Kontakt: ZMSBwAbteilungBildung@bundeswehr.org

„Verantwortlich handeln kann nur, wer um historische Hintergründe und Zusammenhänge weiß.“
General Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr

Historische Bildung ist in der Bundeswehr Teil der im Soldatengesetz verankerten staatsbürgerlichen Unterrichtung. Sie soll den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr nicht nur geschichtliche Kenntnisse vermitteln und politische Zusammenhänge erklären. Sie dient darüber hinaus auch der Verwirklichung des Leitbildes des Staatsbürgers in Uniform mit seinen drei Kernelementen: der freien Persönlichkeit, dem verantwortungsbewussten Staatsbürger und dem einsatzbereiten Soldaten. Die Durchführung der historischen Bildung ist Aufgabe der zuständigen Vorgesetzten in den Truppenteilen und Dienststellen der Bundeswehr.
Die Abteilung Bildung hat in diesem Rahmen den Auftrag, Impulse für die historische Bildung in der Bundeswehr zu setzen, diese zielgerichtet weiterzuentwickeln, historische Bildungsangebote für alle Dienstgradgruppen zu erstellen und sich am öffentlichen Diskurs über Militär und Sicherheit in Deutschland mit wissenschaftlich fundierten Beiträgen zu beteiligen. Ein besonders wirksames Mittel der historischen Bildung sind die Museen und Sammlungen der Bundeswehr. Die Abteilung Bildung führt daher auch die Fachaufsicht über den Museums- und Sammlungsverbund der Bundeswehr, zu dem derzeit über 100 Lehrsammlungen, Militärgeschichtliche Sammlungen und Regionale Ausstellungen gehören.

Projektbereiche der Abteilung Bildung

Um diesen Auftrag umzusetzen, hat die Abteilung Bildung vier Bereiche:
- den Projektbereich Grundlagen der historischen Bildung,
- das Referat Museums- und Sammlungswesen der Bundeswehr
- die Ansprechstelle für militärhistorischen Rat und
- den Projektbereich Medien, zudem auch die Pressestelle gehört.

Abteilungsleiter ist Oberst Dr. Frank Hagemann.
Er ist zugleich Beauftragter für Angelegenheiten des militärischen Personals im ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.

Projektbereich Grundlagen der Historischen Bildung

Historische Kenntnisse, Verständnis für politische Zusammenhänge und feste ethische Grundwerte sind Garanten für eine verlässliche Auftragserfüllung und Voraussetzung für einsatzbereite Streitkräfte. Dies unterstrich der Generalinspekteur der Bundeswehr bei der Inkraftsetzung der neuen Zentralen Dienstvorschrift „Historische Bildung in der Bundeswehr (A 2620/4)“ (PDF, 551,1 KB). Damit verlieh er dem bereits 1994 von General Klaus Naumann formulierten Leitgedanken neues Gewicht, dass „die geistige Auseinandersetzung mit Geschichte dem Menschen nicht Ausbildung, sondern Bildung, nicht Handlungsanweisung, sondern Horizonte“ biete.

So verstandene Historische Bildung vermittelt Erkenntnisse über historische Zusammenhänge sowie über die Entwicklung von politischen und gesellschaftlichen Problemen der Gegenwart. Sie erhöht die Befähigung des Soldaten zur kritischen Auseinandersetzung mit Traditionen, Berufsbild und seinem Selbstverständnis. Sie fördert die Identifikation des Staatsbürgers in Uniform mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.

Unsere Angebote

In der Abteilung Bildung werden aktuelle Forschungsergebnisse ausgewertet, pädagogisch-didaktisch aufbereitet und den Truppenteilen und Dienststellen in verschiedenen Formen zur Verfügung gestellt.
Dazu zählen etwa

  • das mehrbändige Werk „Grundkurs Militärgeschichte“ für die Ausbildung der Offiziere,
  • der „Kompass Militärgeschichte“  für die Ausbildung der Unteroffiziere,
  • die „Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung“ für alle Angehörigen der Bundeswehr und interessierte Abonnenten sowie
  • die Buchreihe „Kriege der Moderne“, die sich über die Bundeswehr hinaus auch an die interessierte Öffentlichkeit richtet.

Weiterhin gestaltet und betreut die Abteilung Bildung mit ihren Projektbereichen Ausstellungen, die innerhalb und außerhalb der Bundeswehr gezeigt werden.
Sie veranstaltet jährlich das „Kolloquium für die Dozenten im Fach Militärgeschichte der Bundeswehr“ als Weiterbildungslehrgang.

Projektbereichsleiter ist Oberstleutnant Dr. Heiner Bröckermann

Mitarbeiter sind Wiss. Oberrat Dr. Peter Lieb, Wiss. Angestellte Cornelia Grosse M.A.Master of Arts


Halle 3 Bild 001 am 24042018

Die Interimsausstellung "Zwischenlandung" bietet im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr - Flugplatz Gatow einen guten Überblick über die Geschichte der deutschen Militärfliegerei seit den Anfängen.

MHM-Flugplatz Gatow 2019

Referat Museums- und Sammlungswesen

Das ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr ist als fachlich nachgeordnete Dienststelle des Bundesministeriums der Verteidigung für das Museums- und Sammlungswesen in der Bundeswehr federführend zuständig.

Es führt das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHM) mit seinen Standorten in Dresden, am Flugplatz Gatow sowie auf der Festung Königstein im Elbsandsteingebirge. Dazu ist in der Abteilung Bildung des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr das Referat Museums- und Sammlungswesen (RefMuS) eingerichtet, welches die enge Zusammenarbeit mit den Museen und Sammlungen der Bundeswehr pflegt, um diese lebendigen Lernorte in die Historische Bildung in den Streitkräften einzubinden und Militärgeschichte erlebbar zu machen.

Das RefMuS unterstützt den Kommandeur ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr bei der Fachaufsicht über das MHM und ist zuständig für die Steuerung, Regelung und Weiterentwicklung des Sammlungswesens der Bundeswehr. Dazu werden regelmäßig stattfindende Besprechungen der Koordinierungsgruppe des Sammlungsverbundes durch das RefMuS abgehalten sowie die Durchführung der jährlichen Arbeitstagung des gesamten Sammlungsverbundes unterstützt.

Referatsleiter ist Wiss. Direktor Dr. Torsten Diedrich

Mitarbeiter sind Korvettenkapitän Leonie Hieck M.A.Master of Arts, Wiss. Angestellter Dr. Christopher Oestereich, Wiss. Angestellter Daniel Schilling M.A.Master of Arts, Angestellte Thekla Wrobel, Angestellte Sabine Schlegl

Ansprechstelle für militärhistorischen Rat

Die Ansprechstelle für militärhistorischen Rat (AmR) erarbeitet Studien und Fachgutachten und beantwortet Anfragen zur deutschen Militärgeschichte.
Mit ihrer Expertise steht die AmR in erster Linie dem Bundesministerium der Verteidigung und den Dienststellen der Bundeswehr zur Verfügung.
Zudem leistet die AmR Amtshilfe für Behörden und andere staatliche Einrichtungen.
Darüber hinaus beantwortet die AmR – bei freien Kapazitäten – auch Anfragen aus der Öffentlichkeit und von Privatpersonen. In der Regel sind hierfür keine umfangreichen Recherchen und Ausarbeitungen möglich.

Privatpersonen sollten bei Anfragen an die AmR weiterhin beachten:
Das ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr besitzt kein eigenes historisches Archiv mit Originalunterlagen früherer deutscher Streitkräfte oder der Bundeswehr. Anfragen an die AmR, die dem militärischen Lebenslauf und dem Einzelschicksal von Militärangehörigen gelten, haben deshalb in der Regel keine Aussicht auf Erfolg. Solche Anfragen sollten grundsätzlich an das Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv, gerichtet werden, das die Personalunterlagen früherer deutscher Streitkräfte verwahrt, soweit sie erhalten sind.
Darüber hinaus können Sie sich an die hier genannten Archive und Dienststellen wenden.

Anfragen können in postalischer oder elektronischer Form an die AmR gerichtet werden.
Als email an: AnsprechstellefuermilitaerhistorischenRat@bundeswehr.org
Postalisch an: ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Ansprechstelle für militärhistorischen Rat, Zeppelinstraße 127/128, 14471 Potsdam

Dienststellen der Bundeswehr können zu einer ersten Verbindungsaufnahme die folgende dienstliche Telefonnummer nutzen: 0151/ 16 13 78 16.
Anfragen sind grundsätzlich schriftlich an die AmR zu richten.

Leiter der Ansprechstelle ist Oberstleutnant Dr. Thomas Vogel, Sachbearbeiterin ist Frau Angelika Nawroth.

Projektbereich Medien

Kontakt: ZMSBwMedien@bundeswehr.org

Vom CMS zur Website: Die neue Informationsplattform des ZMSBw

Vom CMSCompliance Management System zur Website: Die neue Informationsplattform des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr

Montage ZMSBw/ Möllers 2020

Die historische und sozialwissenschaftliche Fachwelt kommuniziert zunehmend im Internet. Neben allen erdenklichen Publikationen, die dort als elektronische Ressource bereitgestellt werden, bietet das World Wide Web zudem die Möglichkeit, schneller für einen größeren Adressatenkreis Fachwissen bereitzustellen.

Der Bereich Medien betreibt dazu nicht nur diese Website der Forschungseinrichtung und stellt damit die Kommunikation nach außen sicher. Vielmehr stellt er die gesamte Produktpalette bereit, die das ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr der Fachwelt, der interessierten Öffentlichkeit und den Streitkräften anbietet.

Darüber hinaus informiert der Webauftritt über alle Aktivitäten und Publikationen des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. Künftig stellt er weitere wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Inhalte einem breiten Publikum zur Verfügung.
Projektbereichsleiter ist Oberstleutnant Dr. Heiner Möllers

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Kontakt: ZMSBwPressestelle@bundeswehr.org

Nahezu ständig wird die Expertise des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zur Militärgeschichte und zu den Sozialwissenschaften nachgefragt. Unsere Pressestelle stellt - als Teil des Projektbereichs Medien - die Präsenz des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr sowohl in regionalen wie auch überregionalen Tageszeitungen sowie auch in Funk und Fernsehen sicher. Ein hochwertig gestalteter Jahresbericht findet weite Verbreitung in Verwaltung, Politik und Militär. Über Veranstaltungen, Veröffentlichungen und inhaltliche oder strukturelle Veränderungen wird darüber hinaus fortlaufend in Form von Pressemitteilungen informiert. Gemeinsam mit den Pressestellen der Bundeswehr in der Umgebung der Hauptstadt (Printmedien und Internetpräsentationen der Streitkräfte) hat sich in den letzten Jahren ein aktives Netzwerk weiterentwickelt.

Pressesprecher: Oberstleutnant Dr. Harald Potempa und Wiss. Angestellte Dipl.-Päd.‘in Katrin Grosser
Adresse: Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
Postfach 60 11 22, 14411 Potsdam
Telefon (0331) 9714-400
Fax (0331) 9714-507
Mail ZMSBwPressestelle@Bundeswehr.org