Gottesdienst

Theologie für den Norden

Theologie für den Norden

Datum:
Ort:
Kiel
Lesedauer:
2 MIN

Mit einem Gottesdienst in der Kieler Petruskirche wurde der Leitende Militärdekan Ernst Raunig in sein Amt als Leiter des Evangelischen Militärdekanats Nord eingeführt.

Segnung des Leitenden Militärdekans

Segnung des Leitenden Militärdekans: Militärbischof Felmberg, Oberst Schneider, Leitender Militärdekan Raunig, Flottillenadmiral Nemeyer, Oberkirchenrat Lenz, Pröpstin Witt (von links)

Bundeswehr / Alexander Ullmann

Im Norden ist man dem Himmel einfach näher. Oder, wie Ernst Raunig es ausdrückt: „Hier im Norden ist uns der Himmel beeindruckend präsent – oft wolkenverhangen, aber immer in Bewegung und am Leben.“ So war auch seine Einführungspredigt eine Liebeserklärung an die rauen Landschaften des Nordens.

Militärbischof Dr. Bernhard Felmberg und viele Kollegen und Freunde waren nach Kiel gekommen, um Raunig in sein Amt als Leiter des Evangelischen Militärdekanats Kiel einzuführen.

Ausgehend von einem Bibelvers des Apostels Paulus, einem Text der Poetry-Slammerin Mona Harry und einem Kirchenlied, entfaltete der neue Verantwortliche für die Militärseelsorge im Norden Deutschlands seine Theologie des Nordens. Vermutlich hätte er – mit anderen Quellen – auch anderen Landstrichen etwas abgewinnen können, aber zweierlei wurde deutlich: Raunig ist in Kiel und er ist mit ganzem Herzen dort.

Ernst Raunig bei der Einführungspredigt

Ernst Raunig bei der Einführungspredigt

Bundeswehr / Alexander Ullmann

In seiner Predigt zum Zweiten Korintherbrief kam er auch auf diejenigen zu sprechen, die den Auftrag haben, das Land zu schützen: die Angehörigen der Bundeswehr, denen der Dienst der Militärseelsorge gilt. „Und wir bei der Militärseelsorge dürfen da mitwirken und unterstützen. Wenn der Dienst zu schwer wird, zuhören und Hilfestellungen geben in der Seelsorge – gemeinsam auf der Suche nach dem richtigen Weg. […] Der Reichtum der Schöpfung und das neue Leben in Jesus Christus, daraus schöpfen wir Kraft und Hoffnung für unseren Auftrag.“

Bischof Felmberg lobte besonders die zugewandte Haltung des neuen Leitenden Dekans: „Wer sie erlebt, der fühlt, dass Sie durch Ihr Wirken der Freundlichkeit Gottes Ausdruck verleihen. […] Sie kennen jede Planke auf der Gorch Fock mit Namen, kennen jeden Raum in Mürwik, sind mit fast jedem Schrankenwärter an den Kaserneneinfahrten zwischen Kiel und Wilhelmshaven per Du. Keiner, der von Ihnen nicht schon einen kleinen Kuchen bekommen hätte, damit der Dienst etwas süßer wirkt.“

Felmberg zog eine Parallele zwischen der Situation der Streitkräfte und der Militärseelsorge. So wie die Soldatinnen und Soldaten ihre Kenntnisse weiterentwickeln und erneuern – auch, um sich der neuen Situation zu stellen – so braucht auch die kirchliche Arbeit in der Bundeswehr eine Neubesinnung auf ihren inhaltlichen Kern und das Vertrauen auf Gottes Wort. Zuversichtlich schloss der Bischof: „Gottes Wort lenkt nicht nur unseren Schritt in die richtige Richtung, sondern auch unseren Kopf und unser Herz.“

von Militärseelsorge