P-3C Orion bei der Mission Irini

P-3C Orion bei der Mission Irini

  • Einsatz
  • Irini
Datum:
Ort:
Nordholz
Lesedauer:
2 MIN

Der Bundestag hat der Beteiligung der Bundeswehr an der EUEuropäische Union-Operation Irini am 7. Mai 2020 zugestimmt. Die Deutsche Marine setzt den Seefernaufklärer P-3C Orion im Operationsgebiet im Zentralen Mittelmeer ein.

Seefernaufklärer P-3C Orion

Soldaten bereiten den Start des Seefernaufklärers P3-C Orion vom Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin“ in Nordholz vor

Bundeswehr/Inken Behne

Die EUEuropäische Union-Mission EUNAVFOREuropean Union Naval Forces MEDMediterranean (European Naval Forces Mediterranean) Operation Irini löst die bisherige Operation Sophia ab. Deutschland wird sich zunächst mit einem Seefernaufklärungsflugzeug vom Typ P-3C Orion des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“ sowie mit Stabspersonal im Operations-Hauptquartier in Rom und an Bord des italienischen Flaggschiffs an der Mission beteiligen. Der Schwerpunkt des Einsatzes liegt in der Überwachung des UNUnited Nations-Waffenembargos gegen Libyen.
Die Marineflieger aus Nordholz sind auch für diese Operation startklar. Der Seefernaufklärer ist mit modernster Sensorik ausgestattet und ist für solche Seeraumüberwachungsaufgaben bestens geeignet. Der Einsatz eines Schiffes der Deutschen Marine wird voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Details dazu sind in der Planung.


P-3C in zwei Einsätzen

Seefernaufklärer P-3C Orion

Seefernaufklärer P-3C Orion auf dem Flughafen von Dschibuti

Bundeswehr/Jenny Bartsch

Mit der neuen Mission wird sich das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ aus Nordholz zeitgleich an zwei wichtigen EUEuropäische Union-Operationen mit den Seefernaufklärern beteiligen. Bereits seit 2008 unterstützt die Bundeswehr Schiffe des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen in der Operation Atalanta am Horn von Afrika - zunächst mit Schiffen und der P-3C Orion, seit einigen Jahren nur noch mit dem Flugzeug. Die deutschen Marineflieger leisten damit bereits seit über 10 Jahren einen wesentlichen und verlässlichen Beitrag zum Schutz der Schiffe des World Food Program und zur Eindämmung der Piraterie und damit zur Sicherheit der Schifffahrtswege am Horn von Afrika.
Der Seefernaufklärer aus Nordholz spielt als „fliegendes Auge“ eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, ein großes Seegebiet schnell und weiträumig aufzuklären. Das Marineflugzeug ist mit hochmoderner Sensorik ausgestattet und hat die Fähigkeit, durch den Einsatz seiner Sensoren alle Schiffsbewegungen aufzufassen, die gewonnenen Daten zeitgleich zu übertragen und somit kooperierenden Schiffen bzw. der vorgesetzten Dienststelle sehr schnell ein umfassendes und aktuelles Lagebild zu erstellen.
„Die aktuelle, dem Corona-Virus geschuldete Situation bedingt es, dass die P-3C ORION bis auf Weiteres von Nordholz aus starten und nach Auftragserfüllung auch wieder dort landen wird.“, sagt der erste Kontingentführer, Fregattenkapitän Millhahn. „Dies stellt keine außergewöhnliche Herausforderung an die Besatzung oder das Luftfahrzeug dar. Auftrag für die Besatzungen wird sein, das Seegebiet der Operation zügig aufzuklären, um der Operationsführung ein umfassendes Lagebild zur Verfügung zu stellen, auf welchem der weitere Kräfteansatz basieren wird - eine Aufgabe, für die die P-3C prädestiniert ist.“, so Millhahn weiter.



von Sascha  Jonack

Mehr zum Thema