Das Ringen um Berlin im Kalten Krieg

Das Ringen um Berlin im Kalten Krieg

  • Geschichte
  • Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften
Datum:
Lesedauer:
1 MIN

Die Geschichte von „Live Oak“
von Harald van Nes

Harald van Nes Das Ringen um Berlin_Cover

„Live Oak“ diente im Kalten Krieg zur Bewältigung von Krisen im Zusammenhang mit Berlin. Die geteilte Stadt war in vielerlei Hinsicht entscheidend für die westliche Verteidigung: Die drei Westsektoren galten als Nagelprobe für die Standhaftigkeit der NATO. Gab man West-Berlin auf Druck des Ostblocks auf, verlor die NATO an Glaubwürdigkeit – und die Westmächte mussten eventuell die Erosion des eigenen Lagers in Kauf nehmen.

Auf der anderen Seite konnte wegen Berlin kein Krieg riskiert werden, der fast automatisch in die atomare Vernichtung geführt hätte. Um in einer Krise nicht zwischen derart katastrophalen Alternativen wählen zu müssen, schuf man Live Oak. Formal gesehen gehörte diese geheime militärische Organisation nicht zur NATO, sie arbeitete aber eng mit ihr zusammen. Betrieben wurde Live Oak von den drei westlichen Besatzungsmächten, den USAUnited States of America, Großbritannien und Frankreich, sowie später auch der Bundesrepublik Deutschland. Eine zentrale Aufgabe war die Freihaltung der lebenswichtigen Zugangswege nach West-Berlin.

Heute sind derlei Themen hochaktuell: Die NATO ist an ihren Außengrenzen mit Situationen konfrontiert, die nur mit wirkungsvollem Krisenmanagement zu bewältigen sind. Live Oak bildet gewissermaßen die historische Folie hierzu. Diese Studie leistet auf breiter Quellenbasis einen wesentlichen Beitrag zu ihrer Erforschung.

Der Autor

Oberst a.D. Harald van Nes war von 1972 bis 1975 selbst Angehöriger von Live Oak und lebt heute in Freiburg i.Br.

Angaben zum Buch

Harald van Nes, Das Ringen um Berlin im Kalten Krieg. Die Geschichte von Live Oak, Berlin, Boston: De Gruyter 2021 (= Entstehung und Probleme des Atlantischen Bündnisses, 12), XIV+567 Seiten, 89,95 Euro, ISBN 978-3-11-053561-7

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier (PDF, 52,8 KB).