Einrichtungen

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Eigener Flugbetrieb bildet die Grundlage für die notwendige Unabhängigkeit der Dienststelle von den Herstellerfirmen und wahrt die geforderte eigene Urteils- und Beratungsfähigkeit der Bundeswehr bei der Beschaffung von Luftfahrzeugen. Daher betreibt die WTD 61 einen eigenen Erprobungsflugplatz mit allen dazu notwendigen Einrichtungen und ein zusätzliches Erprobungsgelände, auf dem sogenannte Absetzversuche durchgeführt werden können.

Der Flugplatz in Manching verfügt über eigene Flugbeschränkungsgebiete, in denen auch unbemannte Systeme sicher betrieben werden können.

Der Erprobungsflugbetrieb stellt besondere Anforderungen an die Infrastruktur. Im Wesentlichen umfasst die Flugplatzinfrastruktur des Flugplatzes Manching daher folgende Einrichtungen:

  • zwei Start-/Landebahnen, davon eine spezielle Erprobungsbahn mit CAT2 Fähigkeit
  • eine Grasbahn
  • ein Erprobungsgelände außerhalb u.a. zum Absetzen von Lasten
  • zwei Hover Lanes für Hubschrauber
  • reservierte Lufträume für Flugerprobung
  • Abstellfelder, Hallen, Werften und Werkstätten
  • Tower und Luftraumüberwachungsradar
  • Telemetrieeinrichtungen
  • Mess- und Überwachungseinrichtungen für den Flugversuch
  • Triebwerkprüfstände
  • Nachtsichttesthalle und -zelt für Nacht- und Tagessichttests
  • Schießstand zur Erprobung der Funktion von Bordkanonen sowie munitionstechnischen Sondervorhaben

Aufgrund dieser Ausstattung ist die WTD 61 in der Lage, den größten Teil der Erprobungsaufgaben vor Ort durchzuführen. Zusätzlich werden andere Erprobungs- und Schießplätze in Deutschland und weltweit bei Partnernationen genutzt.

Unerlässlich für die Aufgabendurchführung ist der Betrieb eigener instrumentierter Erprobungsluftfahrzeuge. Ein Minimum an eigenen repräsentativen einsatzrelevanten Luftfahrzeugmustern ist unerlässlich, um die zwingend notwendige Nähe des Fachpersonals zur aktuellen Technik zu sichern. Hierfür betreibt die WTD 61 eigene Luftfahrzeugmuster des Organisationsbereichs AIN:

  • Eurofighter, Tornado
  • C160 Transall
  • KH Tiger, CH-53, Bell UH-1D, Missionsausrüstungsträger

Diese sollen sukzessive durch die Muster LUH, A400M und NH90 ergänzt werden.

Der Flugbetrieb wird sowohl mit dauerhaft stationierten Erprobungsluftfahrzeugen als auch von der Truppe ausgeliehenen Luftfahrzeugen durchgeführt. Die Wehrtechnische Dienststelle testet damit die Flugeigenschaften und Flugleistungen der Luftfahrzeuge sowie sämtliche Subsysteme, Waffen und Waffenleitanlagen. Entsprechend der vorzunehmenden Erprobungen werden die Erprobungsträger von besonders ausgebildetem eigenem Personal speziell vorbereitet und messtechnisch ausgerüstet.

Bei der Durchführung von Erprobungsaufträgen, Flugversuchen und Kampagnen ist von Anfang an Testpersonal der WTD 61 eingebunden. Das eine spezielle Testflugausbildung an anerkannten Testpilotenschulen durchlaufen hat.