Online-Dossier

Krieg in der Ukraine

Hintergründe und Analysen: Das Online-Dossier der »Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung« liefert zum Krieg in der Ukraine wichtige Informationen zu Themen, die aktuell in Politik und Öffentlichkeit diskutiert werden.

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Mitten in Europa herrscht Krieg. Seit dem 24. Februar 2022 greift Russland die Ukraine an und stellt ihre staatliche Souveränität in Frage. Unzählige Städte sind zerstört, Millionen Menschen sind auf der Flucht, tausende zivile und militärische Opfer sind zu beklagen. Die Folgen sind weithin spürbar. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, spricht von einer »Zäsur in der Geschichte«. Der Angriff ist auch ein Angriff auf die Sicherheit und den Frieden in Europa.

Erstellt von Esther Geiger, Cornelia Juliane Grosse und Henning de Vries.

Völkerrecht

Am 24. Februar 2022 begann Russland die Invasion der Ukraine. Dieser fundamentale Bruch der völkerrechtlichen Ordnung führte zur »Zeitenwende« in Deutschland. Henning de Vries erklärt, worauf diese Wahrnehmung beruht.

Non#en-Violence#en-Skulptur
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine

Niedergang der internationalen Ordnung?

Hintergründe zum Völkerrecht

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Sicherheitspolitik

Der von Präsident Putin befohlene Angriff auf die Ukraine ist eine Zäsur: Der Überfall auf einen souveränen Nachbarstaat erschüttert die internationale Sicherheitsarchitektur. Er zerstört die Friedensordnung, die sich nach dem Kalten Krieg in Europa herausgebildet hat. Tim Geiger schildert die Entwicklung der internationalen Friedensordnung nach 1990 sowie den Prozess der NATO-Osterweiterung seit 1990.
 

  • Abzug der letzten russischen Streitkräfte
    Die europäische Friedensordnung von 1990

    Beginn einer neuen Ära

    Der Ukraine-Krieg zerstört die (gesamt-)europäische Friedensordnung, die die Staaten nach 1990 etabliert hatten.

    • Sicherheitspolitik
    • NATO
  • Treffen Gorbatschow und Baker
    NATO-Osterweiterung

    Zwischen Fakten und Perzeptionen

    Die NATO-Osterweiterung wird von russischen Stellen genutzt, um den Krieg in der Ukraine zu rechtfertigen.

    • Sicherheitspolitik
    • NATO

Militärgeschichte

Seit der Annexion der Krim ist die Landes- und Bündnisverteidigung wieder in den Fokus der Bundeswehr und der NATO gerückt. Bei der Frage, wie man sich diese vorstellen kann und was Nukleare Teilhabe heißt, lohnt ein Blick in die Zeit des Kalten Krieges. Heiner Möllers skizziert wesentliche Aspekte der Landes- und Bündnisverteidigung im Kalten Krieg.

In den aktuellen Analysen zur sicherheitspolitischen Lage in Europa fällt immer wieder der Begriff »Abschreckung«. Er stammt aus der Zeit des Kalten Krieges und beschreibt ein System, das einen atomar geführten Dritten Weltkrieg verhindern sollte. Was versteht man darunter? Winfried Heinemann erklärt die Entstehung und Wirkung des Konzepts der Abschreckung.

Die zivile Verteidigung und der Schutz der Bevölkerung waren seit dem Kalten Krieg zentrale Herausforderungen in Anbetracht atomarer Kriegsszenarien. Angesichts der aktuellen Situation werden viele der alten Konzepte neu diskutiert. Cornelia Juliane Grosse beschreibt, wie sich die Bundesrepublik Deutschland für ihre Bevölkerung den Zivilschutz vorstellte.

Medien im Krieg

Der Krieg in der Ukraine war von Anfang an auch ein Medienkrieg. Je länger er dauert, desto schwieriger wird eine freie Berichterstattung. Wie schmal der Grat zwischen Wahrheitsversprechen und Manipulation ist, zeigt sich schon in den Anfängen der Kriegsfotografie. Esther Geiger vermittelt Einblicke in die Macht der Bilder und ihre Nutzung durch die Medien.
 

Angriff auf eine Geburtsklinik in Mariupol
Kriegsfotografie

Ein schmaler Grat

Zwischen Dokumentationspflicht und Propaganda

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Geschichte der Ukraine

Unverhohlen stellt der russische Präsident Wladimir Putin die Unabhängigkeit der Ukraine in Frage. Die Ukraine wurde erstmal 1918 und schließlich 1991 international als souveräner Staat anerkannt. Rudolf A. Mark beschreibt die Genese der ukrainischen Nation im 20. Jahrhundert.

Bereits mit der Annexion der Krim durch Russland 2014 rückte die Halbinsel im Schwarzen Meer wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Christoph Nübel schildert, wie gewaltsame Konflikte diesen geopolitisch bedeutsamen Raum seit Jahrhunderten geprägt haben.

  • Kiew, Ukrainische Flagge, Unabhängigkeitswappen
    Die Ukraine im 20. Jahrhundert

    Das Streben nach Selbstbestimmung

    Seit 1991 ist die Ukraine international als souveräner Staat anerkannt. Rudolf A. Mark erläutert die bewegte Geschichte des Landes im 20.

    • Geschichte
  • 08352-07-01
    Über russischen Imperialismus und ukrainische Souveränität

    Konfliktraum Krim

    Spätestens mit der russischen Annexion 2014 rückte die Krim als geschichtspolitisch bedeutsamer Raum in die öffentliche Wahrnehmung.

    • Geschichte

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