Deutschland und der Kosovo-Krieg 1999

Deutschland und der Kosovo-Krieg 1999

  • Kosovo
  • Geschichte
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1 MIN

„Hineingerutscht?„ Die NATO und Deutschland im Kosovo-Krieg.

Das Zusammenspiel von Politik, militärischem Denken und internationalen Konflikten

Ein Dissertationsprojekt von Dr. Hans-Peter Kriemann

Bundeswehr und die Kosovo Forces

Ein Konvoi der Hauptkräfte der deutschen Einsatzbrigade KFORKosovo Force fährt Richtung Blace am Lager Stenkovac vorbei, wo Vertriebene den deutschen Soldaten zu jubeln.

(c) 1999 Bundeswehr / Modes

Die Beteiligung am Kosovo-Krieg im Jahr 1999 war für die deutsche Politik, ja für die deutsche Geschichte ein Wendepunkt. Die deutsche Beteiligung an den Luftangriffen der NATO wurde zum ersten Kampfeinsatz deutscher Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg – ein Kampfeinsatz übrigens, für den es noch nicht einmal ein UNUnited Nations-Mandat gab. Der Weg in diesen ersten Kampfeinsatz war verschlungen. Und er war umstritten, bis zum heutigen Tag.

Genau das ist das Thema dieser ersten historischen Darstellung über die deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg. Dabei arbeitet sie mit den Methoden der Geschichts- wie der Politikwissenschaft. Im Zentrum dieser Mehrebenenanalyse stehen der Wandel der deutschen Sicherheitspolitik im ersten Jahrzehnt nach der deutschen Wiedervereinigung sowie die Wechselwirkungen zwischen der innenpolitischen Debatte und dem außen- sowie dem sicherheitspolitischen Handeln. Darin einbezogen ist auch die Frage nach der neuen Bedeutung und Rolle der deutschen Streitkräfte in dieser Phase des außenpolitischen Wandels.

Die Dissertation wurde von Prof. Dr. Sönke Neitzel, Lehrstuhl für Militärgeschichte - Kulturgeschichte der Gewalt der Universität Potsdam, sowie Prof. em. Dr. Stig Förster, Universität Bern, betreut und im November 2018 abgeschlossen. Sie erscheint 2020.

Eine knappe Zusammenfassung erschien unter dem Titel „Der Kosovo-Krieg 1999“ in der Reihe “Kriege der Moderne„ im Reclam-Verlag 2019. Franziska Augstein schrieb dazu in der in der Süddeutschen Zeitung “ein ausgezeichnetes Buch„.