Podcast: Mythos „Bismarck“

Podcast: Mythos „Bismarck“

  • Geschichte
  • Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften
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2 MIN

Am 24. Mai 1941 versenkte die „Bismarck“ mit dem Schweren Kreuzer „Prinz Eugen“ im „Unternehmen Rheinübung“ den britischen Schlachtkreuzer „Hood“ - und ging selbst drei Tage später nach einer beispiellosen Jagd der Royal Navy in den Fluten des Atlantiks unter. Die Faszination um das damals modernste deutsche Schlachtschiff ist bis heute ungebrochen.

Das deutsche Schlachtschiff Bismarck 1941 auf der Elbe bei Hamburg

Das deutsche Schlachtschiff „Bismarck“ 1941 auf der Elbe bei Hamburg

Bundesarchiv Bild 193-04-1-26

Der britische Premierminister Winston Churchill war einer der ersten, der an der aufkommenden Mythenbildung mitwirkte. Er verlangte von der Royal Navy die Versenkung dieses dieses damals modernsten Schlachtschiffs, „whatever it costs!“. Und dies, obwohl die „Bismarck“ nur eines von sehr wenigen wirklich gefährlichen Schiffen der Kriegsmarine war. Insgesamt war die deutsche Flotte damals der britischen an Zahl deutlich unterlegen.

Vom bis heute die „Bismarck“ umgebenden Mythos zeugt auch ihre mediale Wahrnehmung: Beinahe monatlich wiederholen Spartensender im Fernsehen ihre Dokumentationen über dieses mächtige Schiff. Und noch 2019 brachte die schwedische Heavy-Metal-Band Sabaton einen Song mit dem Titel Bismarck heraus. Tatsächlich geht es dem deutschen Schlachtschiff wie der „Titanic“ 1912: bei der Jungfernfahrt untergegangen, überlebt sie in der Erinnerung, von Mythen verklärt.

In der 23. Folge von “ZUGEGHÖRT! der Podcast des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr Podcast beschreibt Fregattenkapitän Dr. Christian Jentzsch im Gespräch mit Fregattenkapitän Dr. Guntram Schulze-Wegener den Mythos dieses deutschen Schlachtschiff-Giganten, die Strategie, die zu der Atlantikoperation des Kampfverbandes führte, sowie den Verlauf des „Unternehmen Rheinübung“ und die Folgen für die deutsche Seekriegführung: Der Untergang der „Bismarck“ war faktisch nicht weniger als das Ende der deutschen Überwasserkriegführung im Zweiten Weltkrieg. Außer U-Booten hatte die deutsche Kriegsmarine in den folgenden Jahren nicht mehr viel zu bieten.

 

In der 23. Folge von "ZUGEGHÖRT! der Podcast des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr" beschreibt Fregattenkapitän Dr. Christian Jentzsch den Mythos dieses deutschen Schlachtschiff-Giganten, die Strategie, die zu der Atlantikoperation des Kampfverbandes führte, sowie den Verlauf des "Unternehmen Rheinübung" und die Folgen für die deutsche Seekriegführung: Der Untergang der Bismarck war faktisch nicht weniger als das Ende der deutschen Überwasserkriegführung im Zweiten Weltkrieg. Außer U-Booten hatte die Kriegsmarine in den folgenden Jahren nicht mehr viel zu bieten.

Leseempfehlungen zum Thema

  • Jochen Brennecke: Schlachtschiff Bismarck. Neuausgabe. Koehler, Hamburg 1997 (Eine kompakte Erzählung zum Schiff und des Unternehmens Rheinübung).
  • Burkard Freiherr von Müllenheim-Rechberg: Schlachtschiff Bismarck – Ein Überlebender in seiner Zeit. Ullstein Verlag, Frankfurt am Main 2002 (Zeitzeugenbericht des damals überlebenden 4. Artilleroffizieres der Bismarck)
  • Robert Ballard, Rick Archbold: Die Entdeckung der Bismarck – Deutschlands größtes Schlachtschiff gibt sein Geheimnis preis. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1999 (Umfassender Bericht der amerikanischen Unterwasserarchäologen Ballard über das Wrack der Bismarck im Atlantik. Ballard hat 1985 auch das Wrack der Titanic entdeckt.)
  • In der Zeitschriftenreihe “Schiff Classic - Extra„ erschien jüngst ein Sonderheft zum Schlachtschiff Bismarck, an dem auch einige Kollegen aus dem ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr mitgewirkt haben.