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Soldaten beenden erstes Projekt zur Unterstützung der Flüchtlingshilfe

Nostorf/Horst, 20.01.2016.
In der derzeitigen Situation ist der Einsatz der Bundeswehr zur Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe in Nostorf/Horst nicht mehr erforderlich. Deshalb verabschiedeten der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Lorenz Caffier und Brigadegeneral Christof Munzlinger, Kommandeur des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern (MV), am 15. Januar die letzten eingesetzten Soldatinnen und Soldaten vor Ort. Das Malteser Hilfswerk übernimmt nun die Unterstützungsleistungen der Bundeswehr.

Soldaten stehen in Reihe auf einem Platz

Das Aufkärungslehrbataillon 3 meldet sich aus Horst ab. (Quelle: LKdo MV/Zilling)Größere Abbildung anzeigen

Im Jahr 2015 haben wir in Mecklenburg-Vorpommern so viele Asylbewerber und Flüchtlinge aufgenommen wie noch nie in der Geschichte unseres jungen Bundeslandes. Dies war und ist eine immense Herausforderung, die wir aber aus meiner Sicht gut gemeistert haben“, resümierte Lorenz Caffier, Innenminister in Mecklenburg-Vorpommern, vor der Erstaufnahmeunterkunft im mecklenburgischen Nostorf/Horst. Weiterhin stellte er fest: „Neben den vielen Freiwilligen sowie den zahlreichen Hilfsorganisationen und deren Helfern hat die Bundeswehr einen wert-vollen und willkommenen Beitrag bei der Flüchtlingshilfe geleistet. Dafür danke ich allen Soldatinnen und Soldaten im Namen der Landesregierung“.

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Unterstützung aus dem ganzen Norden

Wie in ganz Deutschland war die Unterstützungsleistung der Bundeswehr auch innerhalb der Streitkräfte ein Gemeinschaftsprojekt: Neben dem Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern, das die Flüchtlingshilfe der Bundeswehr mit dem Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern koordinierte, war die in Niedersachsen beheimatete 1. Panzerdivision der Truppensteller. Teile der Division, nämlich Kräfte der Panzergrenadierbrigade 41 (Neubrandenburg) und der Panzerlehrbrigade 9 (Munster) stellten Soldatinnen und Soldaten für die Flüchtlingshilfe in Nostorf/Horst. Verstärkt wurden diese durch Angehörige der Flugabwehrraketengruppe 21 (Sanitz) sowie des Sanitätsunterstützungszentrums Neubrandenburg.

Drei Männer reichen sich die Hände

„Helfende Hände“ der Flüchtlingshilfe in Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: LKdo MV/Grünzner)Größere Abbildung anzeigen

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Vorgelagerte Unterkunftseinrichtung

Infolge der parallel laufenden Aufträge haben „Helfende Hände“ der Bundeswehr den Betrieb der „Vorgelagerten Unterkunftseinrichtung Horst" ermöglicht und so die Situation vor Ort deutlich entspannt. Vom 11. September 2015 bis zum 15. Januar 2016 waren täglich etwa 30 Soldaten im Schichtdienst vor Ort eingesetzt. Zukünftig werden Mitarbeiter des Malteser Hilfswerks diese Leistung erbringen.

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Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz

Im Rahmen eines Verabschiedungsappells betonte General Munzlinger die enge, bewährte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Nur so sind diese Herausforderungen überhaupt zu bewältigen. „Dass Angehörige der Panzergrenadierbrigade 41 seit Anfang 2016 mit Soldatinnen und Soldaten der Panzergrenadierbataillone aus Hagenow sowie aus Viereck die Auslandseinsätze in Afghanistan, in Mali und im Kosovo absichern, verdeutlicht, dass die Einsatzverpflichtungen, gerade für Einheiten aus Mecklenburg-Vorpommern, zum Jahreswechsel nochmals gestiegen sind. Dies gehört aber zum Kernauftrag der Bundeswehr!

Ein Soldat steht vor vielen Soldaten auf einem Platz

General Munzlinger (mitte) spricht mit den Unterstützungskräften. (Quelle: LKdo MV/Grünzner)Größere Abbildung anzeigen

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Projekte vorerst noch bis zum 31. März

Weiterhin vorhandene Daueraufträge verdeutlichen, dass mit dem Abzug aus Nostorf/Horst der Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der Flüchtlingshilfe noch nicht beendet ist. Die Bundeswehr unterstützt derzeit das Land in Basepohl, Neubrandenburg, Rostock und Stern-Buchholz mit etwa 40 Soldaten. Diese Projekte laufen vorerst noch bis zum 31. März. Über eine mögliche Verlängerung wird dann lageabhängig und zu einem späteren Zeitpunkt, in enger Abstimmung mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern, entschieden. Darüber hinaus werden ebenfalls noch „Schnelle Unterstützungskräfte“ der Bundeswehr für unvorhergesehene Lagen im Rahmen der Flüchtlingshilfe in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Stärke von 120 Soldaten vorgehalten.

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Stand vom: 20.01.16 | Autor: Ralf Heberer


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