Raum - Strom - Netzwerk

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  • Bundeswehr
  • Cyber- & Informationsraum
Datum:
Lesedauer:
1 MIN

Geostrategische Kulturen und die Konstruktion des Cyberraumes. Erfindung, Entwicklung und Rezeption eines globalen Raumes und die Rolle des maritimen Raumes als Erfahrungswelt in der deutschen und USUnited States-amerikanischen Sicherheitspolitik

Ein Dissertationsprojekt von Niklas van Alst M.A.Master of Arts

Das Projekt untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen USUnited States-amerikanischen und deutschen Wahrnehmungsmustern des Cyberraumes als sicherheitspolitisches Handlungsfeld.

Im Fokus steht die Frage, welchen Stellenwert Vorstellungen zu abgrenzbaren Räumen, zu globalen Strömen bzw. Netzwerkstrukturen sowie zur Virtualität als mögliche Strukturierungen des Raumes haben. Als methodischer Zugang dienen die Konzepte der Strategischen Kulturforschung sowie der Kritischen Geopolitik, die gegeneinander abgewogen und zur Operationalisierung unter dem Arbeitsbegriff der Geostrategischen Kultur zusammengeführt werden.

Logo des Cyber Security Operations Centre Bundeswehr

Logo des Cyber Security Operations Centre Bundeswehr, das die Bundeswehr ab 2017 etablierte.

Bundeswehr / Martina Pump 2019

Den Schwerpunkt der empirischen Untersuchung bilden die Vorstellungen bzw. semantischen „Konstruktionen“ zu globalen Kommunikationsräumen in den USAUnited States of America und Deutschland seit 1990. Es werden verschiedene Konstruktionen globaler Kommunikationsräume aufgegriffen, wie sie unter anderem in der »Revolution in Military Affairs«, in den Debatten um den Schutz Kritischer Infrastrukturen oder auch im »Global War on Terror« entstanden. Dazu werden sicherheitspolitische Grundlagendokumente und Strategiepapiere beider Staaten sowie Stellungnahmen der Regierungen und Veröffentlichungen aus dem Bereich der Politikberatung analysiert.

Gemäß der Kritischen Geopolitik und der Strategischen Kulturforschung werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Konstruktionen in einem historischen Längsschnitt in die sicherheitspolitischen „Erfahrungswelten“ eingeordnet. Dabei wird untersucht, inwieweit insbesondere der maritime Raum als Kommunikationsraum und globaler Verbindungsraum die Wahrnehmung des Cyberraumes geprägt hat.

Die Dissertation wird von Univ.-Prof. Dr. Michael Staack, Professur für Politikwissenschaft, insbesondere Theorie und Empirie der Internationalen Beziehungen der Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr in Hamburg betreut.