Militärische Spitzengliederung

Militärische Spitzengliederung

  • Geschichte
  • Streitkräfte
Datum:
Lesedauer:
1 MIN

Deutsche Kriegführung:
Militärische Spitzengliederungen von 1870/71 bis 2015

Ein Projekt von Dr. Rudolf J. Schlaffer

Andernach

Bundeskanzler Adenauer besucht die Soldaten der neugegründeten Bundeswehr in Andernach 1956. Von links nach rechts: Bundesminister der Verteidigung, Theodor Blank, Adolf Heusinger, Konrad Adenauer, Brigadegeneral Hellmuth Laegeler, zum ersten …

(c) 1956 Bundeswehr / Munker

Das Verhältnis von Gesellschaft und Militär ist für die deutsche Geschichte seit der Reichsgründung von 1871 ein zentrales Thema. Aus gesellschaftlicher Perspektive ist die Bedeutung des Militärs für die Zeit des Deutschen Kaiserreichs, der Weimarer Republik, des „Dritten Reichs“ und der Bundesrepublik Deutschland bereits mehrfach untersucht worden.

Eine Untersuchung der militärischen Spitzengliederung und ihrer Folgen für die deutsche Kriegführung im analysierten Zeitraum liegt jedoch noch nicht vor.

Dabei geht es um mehr als nur um eine Analyse militärischer Entscheidungsprozesse. Das Militärische ist vielmehr immer auch ein Teil des Politischen. Nirgends zeigt sich das so deutlich wie eben in der militärischen Spitzengliederung – im Krieg wie auch im Frieden. Denn darüber entschied und entscheidet sich immer auch die ausschlaggebende Frage nach dem Primat der Politik. Gibt es diesen Primat? Und wenn ja, wie weit reichen seine Möglichkeiten?

Unter diesen Prämissen lautet die zentrale Leitfrage dieser Studie: Welchen Anteil besaß die militärische Spitzengliederung an den militärischen Erfolgen und Misserfolgen der deutschen Geschichte seit 1870/71?

Operationalisiert wird diese Fragestellung mit einer Analyse der Regelung des Oberbefehls über die deutschen Streitkräfte in einem Zeitraum von 140 Jahren, ihre Themen im Einzelnen sind die Sinn-, Handlungs- und Kommunikationssysteme in der Politik und im Militär. Aufgrund des langen Untersuchungszeitraums konzentriert sich die Studie auf Zäsuren, die für Veränderungen der militärischen Spitzengliederung von besonderer Bedeutung waren.

Das Projekt ist abgeschlossen. Die Studie erscheint voraussichtlich 2021.