Verletzung oder Erkrankung bei einer Übung oder Dienstlichen Veranstaltung

Verletzung oder Erkrankung bei einer Übung oder Dienstlichen Veranstaltung

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Was geschieht, wenn ich mir während einer Übung oder einer Dienstlichen Veranstaltung eine Verletzung/Erkrankung zuziehe, deren Behandlung über die Dauer der Dienstleistung andauert?

Bei einer Übung verlängert sich der Reservistendienst bis zur Beendigung der truppenärztlichen Behandlung der Verletzung/Erkrankung, höchstens jedoch um drei Monate.

Der oder die Reservistendienst Leistende kann schriftlich erklären, mit der Fortsetzung des Wehrdienstverhältnisses nicht einverstanden zu sein. In diesem Fall endet der Reservistendienst mit Ablauf des Tages, an dem die Erklärung abgegeben worden ist (§ 75 Abs. 6 SG).

Das zuständige Karrierecenter der Bundeswehr und das BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr VII 3.2 sind durch die Dienstleistungsdienststelle entsprechend zu informieren.

Aus Fürsorgegründen gilt, angelehnt an die Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2 „Die Reserve“, auch für während der Dienstleistung an Corona erkrankte Reservistendienst Leistende, die sich zum Entlassungszeitpunkt in Quarantäne befinden.

Während der Dienstlichen Veranstaltung haben die zugezogenen Reservistendienst Leistenden Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung nach § 1 Absatz 2 i. V. m. § 22 USG. Für gesundheitliche Schädigungen, die während der Dienstlichen Veranstaltung oder auf der zeitlich im Zusammenhang stehenden und auf dem kürzesten Weg durchgeführten Hin- und Rückreise eingetreten sind, erhalten die zugezogenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Beendigung der Dienstlichen Veranstaltung auf Antrag Versorgung nach § 80 i. V. m. § 81 Abs. 3 Nr. 1 SVG (erforderlichenfalls auch Heilbehandlung einschließlich Versorgungskrankengeld). Der Antrag ist an das BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr zu richten.