Wegweiser zur Geschichte

Das deutsche Interesse an Usbekistan und damit das Bild dieses Landes sind stark beeinflusst durch die Ereignisse in Afghanistan. Spezielles Interesse gilt der Haltung der usbekischen Regierung gegenüber dem Einsatz der International Security Assistance Force (ISAFInternational Security Assistance Force) und insbesondere zum Betrieb des bis 2015 genutzten Strategischen Lufttransportstützpunktes im usbekischen Termes.

Buchcover vom Wegweiser zur Geschichte Usbekistan

Coverbild: Wegweiser zur Geschichte - Usbekistan

ZMSBw

Der „Wegweiser zur Geschichte. Usbekistan“, erschienen im Verlag Ferdinand Schöningh, ermöglicht einen Blick aus anderer Perspektive. 19 Autoren beschreiben Vergangenheit und Gegenwart des Landes als Teil Zentralasiens und damit die reichen und vielfältigen Traditionen eines Kulturkreises, der bis zum Ende der Sowjetunion für Europäer nur schwer zugänglich war und nach dem Ende der UdSSRUnion der Sozialistischen Sowjetrepubliken erst langsam in den Blick der europäischen Politik rückte.

Usbekistan beansprucht heute eine Schlüsselrolle innerhalb Zentralasiens und versteht es geschickt, die teils entgegengesetzten Interessen des in der Region dominierenden Russlands, aber auch Chinas, der USAUnited States of America oder der Europäischen Union für eigene Ziele zu nutzen. Die usbekische Führung unter Präsident Islam Karimow versucht, an eine vorsowjetische nationale Identität anzuknüpfen, doch zeigt dieser Band ebenso, wie stark in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und regionalen Netzwerken die Prägungen und Strukturen der Sowjetzeit weiter fort wirken.

Zahlreiche Karten, lexikalische Begriffserklärungen im Text sowie der umfangreiche Anhang mit Zeitstrahl, einer Auflistung wichtiger Feiertage, Literatur- und Filmtipps und einem Register helfen bei der raschen Orientierung des Lesers.

Angaben zum Buch

Wegweiser zur Geschichte: Usbekistan. Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes hrsg. von Bernhard Chiari und Magnus Pahl. Paderborn, München, Wien, Zürich, Ferdinand Schöningh 2009, 312 S., ISBN 978-3-506-76880-3

Das Buch liegt hier als Volltext zum Download (PDF, 7,6 MB) vor.