Der Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945

Der Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945

  • Geschichte
  • Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften

Kontakt: ZMSBwMilitaergeschichtebis1945@bundeswehr.org

Der Forschungsbereich gliedert sich in die drei Projektbereiche

- Militärgeschichte bis 1914
- Erster Weltkrieg und
- Zweiter Weltkrieg.

Wir beschäftigen uns im Verständnis der „Militärgeschichte in der Erweiterung“ mit den militärischen Gegebenheiten in der ganzen Breite ihrer vielfältigen Erscheinungsformen von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Dieser Ansatz reicht von der mentalitätsgeschichtlichen Erforschung bis hin zur klassischen Operationsgeschichte. Im Kern geht es dabei immer um die Verortung der Institution Militär innerhalb der zeitgenössischen nationalstaatlichen Gesellschaft(en) in politischer, kultureller, soziologischer, wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht. Je nach thematischer Perspektive werden vor diesem Hintergrund sowohl die inneren Strukturen des Militärs und das organisatorische Handeln als auch die gewaltträchtigen Konflikte bis hin zur Kriegführung untersucht. Der Mensch und sein Agieren werden in der kontextualisierten Interaktion zwischen Staat, Gesellschaft und Militär ausgeleuchtet, Hintergründe, Entwicklungen und Folgen der Anwendung von militärischer Gewalt in nationalem wie internationalem Zusammenhang und im Vergleich erforscht. Schwerpunkt der Forschungen ist das „Zeitalter der Weltkriege“. Neben den beiden Weltkriegen liegt hier das Augenmerk auf den Friedensphasen. Diese sind mit den Begriffen Vor-, Zwischen- oder Nachkriegszeit bislang wissenschaftlich nur ungenügend beschrieben.

Projekte der Grundlagenforschung des Forschungsbereichs sind gegenwärtig

- Geschichte der Reichswehr,
- Räumlichkeit und Zeitlichkeit von Krieg,
- Militärische Handlungsfelder wie Ausbildung, Nachrichtenwesen und Technikwissen,
- Garnisonsgeschichte,
- Kriegsbilder, operatives Denken und die Entwicklung der Taktik,
- Anwendung militärischer Gewalt in kolonialen Kontexten.

Wir vertiefen laufend die (inter)nationale Vernetzung mit der universitären Forschung und Lehre sowie der außeruniversitären Forschung. Mit der Expertise aus seinen Grundlagenforschungen unterstützt der Forschungsbereich die Historische Bildung in der Bundeswehr. Außerdem erstellen wir für das Bundesministerium der Verteidigung gutachterliche Stellungnahmen zu militärhistorischen Fragestellungen.

Unsere Forschungen werden vor allem in der Buchreihe Zeitalter der Weltkriege veröffentlicht, die bis 2017 im Ferdinand Schoeningh Verlag in Paderborn veröffentlicht wurden und seit 2019 im Verlag de Gruyter Oldenbourg erscheinen.

Leiter des Forschungsbereichs ist Oberstleutnant PDPrivatdozent Dr. John Zimmermann


Mitarbeiter im Forschungsbereich sind:

Oberleutnant Helene Heldt M.A.Master of Arts 

Major Chris Helmecke M.A.Master of Arts 

Hauptmann Pierre Köckert M.A.Master of Arts

Wiss. Angestellte Kerrin Langer M.A.Master of Arts

Wiss. Direktor Dr. habil Markus Pöhlmann 

Wiss. Oberrat Dr. Frank Reichherzer 

Oberstleutnant PDPrivatdozent Dr. Robert Riemer

Oberstleutnant Dr. Christian Stachelbeck