

Reservistentagung des Ulmer Kommandos

Datum:
Ort:
Ulm
Lesedauer:
3 MIN

Rund 70 Teilnehmende trafen sich bei einer gemeinsamen Informationsveranstaltung des Multinationalen Kommandos Operative Führung in der Wilhelmsburgkaserne in Ulm. Der Befehlshaber, Generalleutnant Alexander Sollfrank, informierte die Reservistinnen und Reservisten des Ulmer Kommandos zu aktuellen Entwicklungen.

Soldaten sitzen bei einem Kameradschaftsabend um einen Tisch

Generalleutnant Alexander Sollfrank, Befehlshaber des Ulmer Kommandos, im Gespräch mit seinen Reservisten am Kameradschaftsabend vor der Tagung

Bundeswehr/Gina Seegert

Zu einer zweitägigen Informationsveranstaltung für beorderte und interessierte Reservesoldaten hatte das Multinationale Kommando Operative Führung in Ulm am 11. November in die Wilhelmsburgkaserne eingeladen. Rund 70 Soldaten und Soldatinnen der Reserve sowie aktive Kameraden freuten sich nach zweijähriger pandemiebedingter Pause über ein Wiedersehen zunächst in geselliger Runde bei einem Kameradschaftsabend. 

In seiner Begrüßungsansprache freute sich der Befehlshaber des Ulmer Kommandos, General Alexander Sollfrank, darüber, dass es nun wieder gelungen sei, diese bemerkenswert hohe Anzahl an Reservistenkameraden in ihrer „militärischen Heimat“ zusammenzuführen. Er erläuterte die Schwerpunkte der beiden multinationalen Ulmer Stäbe, des NATO-Kommandos Joint Support and Enabling Command (JSECJoint Support and Enabling Command) und des Multinationalen Kommandos Operative Führung, für das kommende Jahr: „Wir bereiten uns auf das im Jahr 2025 anstehende EU-Engagement als militärstrategisches Hauptquartier vor. Das geschieht unter anderem in enger Zusammenarbeit mit dem Eurocorps aus Straßburg sowie unter Berücksichtigung der EU-Vorgaben des „Strategischen Kompasses“ und der Aufstellung der EU Rapid Deployment Capacity (RDC), die Ende 2025 abgeschlossen werden.

Der „Strategische Kompass“ ist ein Aktionsplan für die Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU bis 2030. Die RDC ist die damit beschlossene schnell verlegbare Eingreiffähigkeit, die dazu dienen soll, im Krisenfall sowohl zivil als auch militärisch angemessen und schnell handeln zu können.

Soldaten und Soldatinnen aus sieben Nationen dienen in Ulm

Soldat A in Flecktarn liest anderem Soldaten aus Urkunde vor

Zeit für Beförderungen und Auszeichnungen: Generalleutnant Alexander Sollfrank befördert Hauptmann der Reserve Dirk F. zum Stabshauptmann

Bundeswehr/Gina Seegert

Parallel dazu ist das JSECJoint Support and Enabling Command in der Zuarbeit zur Entwicklung der operativen NATO-Planungen gebunden.
Der Befehlshaber erläuterte die aktuellen Aufgaben der beiden multinationalen Ulmer Hauptquartiere und beförderte Kameradinnen und Kameraden. 
Aus dem Ulmer Reservistenkreis verabschiedete der Chef des Stabes und Reservistenbeauftragte des Ulmer Kommandos, Generalmajor Hartmut Renk, zum einen Oberst a. D.außer Dienst Klaus S. nach einer über dreißigjährigen Reservistentätigkeit. Außerdem wurde Oberstleutnant a. D.außer Dienst Wolfgang G., der 2010 seinen aktiven Dienst beendet hatte und nun als Regionalbeauftragter der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) in Ulm tätig ist, verabschiedet.

Am nächsten Tag, dem 12. November und 67. Jahrestag der Gründung der Bundeswehr, wurde die Informationsveranstaltung mit einem Vortrag von Generalmajor Hartmut Renk zum Thema „Einbindung des Multinationalen Kommandos Operative Führung im nationalen und multinationalen Kontext“ fortgesetzt. Im Ulmer Kommando dienen derzeit Soldatinnen und Soldaten aus sieben Nationen. Es unterstützt als deutsche Dienststelle in erster Linie nicht nur die Europäische Union (EU) auf militärstrategischer Ebene, sondern aktuell auch mit Anteilen die NATO Response Force.

Das Multinationale Kommando Operative Führung gewährleistet unter anderem als sogenannter „Base Support“ alles für den Grundbetrieb von der Infrastruktur bis zum Transport – und das nicht nur für das JSECJoint Support and Enabling Command, sondern auch für alle anderen Hauptquartiere in der Wilhelmsburgkaserne. 

Informationen rund um die Reserve

Gruppenbild von Herren in Uniform.

Reservisten und aktive Soldaten des Ulmer Kommandos nach der Informationsveranstaltung im Europasaal der Wilhelmsburgkaserne. 70 Reservisten hatten daran teilgenommen.

Bundeswehr/Gina Seegert

Als einen der wesentlichsten Programmanteile stellte Oberst d. R.der Reserve Oliver D. in einem Vortrag die neue Strategie der Reserve der Bundeswehr vor und verwies im Bereich des Heimatschutzes auf die aktuelle Aufstellung der Heimatschutzregimenter.
Weitere Vortragende vom Personalamt der Bundeswehr und der Personalabteilung des Ulmer Kommandos informierten unter anderem über Situation, Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Reserve. 

Für die Anwesenden gab es vielfältige Möglichkeiten für abteilungsinterne Gesprächsrunden und Einzelgespräche mit dem jeweiligen Personalführer. 
Am Nachmittag verabschiedete General Renk die Kameradinnen und Kameraden der Reserve sowie die „Aktiven“ und bedankte sich für deren Engagement und die gelungene Veranstaltung. 

von Bernd Niedermann  E-Mail schreiben

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