Editionen

In Akteneditionen veröffentlicht das ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr historische Quellen, wie z.B. die Protokolle des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages oder die Kriegstagebücher der Seekriegsleitung im Zweiten Weltkrieg.

Der Verteidigungsauschuss

Der Bundestagsausschuss für Verteidigung und seine Vorläufer

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Seit 2004 veröffentlicht das ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr die Protokolle des Verteidigungsausschuss des deutschen Bundestages und seiner Vorläufer in einer Edition.

ZMSB 2019

Die Sitzungsprotokolle des Verteidigungsausschusses des deutschen Bundestages und die zur Beratung vorgelegten Dokumente besitzen einen herausragenden Quellenwert für die Geschichte der Bundesrepublik. Die wissenschaftliche Edition der Protokolle veranschaulicht die parlamentarischen Entscheidungsprozesse und liefert eine wichtige Grundlage für Forschungen in den Bereichen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Bundeswehrgeschichte, Biografieforschung und Geschichte des Parlamentarismus.

Begründet vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFAMilitärgeschichtliches Forschungsamt) und weitergeführt von der Nachfolgeinstitution, dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr), wird in dieser Buchreihe die Geschichte und das Wirken des Verteidigungsausschusses anhand seiner schriftlichen Zeugnisse sukzessive aufbereitet, erschlossen und in kommentierter Form zur Verfügung gestellt. Die Edition schließt an die Herausgabe der Protokolle anderer großer Fachausschüsse des Deutschen Bundestages wie Auswärtiger Ausschuss und Gesamtdeutscher Ausschuss an.

Es handelt sich bei der Editionsreihe um eine fortlaufende Edition. Zurzeit befinden sich die Bände 5 bis 7 in der Bearbeitung. Sie decken die Jahre 1956 und 1957 ab – eine Phase, die für die Grundlegung der Wehrverfassung und der Wehrgesetzgebung der Bundesrepublik eine entscheidende Bedeutung besitzt.
Die Editionsreihe erscheint im Droste Verlag, Düsseldorf, in gedruckter Form. Danach werden die Jahrgänge sukzessive als PDF-Datei im Open Access zur Verfügung gestellt. Digital verfügbar sind nunmehr die ersten drei Bände, die zusammen den Protokollzeitraum von Juli 1952 bis Juli 1955 umfassen.

Als Printversion und im Open Access liegen vor:

Band 1: Der Bundestagsausschuss für Verteidigung. Der Ausschuss zur Mitberatung des EVG-Vertrages. Juli bis Dezember 1952. Im Auftrag des MGFAMilitärgeschichtliches Forschungsamt hrsg. und bearb. von Hans-Erich Volkmann unter Mitarb. von Rüdiger Bergien [u.a.], Düsseldorf 2006 (= Der Bundestagsausschuss für Verteidigung und seine Vorläufer, 1), VIII, 1046 Seiten, ISBN 978-3-7700-1700-3, 49,80 Euro.

Band 1 als PDF: Der Verteidigungsausschuss, Band 1 (PDF, 9,4 MB)

Band 2: Der Bundestagsausschuss für Verteidigung. Der Ausschuss für Fragen der europäischen Sicherheit. Januar 1953 bis Juli 1954. Im Auftrag des MGFAMilitärgeschichtliches Forschungsamt hrsg. und bearb. von Bruno Thoß unter Mitarb. von Cynthia Flohr [u.a.], Düsseldorf 2010 (= Der Bundestagsausschuss für Verteidigung und seine Vorläufer, 2) , VIII, 1294 Seiten, ISBN 978-3-7700-1701-0, 59,80 Euro.

Band 2 als PDF: Der Verteidigungsausschuss, Band 2 (PDF, 7,2 MB)

Band 3:  Der Bundestagsausschuss für Verteidigung. Der Ausschuss für Fragen der europäischen Sicherheit. September 1954 bis Juli 1955. Im Auftrag des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr hrsg. von Burkhard Köster, Düsseldorf 2014 (= Der Bundestagsausschuss für Verteidigung und seine Vorläufer, 3), X, 1231 Seiten, zahlreiche Abbildungen, ISBN 978-3-7700-1702-7, 59,80 Euro.

Band 3 als PDF: Der Verteidigungsausschuss, Band 3 (PDF, 9,1 MB)

Band 4: Der Bundestagsausschuss für Verteidigung. Der Ausschuss für Fragen der europäischen Sicherheit/Ausschuss für Verteidigung, Juli 1955 bis Januar 1956. Im Auftrag des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr hrsg, von Dorothee. Hochstetter und Dieter H. Kollmer, Düsseldorf 2017 (= Der Bundestagsausschuss für Verteidigung und seine Vorläufer, Bd. 4), 1206 Seiten, Hardcover,ISBN 978-3-7700-1703-4, € 59,80.

Printversion Band 4

Kriegstagebuch der Seekriegsleitung 1939-45

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Das Kriegstagebuch der Seekriegsleitung von 1939 bis 1945 gibt Aufschluss über alle Operationen der Marine und erschließt das Führungsdenken dieser Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg.

Die Seekriegsleitung war im Zweiten Weltkrieg die höchste Kommandobehörden der Kriegsmarine der Wehrmacht. Sie plante und führte nahezu sämtliche Operationen deutscher Seestreitkräfte. Dazu verfügte sie über einen Stab mit allen notwendigen Abteilungen - von der Operationsplanung und -führung, über die Nachrichtengewinnung bis zur Logistik. Der Seekriegsleitung waren ferner die verschiedenen Verbände, U-Boot- und Überwassergeschwader und -flottillen usw. nachgeordnet.

Beheimatet war die Seekriegsleitung seit Kriegsbeginn 1939 in einem verbunkerten Areal bei Lobetal, nördlich von Berlin, das den Decknamen „Koralle“ trug.

In den Jahren 1988 bis 1997 edierte ein Team unter der Leitung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes die vollständig erhaltenen Tagebücher der Seekriegsleitung, die nunmehr im Open Access zugänglich sind: https://opus4.kobv.de/opus4-zmsbw/solrsearch/index/search/searchtype/series/id/1/rows/10

Bibliographische Angaben:

Tagebuch der Seekriegsleitung 1939-1945, im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes in Verbindung mit dem Bundesarchiv-Militärarchiv und der Marine-Offizier-Vereinigung herausgegeben von Werner Rahn und Gerhard Schreiber unter Mitwirkung von Hansjoseph Maierhöfer. 68 Bände, Mittler-Verlag, Berlin/Bonn/Hamburg 1988-1997 (danach Erscheinen eingestellt) ISBN 3-8132-0600-9

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