Und wer hilft mir? Angebote für Angehörige von PTBS-Erkrankten

Und wer hilft mir? Angebote für Angehörige von PTBS-Erkrankten

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Bei einer PTBSPosttraumatische Belastungsstörung-Erkrankung einer oder eines Angehörigen sollten Sie auch auf sich selbst achten. Sie sind ebenfalls starken psychischen Belastungen ausgesetzt, deshalb kann auch für Sie eine Psychotherapie hilfreich sein. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Hausarzt. Die Kosten für eine Therapie übernimmt Ihre Krankenkasse. Bei Bedarf werden auch Sie als Angehörige durch den Sozialdienst der Bundeswehr unterstützt.

Die Bundeswehr steht Ihnen mit verschiedenen Angeboten zur Seite. Über das Betreuungsportal der Bundeswehr finden sie alle spezifischen Informationen zur Thematik Betreuung und Fürsorge. Dazu gehören die örtlichen Sozialdienste, die evangelische und katholische Militärseelsorge sowie die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EASEvangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V.) und die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KASKonrad Adenauer Stiftung)
Im akuten Notfall erreichen Sie jederzeit über die Hotline +49 800 5887957 Fachpersonal des Bundeswehrkrankenhauses.

Für Einsatzgeschädigte und deren Familienangehörige werden darüber hinaus achttägige Fachberatungsseminare Betreuung und Fürsorge unter einem Dach angeboten.

Einzelne Bundeswehrkrankenhäuser bieten sogenannte Angehörigengruppen an. Denn psychische Erkrankungen stellen nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für ihre Nächsten eine besondere Belastung dar. Angehörige sind dabei zahlreichen Problemen und unterschiedlichen eigenen Gefühlen ausgesetzt. Unsicherheit, Schuldgefühle und Hilfsbereitschaft ziehen häufig Unverständnis, Erschöpfung, Ungeduld, Hilflosigkeit und Verzweiflung nach sich. In diesen professionell angeleiteten Gesprächsgruppen erhalten daher Angehörige psychischer erkrankter Menschen Raum für einen Erfahrungsaustausch, Hilfe und Vernetzung.